Allgemeine Berichte | 13.01.2026

Verschobene Abiturprüfungen setzen Schüler und Schülerinnen zusätzlich unter Druck

LSV Rheinland-Pfalz äußert Besorgnis über Verschiebung der Abiturprüfungen

Symbolbild.Foto:pixabay.com

Region. Die Landesschülerinnenvertretung Rheinland-Pfalz (LSV RLP) zeigt sich besorgt über die Verschiebung von Abiturprüfungen. Viele Schülerinnen bereiten sich über Monate hinweg intensiv auf diese Prüfungen vor – sowohl fachlich als auch mental. Kurzfristige Terminänderungen führen daher zu zusätzlichem Stress, großer Unsicherheit und einer erheblichen psychischen Belastung, insbesondere für Schüler*innen mit Prüfungsangst. Darauf weist Isabelle Seltenreich, Pressereferentin der LSV RLP, hin.

Aus Sicht der Schüler*innen macht die aktuelle Situation ein grundlegendes Problem des bestehenden Prüfungssystems deutlich. Die hohe Gewichtung einzelner Abschlussprüfungen erzeugt erheblichen Leistungsdruck und lässt nur wenig Raum für selbstbestimmtes Lernen. Wird ein Prüfungstermin verschoben, entsteht zusätzlicher Stress: Die mentale Vorbereitung muss erneut aufgebaut werden, während Unsicherheit und Anspannung weiter zunehmen.

Eine Verschiebung hat nicht nur zur Folge, dass Lern- und Zeitpläne durcheinandergeraten. Auch der ohnehin hohe psychische Druck bleibt bestehen. Anstelle der erwarteten Erleichterung nach der Prüfung halten Anspannung, Unsicherheit und Prüfungsstress weiter an.

Auch wenn wetterbedingte Absagen aus Sicherheitsgründen nachvollziehbar sind, verdeutlichen sie aus Sicht der LSV RLP die Notwendigkeit verlässlicher, transparenter und schülerinnenorientierter Prüfungsbedingungen. Dies stellt ein zentrales Anliegen der Landesschülerinnenvertretung dar.

Die LSV RLP fordert daher langfristig ein gerechteres und weniger belastendes Prüfungsformat, das die mentale Gesundheit der Schüler*innen stärker berücksichtigt und kontinuierliche Leistungsnachweise gegenüber einzelnen Hochdruckprüfungen aufwertet.

Zugleich betont die LSV RLP, dass die Entscheidung zum Schutz von Gesundheit und Sicherheit der Schüler*innen grundsätzlich richtig und notwendig ist. Niemand dürfe gezwungen sein, gefährliche Schulwege auf sich zu nehmen. Dennoch sei die aktuelle Situation ein deutliches Signal an den Staat.

Sofie Emi Werberich, Pressereferentin der LSV RLP, erklärt dazu: „Dass bereits geringe winterliche Witterung ausreicht, um das Abitursystem ins Wanken zu bringen, ist ein deutliches Warnsignal und offenbart erhebliche Defizite in unserer Infrastruktur. Ein öffentlicher Personennahverkehr, der bei geringster Belastung an seine Grenzen stößt, entzieht Schüler*innen die Grundlage für faire Bildungschancen.“

Der Staat steht nach Auffassung der LSV RLP in der Verantwortung, eine verlässliche Mobilitätsgarantie sicherzustellen, damit Bildungserfolg nicht vom Wetter abhängig ist. Ein modernes Bildungssystem müsse die individuelle Entwicklung der Schüler*innen unterstützen und dürfe sie nicht ausschließlich danach bewerten, wie sie in einer besonders belastenden Prüfungssituation abschneiden. Pressemitteilung Landesschüler*innenvertretung Rheinland-Pfalz

Weitere Themen

Symbolbild.Foto:pixabay.com

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Kampagne Image Wärme / Bestellung Nr.: 4300003863 - W100 - 606
Wir feiern 150 jährigen Geburtstag
Einzelbuchungen  149180/0
150 Jahre Jubiläum
150 Jahre Zeitungstradition
Lossprechungsfeier Schreiner-Innung
Empfohlene Artikel
Im Kurpark von Bad Neuenahr: Pascal Rowald, Gordon Schnieder und Bundeskanzler Friedrich Merz.
1095

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Fünf Jahre ist es jetzt her, dass sich am 14./15. Juli 2021 eine verheerende Flut durch das Ahrtal wälzte, 135 Menschen aus dem Leben riss, zahllose Verletzungen an Leib und Seele forderte, Existenzen, Häuser, Straßen und Wege zerstörte und das ganze Tal nachhaltig veränderte – bis heute. Am fünften Jahrestag der größten Naturkatastrophe der jüngeren deutschen Geschichte gedachte...

Weiterlesen

Symbolbild
3324

Region. Der Deutsche Wetterdienst hat für den Kreis Ahrweiler und den Kreis Mayen-Koblenz eine Warnung vor schwerem Gewitter herausgegeben. Diese amtliche Unwetterwarnung bezieht sich auf den Zeitraum vom Dienstag, 14. Juli 2026, 16:03 Uhr bis voraussichtlich 17 Uhr desselben Tages. Die Warnung weist auf die Gefahr von Gewittern der Stufe 3 von 4 hin.

Weiterlesen

Die Kreisverwaltung in Ahrweiler. Foto: ROB
481

Mainz. Die Landrätin des Kreises Ahrweiler, Cornelia Weigand (parteilos), fordert vom Land Rheinland-Pfalz weiter zusätzliches Geld für Personal in ihrer Verwaltung. Zwar habe es nach der Flutkatastrophe fünf Millionen Euro für den Personalmehrbedarf gegeben, das Geld sei aber in diesem Jahr auf drei Millionen gekürzt worden und im nächsten Jahr sei gar kein zusätzliches Geld mehr eingeplant, sagte...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Familie Frank aus Plaidt freute sich über Präsente im Sayner Freibad.
103

Sommerwetter sorgt für gute Besucherzahlen

20.000-Gäste-Marke im Freibad Sayn erreicht

Bendorf-Sayn. Anfang der Woche konnte im Freibad Sayn ein besonderer Meilenstein erreicht werden: Bereits der 20.000. Badegast der diesjährigen Saison wurde begrüßt. Damit wurde diese Marke deutlich früher geknackt als im vergangenen Jahr. Die anhaltend warmen Temperaturen haben in den vergangenen Wochen viele Besucherinnen und Besucher ins Freibad Sayn gelockt.

Von Stadtverwaltung Bendorf aus Bendorf

Weiterlesen

Symbolbild.
1655

Ermittlungen nach Verpuffung: 39-Jähriger schwer verletzt

15.07.: Explosion in Einfamilienhaus

Rennerod. In den frühen Morgenstunden des 15. Juli 2025 ereignete sich um 01:40 Uhr eine Verpuffung in einem Einfamilienhaus in der Holzbachstraße in Rennerod. Dabei erlitt der 39-jährige Bewohner schwere Verletzungen. Eine Außenwand des Hauses wurde erheblich beschädigt, während zwei benachbarte Gebäude leichte Schäden davontrugen. Die Feuerwehr rückte aus, um den Vorfall zu bewältigen. Aufgrund der Ereignisse war es notwendig, die B54 für etwa eine Stunde zu sperren.

Weiterlesen