Kreischorverband spendet an Grundschulen
Kreis Ahrweiler. Der Kreis-Chorverband Ahrweiler (KCV-AW) konnte am Samstag, den 08. Juli, somit eine Woche vor dem zweiten Jahrestag der Ahrflut, nach mehr als dreijähriger Zwangspause durch die Corona-Pandemie und der Flutkatastrophe wieder zu einem Kreis-Chorkonzert, das vor dieser Zwangspause im jährlichen Rhythmus stattfand, einladen. Nachdem Günter Nerger, 1. Vorsitzender des KCV-AW, die Gäste aus dem ganzen Bundesgebiet begrüßt hatte, scharrten die ersten Hauptakteure schon mit ihren Füßen, die jungen Sängerinnen und Sängern aus den beiden von der Flut betroffenen Grundschulen aus Ahrweiler und Bad Neuenahr brannten förmlich darauf, sich hier vor diesem großen Publikum zu präsentieren und zu zeigen, was sie im Musikunterricht gelernt hatten. Zum Abschluss ihres freudig vorgetragenen Beitrags lud ihre Chorleiterin Maike Seidl das gesamte Publikum dazu ein, gemeinsam mit den knapp 60 Kindern den Kanon „Lachend kommt der Sommer“ zu singen und ja, es hat ganz vorzüglich geklappt. Der Lohn dafür war lange anhaltender Applaus der sehr gut besetzten „Landskroner Festhalle“.
Nun gab es noch mal Lohn für diesen begeisternden Auftritt, denn der Kreis-Chorverband konnte sich bei den jungen Sängern revanchieren. Am Ausgang der Festhalle standen am 08. Juli zwei Spendenboxen, so kamen noch einmal knapp 900 Euro zusammen, die vom Vorstand aufgerundet wurden und hälftig an die beiden Grundschulen gehen sollten. Dazu trafen sich die beiden Schulleiter Ursula Bell und Klaus Mührel am letzten Dienstag vor den Sommerferien in der Aloisius-Grundschule mit Günter Nerger, der die beiden Spendenschecks in Anwesenheit der Chorkinder der Aloisius-Schule an sie übergeben konnte. Diese Spenden sollen für deren Schulprojekte im Rahmen des Förderprogramms MUS-E® - Die Künste in der Schule“ genutzt werden.
Selbstwertgefühl und Toleranz fördern
Das international verbreitete Programm MUS-E® , das in diesem Jahr 30 Jahre alt wird, wurde durch den großen Musiker und Humanisten Lord Yehudi Menuhin initiiert und soll Kinder durch die Künste sensibilisieren, ihre Kreativität, das Selbstwertgefühl und dadurch die Toleranz fördern. Schulleitungen und Lehrkräfte betrachten das Programm als ideales Angebot, vorwiegend für die Grundschule oder Unterstufe, um den wachsenden Herausforderungen, vor denen viele Kinder stehen, Empowerment und soziale Teilhabe entgegenzusetzen. MUS-E® ist in diesen schwierigen Zeiten wichtiger denn je, damit die Kinder von heute in ein paar Jahren als junge Erwachsene ihr Leben eigenverantwortlich in die Hand nehmen können. In Deutschland begleiten sie inzwischen über 130 Klassen, auch in den beiden Grundschulen der Kreisstadt.
