Auf dem RheinAhrCampus fand am Wochenende das Kulturfestival „Festiwäldchen“ statt
Kunst und Kultur für alle Sinne
Remagen. Eine enorm bunte Vielfalt an Kunst, Kultur, Mitmachaktionen, Musik und kulinarischen Genüssen bot am Wochenende das erste „Festiwäldchen“ auf der Grünanlage des RheinAhrCampus in Remagen. Veranstalter war die Helferstab GmbH mit Jenny Garstka, Katharina Mix und Missy Motown alias Nicole Schober.
„Das Festiwäldchen wird veranstaltet vom Regionalmanagement für Kunst und Kultur. Angegliedert an den Helferstab haben wir im Rahmen des Förderprogramms ‚Zukunft durch Kultur‘ des Landes Rheinland-Pfalz für das Jahr 2024 eine Kulturförderung erhalten. Unsere Stelle konzentriert sich auf die Vernetzung und Sichtbarkeit kultureller Akteure aus dem Kreis Ahrweiler sowie auf die Umsetzung von Kulturprojekten, die die regionale Kulturlandschaft stärken und bereichern sollen“, heben die drei jungen Frauen des Helferstab hervor.
Sehen, hören und genießen
Und was beim „Festiwäldchen Open Ahr“ geboten wurde, das konnte sich durchaus sehen, hören und genießen lassen – da war wirklich für jeden etwas dabei. Allein 16 Musikgruppen, Singer/Songwriter und Bands begeisterten zum Teil tagsüber und zu weiten Teilen an den Abenden. Diese waren dann auch deutlich besser besucht: Waren am Freitagabend rund 230 Gäste gekommen, so waren es am Samstagabend gut 400 Musikinteressierte, die sich die bunte Vielfalt der Musik auf der großen Bühne im Garten nicht entgehen ließen. Ob Blues oder Soul, ob Hip-Hop oder Jazz, ob einfühlsame Songs von Liedermacher*innen oder Punk – da kam jeder Musikgeschmack auf seine Kosten.
Zudem gab es Theater, Comedy, Tanz, Lichtinstallationen und Performances – eine solche Vielfalt der Unterhaltung erlebt man auf Veranstaltungen eher selten.
Umrahmt wurde dies alles von einer breiten Palette an Kunst von Künstlerinnen und Künstlern aus der Region. Das ist auch so gewollt: das Zusammenbringen von Kunst aller Richtungen – in der Region, für die Region. Ergänzt wurde diese breite Palette künstlerischen Schaffens durch Mitmachaktionen und Workshops – für jedermann, für Jung und Alt, einfach für alle, die mitmachen möchten.
Da gab es für Kinder Möglichkeiten, künstlerisch tätig zu werden – ob Stofftaschen bemalen oder sich austoben mit den Gerätschaften des Spielmobils. Da lud unter anderem auch das Arp Museum den Nachwuchs zum Mitmachen ein – ebenso wie eine ganze Reihe weiterer Akteure.
Zahlreiche Performance
Das Kunstmobil unter Leitung von Stefanie Manhillen, das von über zehn verschiedenen Künstlern bespielt wird, bot eine Reihe von Performances aus verschiedenen performativen Kunstformen wie Tanz, Percussion, Musik oder Text-Installation. Das Kunstmobil ist ein Ort zum Mitmachen und Mitmusizieren – wie ein offenes Atelier. Dabei wurden auch die Zuschauer kurzerhand mit eingebunden. Musikalischer Mitbegleiter der Performances war unter anderem Stephan Maria Glöckner.
Als umgebauter Anhänger ist das Kunstmobil oft im Kreis unterwegs und präsentiert sich an verschiedenen Plätzen als Ort der Begegnung und des Austauschs – so auch beim „Festiwäldchen Open Ahr“. Und genießen konnten die Gäste dies alles – ob stehend, sitzend oder auch liegend auf der Wiese oder in den hölzernen Liegestühlen.
Ein weiterer Glanzpunkt war mit großformatigen Kunstwerken in einem Parterreraum der FH untergebracht und fand große Beachtung. Und um den Genuss zu vervollkommnen, gab es natürlich auch kulinarische Genüsse in Vielfalt.
Da haben die Veranstalter sich wirklich wahnsinnig Mühe gemacht, um so eine große Vielfalt an künstlerischen, kulturellen, unterhaltsamen und kulinarischen Möglichkeiten zu bieten.
Was ein wenig fehlte, war das Publikum über Tag – das hätte den vielen Akteuren gutgetan. Doch der Helferstab war dennoch zufrieden.
„Beim nächsten Mal wird es sicher mehr. Dann hoffen wir auch auf mehr Sponsoren“, so Katharina Mix. AB
Es wurden Theater, Comedy, Tanz, Lichtinstallationen und Performances geboten. Foto: AB
