Allgemeine Berichte | 15.05.2019, 11:16 Uhr

- Anzeige - HofArt zeigt zum 18. Mal Qualität im Kunstgewerbe

Kunst und Genuss in Villip

Eindrucksvolle Ideen gekonnt umgesetzt

Clothilde Lafont-König (Mitte), Bärbel und Josef Kemp präsentieren die Hof-Art.Fotos: CEW
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Wachtberg-Villip. „Das Kind ist volljährig geworden“, sagte Dr. Clotilde Lafont-König, Vorsitzende der 1926 gegründeten Gemeinschaft Deutscher und Oesterreichischer Künstlerinnenvereine aller Kunstgattungen, kurz Gedok. Die Vorsitzende stellte in der Hofanlage Kemp in ihrer Eröffnungsrede zehn Künstler verschiedener Genres vor, die in diesem Jahr bei der HofArt ihre Werke ausstellten. Bereits seit Jahren sind die drei Ausstellungstage in dem Hof aus dem 19. Jahrhundert mit dieser Kunstausstellung mit besonderem Charme für regionales und überregionales Publikum ein fester Bestandteil des Terminkalenders.

Der Gastgeber selbst hat sich als ausgebildeter Schreiner bereits vor vielen Jahren der Drechselkunst verschrieben und schafft in seiner Werkstatt ästhetisch ansprechende Objekte, die Erfahrung, Intuition und kunsthandwerkliches Können vereinen. Hochwertige Stoffkreationen zeigte in diesem Jahr Bernadette Weckerle aus Schwendi mit stilistisch passenden Kissen und Einzelwerken. Die Makrofotografie bildet für Barbara Kickelbick die Inspiration für das Design der Schmuckstücke der Goldschmiedin aus Bonn. Aus dem öffentlichen Raum kannten einige Gäste bereits einzelne Werke der Bildhauerin Beate Meffert-Schmengler. Bei der HofArt zeigte sie den Menschen im Mittelpunkt in verschiedenen Werkstoffen.

Fotografien präsentierte an diesem Wochehnende Peter Moritz aus Unkel mit extremen Ausschnitten realer Motive. Objekte und Werke des freischaffenden Keramikers Frank Schillo. Neue Werke sowie Werke aus seinem Atelier und Ladenlokal in Köln und aus dem Museums-Shop des Arp-Museums lenkten den Blick der Besucher auf den etwas anderen Umgang mit den formfreudigen Grundstoffen seiner Kunst. Ganze Kunstmaschinen von Willi Reiche, geschickt aus Schrott zusammengestellt und von Elektromotoren oder Muskelkraft bewegt, ließen den Betrachtern reichlich Spielraum für individuelle Interpretation seiner Werke.

Auf die Werke von John Gerard, der bereits mehrfach hier ausgestellt hatte, waren viele besonders gespannt. In ursprünglicher Handarbeit verwandelt er Baumwolle, Flachs, Hanf und Abaka in stilvolle Objekte einzigartiger Qualität. In Europa, Asien und den USA ist die Werkstatt Gerards als eine der wenigen Schaffensstätten Deutschlands bekannt, in der Papier noch von Hand geschöpft wird. Die Textildesignerin Pascale Hussong-Renz aus Heidelberg stellte immer zum Reliefeffekt strebende Kunstwerke der Malerei und Collagen aus, deren Farbgestaltung und Tiefenwirkung wie aus einer fiktiven Welt entnommen anmuten. Nach dem Ursprünglichen in Form und Gestaltung sucht die Bildhauerin Annegret Goebels. Ihre Inspiration liegt in den Formsprachen der archaischen ebenso wie in der modernen Kunst. In dieser HofArt ist es der Familie Kemp erneut gelungen, eine anregende Mischung von Kunstwerken und der dazugehörigen schaffenden Hände und Köpfe zusammenzustellen, die den Abend zu einem Genuss für die Seele werden lassen. Bei einem guten Glas Wein und stimmungsvoll passend gespieltem Latin Jazz und Blues von der „Ruckes Vintage Band“ genossen die die Gäste die Atmosphäre, um vor der Kunst zu verweilen und ihre Wirkung zu genießen.

Unikate bekannter Künstler wurden hier ausgestellt.

Unikate bekannter Künstler wurden hier ausgestellt. Foto: Petra Reuter

Die „Ruckes Vintage Band“ spielte Jazz und Blues.

Die „Ruckes Vintage Band“ spielte Jazz und Blues. Foto: Petra Reuter

Kinetische Kunstmaschinen aus Schrott zogen Blicke auf sich.

Kinetische Kunstmaschinen aus Schrott zogen Blicke auf sich. Foto: Petra Reuter

Clothilde Lafont-König (Mitte), Bärbel und Josef Kemp präsentieren die Hof-Art.Fotos: CEW Foto: Petra Reuter

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