Allgemeine Berichte | 11.05.2018, 16:38 Uhr

Tagung der Frauenvertreterinnen aus den VdK-Ortsverbänden

Kreisfrauenkonferenz zum Thema Hospiz- und Palliativarbeit

Gespannt lauschten die 30 Damen den Vorträgen.privat
48

Neuwied. Im zweijährigen Turnus treffen sich die Frauenvertreterinnen und weitere weibliche Vorstandsmitglieder der Ortsverbände auf Einladung des VdK-Kreisverbandes Neuwied zur Kreisfrauenkonferenz.

Die Frauenvertreterin des Kreisverbandes, Rosemarie Waldorf, konnte dazu im Marienhaus-Klinikum St. Elisabeth fast 30 Teilnehmerinnen willkommen heißen. Ihr besonderer Willkommensgruß galt der stellvertretenden Landesvorsitzenden und Landesfrauenvertreterin Christa Schulz, dem Kreisvorsitzenden Hans Werner Kaiser, Kreisgeschäftsführerin Doreen Borges und der neuen Mitarbeiterin der Geschäftsstelle, Verena Claudy.

Landesfrauenvertreterin Christa Schulz ging in ihrem Grußwort auf die Bedeutung und die Aufgabenstellung der Frauenvertreterin im VdK ein. Zählten in früheren Jahren noch ‚Stricken und Häkeln‘ zu den Aufgaben, so sind es heute soziale Aktivitäten oder das Herausarbeiten von frauenspezifischen Bezügen bei den vom Ortsverband angebotenen Veranstaltungen, die zu deren Aufgabengebiet zählen. In seinem Grußwort wies Kreisvorsitzender Kaiser auf die Bedeutung der Frauenarbeit im Sozialverband VdK hin und kommentierte die hervorragende Jahresbilanz der Kreisgeschäftsstelle im Jahr 2017. Immerhin konnten für die Mitglieder finanzielle Hilfen in Höhe von 860.000 Euro erreicht werden.

Zum Thema „Hospizarbeit“ referierte Frau Dr. med. Ingrid Stollhoff, Ärztin für Allgemeinmedizin und Vorstandsmitglied des Neuwieder Hospizvereins. Zu Beginn ihrer Ausführungen ging sie auf die Geschichte der Hospizarbeit ein, die schon bei den Römern bekannt war. Begründerin der modernen Hospizarbeit war die englische Krankenschwester und Ärztin Ciceley Saunders. Anhand von Beispielen aus ihrer langjährigen Erfahrung als Palliativmedizinerin schilderte sie die Arbeit im ambulanten Hospizbereich.

Neben den Ärzten haben ausgebildete Hospizmitarbeiter und –mitarbeiterinnen die Aufgabe, mit den betroffenen Patienten Gespräche zu führen. Im Mittelpunkt der ehrenamtlichen Hospizarbeit steht stets der Patient. 90 % der Patienten können palliativ ambulant versorgt werden; 10 % von ihnen benötigen eine spezielle Versorgung (Spezielle ambulante Palliativ-Versorgung – SAPV). Ganz wichtig dabei sind die Angehörigen; denn ohne Angehörige ist eine ambulante Palliativversorgung nicht machbar. Zum Schluss ihres Referates ging sie noch auf das Thema ‚Trauerarbeit‘ ein, der auch vom Hospizverein angeboten wird. Ferner warb sie um Unterstützung für die Hospizarbeit, sei es durch Spenden oder ehrenamtliche Mitarbeit.

Verschiedene Referentinnen hielten spannende Vorträge

Schwester Monika Mordziol, Leiterin der Station Palliativ im St. Elisabeth-Krankenhaus, informierte anschließend über die Aufgaben der Palliativmedizin. Sie hob hervor, dass stets der Mensch im Mittelpunkt des Handelns stehe. In ihren Ausführungen gab sie einen Einblick in die aufopferungsvolle und intensive Pflege einer Palliativstation.

Im Gegensatz zu manchem Vorurteil ist die Palliativstation keine ‚Sterbestation‘. Die Abteilung Palliativ im St. Elisabeth-Krankenhaus gehört mit ihren acht Betten (vier Einzel- und zwei Doppelzimmer) zur Klinik für Innere Medizin. Die Ausstattung der Räume hat familiären Charakter mit Gardinen, Bildern etc.

Die Palliativstation im Marienhaus-Klinikum feierte 2017 ihr 25-jähriges Bestehen und war seinerzeit die erste Palliativstation in Rheinland-Pfalz. Inzwischen gibt es deutschlandweit über 300 Palliativstationen mit meist sechs bis max. 12 Betten. Schwester Monika machte deutlich, dass die Familienarbeit auf der Palliativstation einen äußerst wichtigen Aspekt darstellt. Ebenso gibt es viele ehrenamtliche Helfer, die die hauptamtlichen Kräfte bei ihrer Arbeit unterstützen. Alle Pflegekräfte auf der Station sind speziell geschult in Palliativmedizin, wozu eine besondere Zusatzausbildung notwendig ist.

Zum Abschluss der Tagung dankte Kreisfrauenvertreterin Rosemarie Waldorf allen Teilnehmerinnen für die rege Mitarbeit und das große Interesse an diesem sehr sensiblen Thema. Ihr besonderer Dank galt den beiden Referentinnen, denen sie als „Dankeschön!“ den VdK-Jubiläumswein überreichte. Ihr Dank galt ferner dem Kreisvorsitzenden Hans Werner Kaiser sowie den Mitarbeiterinnen der Kreisgeschäftsstelle für die organisatorische Mitgestaltung, Krankenhausoberin Therese Schneider sowie dem Servicepersonal des St. Elisabeth-Krankenhauses für die gute Bewirtung.

Gespannt lauschten die 30 Damen den Vorträgen.Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Dienstleistungen
Dauerauftrag
Martinsmarkt Adendorf
Steampunk-Abendmarkt "Zeitreise im Lichterglanz
Stellenausschreibung Kennziffer 108/2026
Herbst PR Special KW 45
Kfm. Verwaltungsleitung
Weitere Artikel
In Brogsitters Gasthaus Sanct Peter wurden die besten Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet.
1671

Siegerweine zeigen die außergewöhnliche Klasse an der Ahr

Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zum 16. Mal zeichnete der Weinpreis „Ahrwein des Jahres“ die besten Weine des Anbaugebiets Ahr aus. Insgesamt 97 Weine wurden in diesem Jahr in sechs Kategorien bewertet. Die Preisverleihung fand in Brogsitters Gasthaus St. Peter in Walporzheim statt, wo Winzerinnen, Winzer und Weinfachleute zusammenkamen, um die Siegerweine zu würdigen.

Von Barbara Knieps aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

Links: Straßenschild Rheinstraße, Mitte: Nostalgisches Bild der Rheinstraße/Vater Rhein (vom Stadtmuseum Andernach), Rechts: Frau Grafen heute
1199

Andernach. Wenn Christina Grafen von ihrer Zeit in der Andernacher Rheinstraße erzählt, klingt es fast so, als würde man für einen Moment die Musik von damals wieder hören. Tanzflächen voller Menschen, mehrere Theken, an denen die Getränke ausgeschenkt wurden, ausgelassene Stimmung und mittendrin sie – meistens hinter dem Tresen, wo es selten ruhig zuging.

Von Dilara Köksal aus Andernach

Weiterlesen

v.l.n.r.: Daniel Phiesel, Christel Engeland, Stefan Raetz, Marcel Richter, Martin Warkentin
477

Rheinbach. Die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ hat auch für 2027 wieder einen Rheinbach-Kalender herausgebracht. Die Vorstände Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel und Marcel Richter: „Der Bildkalender erfreut sich auch in der 13. Auflage großer Beliebtheit und zeigt wieder interessante Rheinbacher Motive.“ Mit Martin Warkentin hat die Bürgerstiftung erneut einen jungen Fotografen aus Rheinbach gefunden, der mit einem eigenen Blick auf die Rheinbacher Motive schaut.

Von Stefan Raetz aus Rheinbach

Weiterlesen