Allgemeine Berichte | 13.10.2023, 10:29 Uhr

Imposantes Schauspiel am Himmel

Kraniche machen Rast in der Eifel

Imposante Erscheinung am Himmel: Kraniche lassen sich meist gut von anderen Vögeln unterscheiden.  Foto: SGD Nord
387

Region. Lange Beine, langer Hals, eine Spannweite von mehr als zwei Metern: Kraniche sind eine echte Erscheinung am Himmel und durch ihr markantes Geschrei leicht von anderen Vögel zu unterscheiden. Ab Ende Oktober ziehen sie nun wieder in ihre Winterquartiere im Süden und machen dabei unter anderem Rast in der Eifel. Weshalb Kraniche am liebsten in seichtem Wasser übernachten und warum der Zeitpunkt des Wegzugs gar nicht vom Wetter abhängt – die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord verrät spannende Fakten rund um die Reise der imposanten Tiere.

Die warme Jahreszeit verbringen Kraniche, die auch „Vögel des Glücks“ genannt werden, meist in Skandinavien sowie in Mittel- und Osteuropa. Doch bricht der Herbst an, zieht es die Vögel in die milden Regionen Spaniens und Südfrankreichs. Einige Tiere legen auf ihrem Weg auch einen Zwischenstopp in der Eifel ein, unter anderem am Sangweiher sowie im Flachmoor Mürmes, wo sich oft hunderte Tiere gleichzeitig einfinden. Die SGD Nord setzt sich aktiv für den Erhalt dieser wichtigen Naturschutzgebiete ein.

„Wir organisieren und finanzieren eine ganze Reihe geeigneter Naturschutzmaßnahmen vor Ort“, sagt Wolfgang Treis, Präsident der SGD Nord. An erster Stelle steht die Regulation des Wasserstands, denn Kraniche bevorzugen zum Schlafen wenige Zentimeter tiefes Wasser. Das schützt sie vor tierischen Räubern, wie etwa dem Fuchs. Darüber hinaus sorgt die SGD Nord mit ihren Partnern dafür, dass die Rastplätze nicht zuwachsen. Schilder und Absperrungen stellen sicher, dass die Tiere nicht durch Spaziergänger gestört werden.

Doch weshalb wollen die Tiere überhaupt nach Süden? Ist es ihnen zu kalt? Die niedrigen Temperaturen sind für die Kraniche nicht das Hauptproblem, vielmehr geht es um die Nahrung. Wenn im Baltikum -20 Grad Celsius herrschen, die Flüsse von Eis bedeckt sind und die Wiesen gefrieren, finden die Kraniche keine Würmer und Insekten mehr. Den Zeitpunkt für ihren Wegzug machen die Tiere dennoch nicht vom Wetter abhängig. Denn Kraniche wissen genau, wie weit das Jahr vorangeschritten ist, da sie die Veränderung der Tageslichtlänge erfassen. Der Höhepunkt des Wegzugs wird im November erwartet, das Ende Anfang Dezember.

Ob der Klimawandel Einfluss auf den Rhythmus der Kraniche hat, darüber ist man sich – anders als bei anderen Vögeln – nicht einig. Zwar haben sich die Zeiten leicht verschoben, doch die Ursache bleibt unklar. Die größten Rastplätze der Kraniche liegen im Übrigen in den nordöstlichen Bundesländern, also im Berliner Umland, in Brandenburg und in Niedersachsen. Dort sind teils mehr als 50.000 Tiere an einer Stelle zu beobachten.

Pressemitteilung SGD Nord

Imposante Erscheinung am Himmel: Kraniche lassen sich meist gut von anderen Vögeln unterscheiden. Foto: SGD Nord

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Steampunk-Abendmarkt "Zeitreise im Lichterglanz“
Martinsmarkt
Ausbildung zum Metallbauer
Goldener Werbeherbst
Gebrauchtwagenanzegie
Weitere Artikel
In Brogsitters Gasthaus Sanct Peter wurden die besten Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet.
1009

Siegerweine zeigen die außergewöhnliche Klasse an der Ahr

Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zum 16. Mal zeichnete der Weinpreis „Ahrwein des Jahres“ die besten Weine des Anbaugebiets Ahr aus. Insgesamt 97 Weine wurden in diesem Jahr in sechs Kategorien bewertet. Die Preisverleihung fand in Brogsitters Gasthaus St. Peter in Walporzheim statt, wo Winzerinnen, Winzer und Weinfachleute zusammenkamen, um die Siegerweine zu würdigen.

Von Barbara Knieps aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

Links: Straßenschild Rheinstraße, Mitte: Nostalgisches Bild der Rheinstraße/Vater Rhein (vom Stadtmuseum Andernach), Rechts: Frau Grafen heute
1080

Andernach. Wenn Christina Grafen von ihrer Zeit in der Andernacher Rheinstraße erzählt, klingt es fast so, als würde man für einen Moment die Musik von damals wieder hören. Tanzflächen voller Menschen, mehrere Theken, an denen die Getränke ausgeschenkt wurden, ausgelassene Stimmung und mittendrin sie – meistens hinter dem Tresen, wo es selten ruhig zuging.

Von Dilara Köksal aus Andernach

Weiterlesen

v.l.n.r.: Daniel Phiesel, Christel Engeland, Stefan Raetz, Marcel Richter, Martin Warkentin
416

Rheinbach. Die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ hat auch für 2027 wieder einen Rheinbach-Kalender herausgebracht. Die Vorstände Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel und Marcel Richter: „Der Bildkalender erfreut sich auch in der 13. Auflage großer Beliebtheit und zeigt wieder interessante Rheinbacher Motive.“ Mit Martin Warkentin hat die Bürgerstiftung erneut einen jungen Fotografen aus Rheinbach gefunden, der mit einem eigenen Blick auf die Rheinbacher Motive schaut.

Von Stefan Raetz aus Rheinbach

Weiterlesen