Allgemeine Berichte | 23.01.2026

Abläufe, Zuständigkeiten und Kommunikationswege optimieren - Stabsübung im Brand- und Katastrophenschutzzentrum

Kreis-Verwaltungsstab stärkt Krisenkompetenz

Im Rahmen seiner Winter-Übung im Brand- und Katastrophenschutzzentrum hat der Verwaltungsstab des Landkreises Neuwied erneut seine Einsatz- und Handlungsfähigkeit unter Beweis gestellt.  Foto: Thomas Herschbach und Martin Boden

Kreis Neuwied. Im Rahmen seiner Winter-Übung hat der Verwaltungsstab des Landkreises Neuwied erneut seine Einsatz- und Handlungsfähigkeit unter Beweis gestellt: „Ziel der regelmäßig durchgeführten Trainings ist es, Abläufe, Zuständigkeiten und Kommunikationswege für den Ernstfall kontinuierlich zu optimieren, denn ein gut eingespieltes Krisenmanagement ist für die Sicherheit unserer Bevölkerung unverzichtbar“, betonte Landrat Achim Hallerbach. Als Landrat wäre der Kreis-Chef auch dazu befugt, den Katastrophenfall auszurufen.

Im Brand- und Katastrophenschutzzentrum wurde diesmal unter Federführung der Stabsleitung in Person des Leitenden Staatlichen Beamten Martin Jung ein Szenario geprobt, bei dem eine Gewässerverunreinigung des Rheins zu einer Beeinträchtigung der Trinkwasserversorgung geführt hat. Die Mitglieder des Verwaltungsstabs, der alternativ auch als Krisenstab bezeichnet wird, waren am Vorabend per Alarmierungs-App aPager Pro über den Krisenfall informiert worden und in den „Einsatz“ gegangen.

Nach einem Lagevortrag, mit dem Katastrophenschützer Dominik Thier zunächst die Situation umrissen hatte, erfolgte in mehreren Arbeitsphasen und stets mit Blick auf Aktualisierungen der Krisenlage die koordinierte Abarbeitung der jeweiligen Fachaufgaben durch die Expertenrunde des Landkreises. Vertreten waren unter anderem das Gesundheitsamt, die Polizei, das Kreiswasserwerk, die Stadtwerke, die Sozial- und Jugendabteilung, der Umweltschutz, die Abfallwirtschaft, die Finanzverwaltung sowie das Pressebüro. Alle Beteiligten arbeiteten engagiert und konstruktiv zusammen, um die Krisensituation fachübergreifend zu bewältigen.

„Aus der Übung konnten wir wichtige Erkenntnisse gewinnen: Immer den Faktor `Zeit´ vor Augen sind die Zuweisung klarer Zuständigkeiten und eindeutiger Arbeitsaufträge ebenso entscheidend wie strategisches Denken über den eigenen Fachbereich hinaus“, brachte Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Holger Kurz auf den Punkt, was Landrat Achim Hallerbach hinsichtlich des Lerneffektes anschließend weiter umriss:

„Effektive Krisenbewältigung gelingt nur gemeinsam. Wenn alle Beteiligten in der Lage sind, ihre Expertise ohne Verzug einzubringen, können Herausforderungen gut und zielgerichtet gelöst werden. Optimierungspotenzial bleibt ein kontinuierlicher Prozess. Auftauchende Schwachstellen haben wir fixiert; die Erkenntnisse fließen in zukünftige Planungen ein.“

Ebenso wie das Thema „Zivilschutz“, das an eigenverantwortliches Handeln appelliert, sollen beim Landkreis Neuwied regelmäßige Übungen des Verwaltungsstabs künftig noch stärker in den Fokus rücken. „Krisen lassen sich nicht planen – aber unsere Reaktionsfähigkeit schon. Jede Übung zeigt uns, wo wir stark sind und wo wir noch besser werden können. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die mit großem Engagement daran mitwirken, dass unser Landkreis jederzeit handlungsfähig bleibt“, betont Landrat Achim Hallerbach die Bedeutung der regelmäßigen Stabsarbeit.

So sehen sich die verantwortlichen Stellen des Landkreises gut gerüstet für künftige Krisensituationen. Landrat Achim Hallerbach: „Wir sind davon überzeugt, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist“.

Im Rahmen seiner Winter-Übung im Brand- und Katastrophenschutzzentrum hat der Verwaltungsstab des Landkreises Neuwied erneut seine Einsatz- und Handlungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Foto: Thomas Herschbach und Martin Boden

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag
Monatliche Anzeige
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag Imageanzeige
Kirmes in Sinzig
Sinziger Kirmes
Heimersheimer Weinzeit, 14. – 15.08.26
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, August 2026
Empfohlene Artikel
Auch eine Safari-Gruppe war ans Apollinarisstadion gekommen.  Fotos: DU
52

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Dass der Fastelovend in der Kreisstadt samt seiner fünf Karnevalsgesellschaften nicht nur Menschen verbindet und gemeinsam feiern lässt, sondern auch für die gute Sache einiges bewegen kann, wurde schon oft eindrucksvoll unter Beweis gestellt – nicht zuletzt durch die berühmte „Hutsitzung“, deren Erlöse unverschuldet in Not geratenen Menschen in Bad Neuenahr-Ahrweiler zugutekommen.

Weiterlesen

Dass sich Gäste hier so wohlfühlen, liegt nicht zuletzt an der Familie selbst: Jeder packt mit an!  Foto: ROB
47

Oberwinter. Uhrmachers Restaurant ist in Oberwinter seit Jahren eine feste Größe in der gastronomischen Landschaft. Doch längst hat sich auch der Biergarten zu einem echten Publikumsmagneten entwickelt und das mit großem Erfolg. Bei der BLICK aktuell-Umfrage zum „Lieblingsbiergarten 2026“ sicherte sich Uhrmachers Biergarten den ersten Platz. Eine Auszeichnung, die zeigt: Dieser Ort hat jede Menge treue Fans.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Kanuwanderfahrer des Neuwieder Wassersportvereins bei ihrem Start in Winningen.
115

Neuwied. Die Kanuten des Neuwieder Wassersportvereins (NWV) unternehmen das ganze Jahr über schöne Kanu-Wanderfahrten auf den heimischen Gewässern. Die kürzlich erfolgte Tagestour führte die Freizeitkanuten von Winningen an der Mosel bis nach Neuwied zum heimischen Bootshaus an der Rheinbrücke. Bei diesem Niedrigwasser auf dem Rhein war das schon ein einmaliges Erlebnis, so die NWV-ler unisono, die...

Von Reiner Bermel aus Neuwied

Weiterlesen

Einbruch und Sachbeschädigung in Grundschule in Troisdorf-Spich.
975

Unbekannte hinterlassen eine Spur der Verwüstung

09.08.: Troisdorf: Einbruch und massiver Vandalismus in der Grundschule

Troidsdorf. Am vergangenen Wochenende wurde eine Grundschule an der Kriegsdorfer Straße in Troisdorf-Spich von unbekannten Tätern verwüstet, wobei ein erheblicher Sachschaden entstand. Die ersten Schätzungen belaufen sich auf einen hohen sechsstelligen Betrag. Am Montagvormittag des 10. August entdeckte der Hausmeister der Schule gegen 11:20 Uhr die Beschädigungen am Gebäude und informierte umgehend die Polizei über den Vorfall.

Weiterlesen