Allgemeine Berichte | 14.07.2020

Bürgerforum lud zum Auftakttreffen ein

Kulturszene will sich vernetzen

Ein erstes gemeinsames Sommerprojekt gibt es schon: „Kultur um Viertel vor Vier“ ab 16. Juli donnerstags auf dem Kirchplatz

Auf Einladung der AG Kultur traf man sich im CoWorking-Space. Foto: Melanie Brücken

Sinzig. Kultur - das ist nicht einfach nur Kunst, Theater und Musik im luftleeren Raum. Kultur lebt auch und vor allem von der Begegnung und der Kommunikation über das Erlebte und Gesehene. Für Kulturanbieter und Kunstschaffende bedeutet deshalb die Corona-Krise, und der damit verbundene Ausfall nahezu aller Veranstaltungen, eine besonders schwierige Zeit.

Doch die Kulturszene hält dagegen - und ganz allmählich füllt sich auch in der Region der Kulturkalender wieder zaghaft mit ersten Terminen. Auch in Sinzig will die Szene ein Zeichen setzen: Vom 16. Juli an soll es an jedem Donnerstag bis Ende August um 15.45 Uhr auf dem Kirchplatz ein corona-taugliches Kulturangebot geben. Kostenlos und zum Mitmachen. Von Tanz-Termin bis zum Zirkus-Zauber, von der Kunstaktion bis zum Hiphop-Workshop.

Die Anregung für das siebenwöchige Projekt mit dem Titel „Kultur um Viertel vor Vier“ kam übrigens von einer älteren Sinziger Bürgerin. Die Aktion soll außerdem der Startschuss sein für ein neues Netzwerk, das die Sinziger Kulturszene enger zusammenrücken lässt.

Auf Einladung der AG Kultur im Bürgerforum Sinzig hatten sich dieser Tage rund ein Dutzend Vertreterinnen und Vertreter der Sinziger Kulturszene im CoWorking-Space in der Bachovenstraße getroffen und die Idee eines solchen Netzwerks diskutiert. Dabei waren unter anderem eine Delegation vom Haus der offenen Tür (HoT), die Bad Bodendorfer Künstlerin Stefanie Manhillen, Barbara Henschke von der Sinziger „Kunterbude“ und Lucas Müller von der Initiative Rhein-Ahr Music Movement (RAMM), die sich der Förderung junger Musikszene in der Region widmet und bereits Projektpartner für die Sinziger Musiknacht war. Heraus kamen nicht nur viele Vorschläge für neue Projekte, sondern vor allem auch die Erkenntnis, dass an diesem Tisch viel Expertise und Erfahrung rund um Kunst, Musik, Veranstaltungsplanung und Marketing zusammensaßen. Dieses Wissen soll in das Netzwerk einfließen - mit dem Ziel gegenseitiger Unterstützung bis hin zur Entwicklung gemeinsamer Projekte. Erste Ideen wurden dafür bereits gesammelt - von Graffiti-Aktionen über Tanz-Cafés für Senioren bis zum Open-Air-Festival für junge Bands aus Sinzig und Umgebung. Die Gruppe einigte sich außerdem darauf, sich in regelmäßigen Abständen zum persönlichen Austausch zu treffen, um das Netzwerk mit Leben zu erfüllen. Dabei war allen Beteiligten besonders wichtig, dass auch die junge Kultur- und Musikszene in der Runde vertreten ist.

„Ich glaube, das ist der Beginn einer erfolgreichen Beziehung“, sagte Uli Martin, Leiter der AG Kultur im Bürgerforum, sichtlich zufrieden mit den Ergebnissen dieses ersten Netzwerktreffens. Dass mit „Kultur um Viertel vor Vier“ gleich schon ein gemeinsames Projekt geboren wurde, lässt hoffen, dass er Recht behält.

Start ist am 16. Juli

Die Reihe startet am Donnerstag, 16. Juli, um 15.45 Uhr mit einem „Mitmach-Hip Hop-Workshop“ mit dem Tänzer und amtierenden westdeutschen Meister Gabriel Hermes. Am 23. Juli wird die Künstlerin Karin Meiner eine „Mitmach-Performance“ anbieten.

Am 30. Juli ist dann der Tanzsportclub Rhein Ahr Sinzig mit einem Tanz-Workshop zu Discofox und lateinamerikanischen Tänzen bei „Kultur um Viertel vor Vier“ zu Gast auf dem Kirchplatz. Die weiteren Termine werden rechtzeitig in den Medien und sozialen Netzwerken bekannt gegeben.

Auf Einladung der AG Kultur traf man sich im CoWorking-Space. Foto: Melanie Brücken

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