Mit Shakespeare und Shopping: Klassenfahrt führt nach London
Krönender Abschluss
Berkum. Die Klasse 10B der Hans-Dietrich-Genscher-Schule hat ihre Abschlussfahrt nach London intensiv vorbereitet. Über einen Zeitraum von fast zwei Jahren wurden Waffeln und Brötchen verkauft, um die Reise zu finanzieren. Darüber hinaus fanden zwei Projekttage mit den Lehrerinnen Bea Roth und Lyane Berndt statt. Themen waren dabei das britische Königshaus, die Londoner U-Bahn, die britische Teekultur und das Werk von William Shakespeare.
Am frühen Morgen des Abreisetags startete die Fahrt um 5 Uhr mit dem Reisebus in Richtung Dünkirchen. Von dort aus setzte die Gruppe mit der Fähre nach Dover über. In London angekommen, wurden die Schülerinnen und Schüler am Abend von ihren Gastfamilien aufgenommen.
Am ersten Tag in der britischen Hauptstadt stand der Besuch des Tower of London auf dem Programm. Besonders beeindruckend waren die Kronjuwelen mit ihren aufwendig geschliffenen Edelsteinen und Verzierungen sowie weitere Prunkstücke, die noch heute bei besonderen Anlässen Verwendung finden. Eine Rallye durch die historischen Bereiche des Towers informierte über seine Nutzung als Gefängnis, Hinrichtungsstätte, Palast und Zoo. In früheren Zeiten wurden dort sogar Affen und ein Eisbär gehalten – Letzterer durfte zeitweise an einer Leine in der Themse schwimmen.
Im Anschluss führte ein Spaziergang durch das Regierungsviertel zum nächsten Programmpunkt: dem Naturkundemuseum in Kensington. Dieses beeindruckte mit einer Vielfalt an Exponaten – von winzigen Insekten über das Modell eines Blauwals bis hin zu Dinosaurierknochen und fauchenden Nachbildungen prähistorischer Reptilien.
Der darauffolgende Tag begann mit der Besichtigung der Tower Bridge, dem Wahrzeichen Londons. Nach dem Aufstieg über zahlreiche Treppenstufen bot ein gläserner Verbindungsgang einen beeindruckenden Blick über die Stadt. Danach folgte ein Besuch des Covent Garden Markets, wo Straßenkünstler und Jongleure für Unterhaltung sorgten.
Ein weiterer Höhepunkt war der Ausflug nach Windsor. Dort konnte die Reisegruppe den Wachwechsel mit Parade und Musik miterleben. Anschließend ging es über die Themse nach Eton, wo das traditionsreiche College besichtigt wurde. Die deutschen Jugendlichen zeigten sich überrascht über die Schuluniformen der britischen Schüler, die aus einem schwarzen Frack bestanden.
Zum Abschluss der Reise stand eine Shoppingtour auf der Oxford Street auf dem Programm. Die Tage vergingen wie im Flug, und viele aus der Klasse hätten gerne noch mehr Zeit in London verbracht. Auch der Aufenthalt in den Gastfamilien wurde als bereichernde Erfahrung empfunden – insbesondere, weil die Verständigung auf Englisch gut funktionierte.BA
