18. Maifelder Narrentreffen in der Keberbachhalle in Lonnig
Krombiere-Jeck-Orden für Ursula Kruber
Lonnig. Die 68-jährige Ursula Kruber aus Rüber ist beim 18. Maifelder Narrentreffen in der Keberbachhalle in Lonnig mit dem Krombiere-Jeck-Orden ausgezeichnet worden. Maximilian Mumm, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Maifeld, hob bei der Ehrung ihre großen Verdienste um den Maifelder Karneval hervor. 1973, also vor 52 Jahren, trat sie bei den Fidelen Möhnen 1964 Rüber ein und ist bis heute aktives Mitglied geblieben. Die Bevölkerung kennt Ursula Kruber als langjährige Obermöhn vom schallenden Jagdhorn (1996 bis 2004) und Sitzungspräsidentin bei Galasitzungen und Möhnenkaffees (1987 bis 1995), als Sängerin bei den „Dorfschwalben“, als Büttenrednerin und Tanztrainerin der Kinder und Jugendlichen. Sie hat die Tradition des Karnevals auf dem Maifeld maßgeblich geprägt.
„Ich bin zwar nicht auf den Mund gefallen, aber das hier hätte ich niemals für möglich gehalten. Ich bin überwältigt, es ist alles unglaublich“, meinte die Jubilarin in ihrer Dankesrede. Nachdem sie auf die Bühne gebeten wurde, flossen bei ihr Tränen der Freude. Alois Oster aus Ochtendung hatte zuvor eine überragende Laudatio gehalten, zunächst sogar in Reimform. Gegen Ende hielt er zwei spezielle Hinweise bereit: Nach ihrem Vornamen sei in Köln ein ganzes Viertel und sogar eine Basilika benannt. Zudem habe der Laudator von 1971 bis 1973 in Koblenz mit ihr die Schulbank gedrückt. Das Netz zog sich immer enger zu, bis Oster das Rätsel auflöste mit dem Satz: „Iwe Riewe jaht nix driewe.“ Im Saal brachen alle Dämme.
Die Ordensverleihung war der mit Spannung erwartete Höhepunkt des 18. Maifelder Narrentreffens. Als Ausrichter fungierte der Möhnen- und Karnevalsverein Lonnig mit Unterstützung der Ortsgemeinde Lonnig. Für die musikalische Unterhaltung sorgte der Musikverein Lonnig. Karl-Heinz Löhr, selbst Träger des Krombiere-Jeck-Ordens, führte als Moderator souverän durch das Programm. Allerdings wurde sein Nervenkostüm durch defekte Mikrofone und einen Stromausfall auf eine harte Probe gestellt.
Ab 11.11 Uhr hatten Yannik Reif als Tanzmajor der KG Rot-Weiß Münstermaifeld, die Funkengarde KG Rot-Weiß Münstermaifeld, die Blauen Funken der Fidelen Möhnen Rüber, die Tanzgarde der DJK Ochtendung, die Große und die Mittlere Garde des MKV Lonnig, das Tanzprojekt Viedel vom Viedeler Carnevalsverein Polch, die „Kessen Bienchen“ Welling sowie die Showtanzgruppen „Dreamgirls Welling“, „Meensterer Angels“, TV Trimbs 1911, MKV Lonnig, die TG Gappenach der Kooperation Gappenacher Karneval und des Vereins Akademie Polch die Gäste in der proppevollen Keberbachhalle bei Laune gehalten.
Maximilian Mumm, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Maifeid, zeichnete die 68-Jährige mit dem Krombiere-Jeck-Orden aus.
Moderator Karl-Heinz Löhr gehörte zu den ersten Gratulanten.
Da musste erst mal ein Schnaps her.
