Komisch ikonisch
Ich kann das alles noch gar nicht fassen! Kinder, wir haben es geschafft! Es ist vorbei! Unsere bettreifen Gehirne müssen sich nicht mehr nachts auf dem Sofa quälen! Die Jalousien gehen wieder zeitiger hoch! Und im Fernsehen läuft auch endlich wieder vernünftiges, geordnetes Krimi-Programm. Olympia 2016 ist Vergangenheit!
Noch kaue ich ein wenig an den Schlussworten des IOC-Präsidenten rum. Der Thomas Bach meinte nämlich, die Olympischen Spiele in Rio seien – Achtung! – „wichtige, ikonische Spiele“ gewesen. Nu erklär mir mal einer, was der Knabe uns sagen will! Ikonische Spiele?!
Also so ne Bewertung der Spiele ist ja schon Ritual. Sotchi 2014 war „wunderschön“, London 2012 war „fröhlich und wunderbar“ und Vancouver „exzellent und freundschaftlich. Und nun soll Rio „ikonisch“ gewesen sein!? Unter uns: Ich denke mal, das war ein Versprecher! Der wollte bestimmt sagen: komisch! Denn das waren sie doch echt. 17 Tage voller Absurditäten, Heldentaten und Tragödien. Schon am ersten Wettkampftag fand man eine Patrone im Pressezentrum der Reiter, paar Tage später fielen Schüsse auf einen Journalistenbus. Auf dem Golfplatz wurde eine Schlange eingefangen. Ein portugiesischer Minister wurde bestohlen und vier amerikanische Schwimmer auch. Ach, nee, das war nur erfunden. Aber egal, auch das ist reichlich kurios gewesen. Genauso wie das Wasser der Turmspringer, das sich plötzlich wie Blue Curaçao mit O-Saft von blau nach grün verfärbte. Doch anders als das leckere Tröpfchen roch es doch leicht nach … Flatulenzen. Tja und dann das Publikum. Also kaum Publikum. Also ich meine die Leute, für die diese sündhaft schönen Stadien gebaut wurden, die aber dann nicht kamen. Das störte die Athleten aber nicht wirklich. Usian Bolt hat zum dritten Mal die drei Kurzstrecken-Goldies einkassiert – Medaille sieben bis neun. Und Schwimmer Michael Phelps sammelte Olympiasieg Nr. 19 bis 23 ein. Was für irre Zahlen?! Ich bin ja noch ganz bescheiden mit den legendären neun Goldmedaillen von Mark Spitz und Carl Lewis aufgewachsen. Aber auch hier geht es höher, weiter, besser – und eben mehr. So, wie die Spiele selbst. 1972 standen in München 195 Entscheidungen an – in Rio waren es 306!
Hach ja. Alles Geschichte. Ich trabe nun mal zum Bäcker. Es herrschen gute äußere Bedingungen für diesen 800 Meter-Lauf. Vermutlich werde ich 15 Minuten und 37 Sekunden dafür benötigen. Sollte mir die Presse zu dieser rekordverdächtigen Zeit Fragen stellen, gebe ich die Antwort, die wir Sportler nun mal geben: Ich kann das alles noch gar nicht fassen.
Hab es gut,
Eure Karla
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