Allgemeine Berichte | 19.09.2018

4. Sozialraumkonferenz in Wachtberg

Kommunikation ist der Schlüssel

Ethik, Moral und gesellschaftliche Veränderungen: Austausch über pädagogisches Arbeiten heute

Sozialraumkonferenz: Rund 40 Teilnehmer im Austausch rund um Fragen zu Jugend und Familie in Wachtberg. Gemeinde Wachtberg/mm

Wachtberg-Berkum. Kurz vor der Sommerpause trafen sich bereits zum vierten Mal im Wachtberger Rathaus zum gemeinsamen Kolloquium zahlreiche Vertreter unterschiedlichster Institutionen, die auf verschiedene Art und Weise mit Kindern, Jugendlichen und Familien zu tun haben.

Rund 40 Teilnehmer waren der gemeinsamen Einladung der Gemeinde Wachtberg und des Rhein-Sieg-Kreises gefolgt. Unter anderem waren Vertreter von Jobcenter, KiTas, Schulen, VHS, Ökumenischem Arbeitskreis, Kirchen, Ärzten, Hebammen, Diakonie, Caritas, ASB, LVR Klinik, Sport- und Jugendvereinen, Feuerwehr und Polizei dabei. Zwei Mal im Jahr geht es bei der Sozialraumkonferenz um für Jugend und Familien relevante Themen in Wachtberg, betrachtet aus vielfältigen Sichtweisen.

Herausforderungen pädagogischer Arbeit heute

„Gesellschaftliche Veränderungen in Ethik, Moral und Haltung und ihre Auswirkungen auf unsere Kinder, Jugendlichen und ihre Familien“ – unter diesem Thema stand die aktuelle Zusammenkunft. Beigeordneter Swen Christian, Elisabeth Wilhelmi-Dietrich, Leiterin des RSK-Jugendhilfezentrums, und Sabine Radermacher, Leiterin des Fachbereichs 3 - Bildung, Jugend und Sport, begrüßten die Gäste. Christian zeigte sich sehr angetan von der großen und in ihrer Vielschichtigkeit sehr unterschiedlichen Gästeschar. Mit einem Sachstandsbericht zu aktuellen Wachtberger Themen leitete er die Konferenz ein, unter anderem sprach er Fragen des ÖPNV und des Radverkehrs im von zwei Tälern geprägten Wachtberg an und kündigte an, sich für eine Takt- und Netzverbesserung inklusive einer Tälerquerverbindung des ÖPNV einzusetzen. Er berichtete weiterhin von der aus seiner Sicht essenziellen Arbeit des Partnerschaftsvereins Wachtberg, die bereits in den Grundschulen ansetzt und damit einen Beitrag zur Verständigung und zum Zusammenhalt der Gesellschaft, sowohl innerhalb der Gemeinde, als auch innerhalb Europas leistet. Allerdings – so Christian – ausgerechnet die Arbeit mit den Jüngsten ruht derzeit beim Schulaustausch alleine auf den Schultern der Grundschule Adendorf. „Das sollte sich dringend ändern, denn der europäische Gedanke des friedlichen Miteinanders ist eine Errungenschaft, die es zu verteidigen gilt“, so der Beigeordnete, der selbst Mitglied des Partnerschaftsvereins ist.

Für einen Impulsvortrag zum diesmaligen Thema konnte Dr. Helmut Hollmann, Chefarzt des Kinderneurologischen Zentrums der LVR-Klinik Bonn, gewonnen werden. Er referierte eindrucksvoll über die aktuellen Herausforderungen der pädagogischen Praxis und steuerte damit interessante Aspekte für die folgenden Workshops bei.

Workshops zu Ethik, Moral und gesellschaftlichen Veränderungen

In diesen Gruppenarbeiten standen die Themen Ethik, Moral, Haltung, gesellschaftliche Veränderungen sowie die Zunahme von Problemen bei Kindern und Jugendlichen im Fokus der Diskussionen. Die Ergebnisse daraus wurden anschließend vorgetragen. Sich verschärfende Respektlosigkeit, Mobbing und Rassismus waren nur einige der Schlagwörter, die Teilnehmer aus ihren Arbeitserfahrungen nannten. Dabei spielten die sozialen Medien eine besondere Rolle, würden doch durch sie die Hemmschwellen scheinbar sinken. Christian warnte allerdings davor, sie zum Sündenbock zu machen: „Soziale Medien sind nicht böse, wir wissen nur nicht, wie man damit umgehen muss – folglich bringen wir es den Kindern auch nicht oder nicht richtig bei“, war der Beigeordnete überzeugt. Auch das Problem von zu schnell krank oder hochbegabt erklärten Kindern wurde thematisiert, ebenso mangelnde Bewegung und die Tatsache, dass immer öfter beide Elternteile arbeiten gehen müssten und weniger Zeit mit ihren Kindern verbringen könnten. Diese Entwicklung lässt erkennen, um wieviel dramatischer die Lage noch für Alleinerziehende aussieht.

Kommunikation fördern

Konsens bei allen Teilnehmern war, dass Kommunikation gefördert werden muss, und zwar auf allen Ebenen: zwischen Kindern, Jugendlichen und Eltern, auch bezüglich Hilfsangeboten und mit den beteiligten Institutionen und Einrichtungen mit dem Ziel der besseren Vernetzung und um Synergieeffekte zu ermöglichen.

Pressemitteilung

der Gemeinde Wachtberg

Sozialraumkonferenz: Rund 40 Teilnehmer im Austausch rund um Fragen zu Jugend und Familie in Wachtberg. Foto: Gemeinde Wachtberg/mm

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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