Allgemeine Berichte | 21.10.2022, 12:02 Uhr

Ein deutliches Zeichen der Solidarität mit Schutzsuchenden in Wachtberg

Kostenlose Zirkusworkshops im November für ukrainische Kinder und ihre Eltern

Gemeinsames Projekt ehrenamtlich Engagierter, der Gemeinde Wachtberg und Ehrenamtsbörse Wachtberg e.V.

Kostenlose Zirkus-Workshops für ukrainische Kinder und deren Mütter (Väter) sollen helfen, kriegstraumatische Erlebnisse besser bewältigbar zu machen. Zusätzlich ist mit den Flüchtlingsfamilien im Dezember ein Besuch des Bonner Weihnachtszirkuses geplant. Copyright: Spielezirkus Bonn/Rhein-Sieg, bearbeitet
49

Wachtberg. Täglich erreichen uns die grausamen Bilder und Berichte aus dem ukrainischen Kriegsgebiet. Die mit unverminderter Härte durchgeführten Angriffe auf die Zivilbevölkerung in der ganzen Ukraine hat zu enormen Flüchtlingsströmen geführt, bei denen Kinder und Mütter besonders leiden. Viele finden derzeit in Wachtberg Unterkunft und Schutz und erfahren Hilfe aus allen Teilen der Bevölkerung.

Besonders Kinder leiden sehr unter den posttraumatischen Kriegserlebnissen. Die Ehrenamtsbörse Wachtberg e.V. möchten nun, unterstützt durch engagierte Ehrenamtliche aus Niederbachem und die Gemeinde Wachtberg, mit professionell organisierten Zirkus-Workshops den Kindern und ihren Müttern diese Traumata etwas in den Hintergrund zu drängen versuchen. Bei diesen Workshops können die Kinder viele Zirkustricks erlernen, mit Bällen und Keulen jonglieren, auf einer Slack-Line balancieren oder mit Diabolos üben. Die Eltern können mit dabei sein und ihre „kleinen Zirkusakrobaten“ unterstützen und staunen, was alles in ihnen steckt. Während die Kinder, die auch ihre bereits gefundenen deutschen Freunde und Freundinnen aus Wachtberg mitbringen können, unter zirkuspädagogischer Anleitung üben, können die Eltern sie unterstützen oder sich bei einer Tasse Kaffee die Übungsfortschritte ansehen. Die Workshops finden am 12./13. und am 19./20. November 2022 in der Aula der Hans-Dietrich-Genscher-Schule in Wachtberg-Berkum statt. Unter dem professionellen Engagement des „Spielezirkus-Bonn/Rhein-Sieg“ wird den kleinen Akrobaten und Künstlern geholfen, erfolgreiche Kunststücke zu erlernen. Den Schutzsuchenden aus dem Kriegsgebiet soll mit Hilfe dieses Projektes ein Gefühl von Unbeschwertheit und Geborgenheit vermittelt werden. Nach den Workshops bekommen die Kinder eigene Jonglierbälle, so dass sie ihr Gefühl positiven Erlebens weiter tragen und mit anderen teilen können.

Ein gemeinsamer Besuch im Bonner Weihnachtszirkus in Bonn-Pützchen mit den Flüchtlingsfamilien Mitte Dezember soll ein weiteres Element der Solidarität sein. Die Zirkusleitung hat bereits angeboten, dass einige ukrainische Kinder im offiziellen Zirkusprogramm mit einem kleinen Gastauftritt selbstsicher und stolz ihre erlernten Kunststücke vor Publikum vorführen könnten.

Das gesamte Projekt – wie auch andere Hilfsprojekte für Flüchtlinge - kann ohne das enorme ehrenamtliche Engagement der Bevölkerung, der Ehrenamtskoordination der Gemeinde Wachtberg und anderer staatlicher Institutionen nicht funktionieren. So wird dieses Zirkusprojekt der Ehrenamtsbörse Wachtberg e.V. in besonderem Masse auch durch die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt in Neustrelitz unterstützt. Diese Information soll allen ukrainischen Flüchtlingen in Wachtberg zugänglich gemacht werden. Anmeldungen für die Zirkus-Workshops in Wachtberg und den Bonner Weihnachtszirkus können unter zirkus.wachtberg@gmail.com (0176-430 500 89) vorgenommen werden. Eine ukrainische Übersetzung des Programms befindet sich auf der Homepage der Ehrenamtsbörse Wachtberg e.V. unter „ehrenamt-wachtberg.org“ .

Pressemitteilung

Ehrenamtsbörse Wachtberg e.V.

Kostenlose Zirkus-Workshops für ukrainische Kinder und deren Mütter (Väter) sollen helfen, kriegstraumatische Erlebnisse besser bewältigbar zu machen. Zusätzlich ist mit den Flüchtlingsfamilien im Dezember ein Besuch des Bonner Weihnachtszirkuses geplant. Copyright: Spielezirkus Bonn/Rhein-Sieg, bearbeitet

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
10

Neuwied/Unkel/Erpel. Die KreisVolkshochschule (kvhs) Neuwied lädt Ende November zu drei vielseitigen Workshops in Unkel und Erpel ein. Den Auftakt macht am Dienstag, 24. November (18:00–21:00 Uhr) in der Stefan-Andres-Schule in Unkel der Kochkurs „Suppen als Vorspeise, zum Sattessen und festlich“ (U351-26-2), bei dem wärmende Rezeptvariationen zubereitet und gemeinsam verkostet werden. Ebenfalls in...

Weiterlesen

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 30
58

Regelmäßig präsentieren wir Euch einen neuen Schnappschuss aus dem BLICK aktuell-Land. Die Bilder zeigen bekannte Orte, besondere Details oder überraschende Perspektiven aus der Region – doch nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, was genau zu sehen ist.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Moonlight Concert 27.11.26
Auftrag, Nr. AF2026.000438.0, November 2026
Sessionseröffnung der KG Ringener Wendböggele, 14.11.26
Goldener Werbeherbst
Titel-Anzeige
Bestellung Nr.: 4300003040-W100-606  / Kampagne Rheinschiene, KW 30-51
Weitere Artikel
Links: Straßenschild Rheinstraße, Mitte: Nostalgisches Bild der Rheinstraße/Vater Rhein (vom Stadtmuseum Andernach), Rechts: Frau Grafen heute
460

Andernach. Wenn Christina Grafen von ihrer Zeit in der Andernacher Rheinstraße erzählt, klingt es fast so, als würde man für einen Moment die Musik von damals wieder hören. Tanzflächen voller Menschen, mehrere Theken, an denen die Getränke ausgeschenkt wurden, ausgelassene Stimmung und mittendrin sie – meistens hinter dem Tresen, wo es selten ruhig zuging.

Von Dilara Köksal aus Andernach

Weiterlesen

v.l.n.r.: Daniel Phiesel, Christel Engeland, Stefan Raetz, Marcel Richter, Martin Warkentin
134

Rheinbach. Die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ hat auch für 2027 wieder einen Rheinbach-Kalender herausgebracht. Die Vorstände Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel und Marcel Richter: „Der Bildkalender erfreut sich auch in der 13. Auflage großer Beliebtheit und zeigt wieder interessante Rheinbacher Motive.“ Mit Martin Warkentin hat die Bürgerstiftung erneut einen jungen Fotografen aus Rheinbach gefunden, der mit einem eigenen Blick auf die Rheinbacher Motive schaut.

Von Stefan Raetz aus Rheinbach

Weiterlesen