Adenau Bücherei sucht neue Räumlichkeiten
Lahnsteiner Stadtbücherei dient als Inspiration für Adenau
Austausch ermöglich Blick über den Tellerrand
Adenau. Wer etwas Neues machen will, informiert sich. Das ist nicht nur im Privaten so, sondern auch in der öffentlichen Verwaltung. Deswegen besuchte nun die Adenauer Büchereimitarbeiterin Helga Kaul in Begleitung des Stadtbürgermeisters Arnold Hoffmann ihre Lahnsteiner Kolleginnen und schaute sich die Räumlichkeiten vor Ort an. Peter Labonte, ehemaliger Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau und heute Oberbürgermeister der Stadt Lahnstein, ließ es sich nicht nehmen, die Gäste aus der alten Heimat persönlich zu begrüßen.
Eine ganze Reihe von Fragen hatten die Adenauer mitgebracht, angefangen vom Umbau des Gebäudes bis hin zur eigentlichen Büchereiarbeit. „Der Blick über den eigenen Tellerrand kann einen weiterbringen, gerade wenn große Veränderungen anstehen“, so die Lahnsteiner Büchereileiterin Heike Handlos. „Wir haben uns vor dem Umzug in die neuen Räume auch bei anderen Einrichtungen umgeschaut und schlau gemacht. Deswegen ist es für uns eine Selbstverständlichkeit nun das Gleiche für Kollegen zu tun, die in einer ähnlichen Situation sind wie wir damals.“
„Wir sind derzeit auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten für die Adenauer Bücherei. Die Katholische Kirchengemeinde, gegenwärtig Vermieter für die Bücherei, hat Eigenbedarf für die Räume im Pfarrhaus angemeldet“, erläutert Stadtbürgermeister Hoffmann.
Eine Möglichkeit, die Bücherei zukünftig zeitgemäß unterzubringen ist es, die altehrwürdige Komturei im Rahmen des genehmigten Städtebauförderungsprogrammes mit Bundes- und Landesmitteln anzukaufen und zu einem „Bürger- und Bildungshaus“ auszubauen. Aktuell finden dort bereits eine ganze Reihe von Veranstaltungen statt, angefangen von Kulturveranstaltungen bis hin zu Kursen der Volkshochschule. Durch eine Verlegung der Stadtbücherei sowie der Büroräume der Stadt Adenau in die Komturei (diese sind derzeit von der Verbandsgemeinde angemietet) entfallen die derzeit regelmäßig anfallenden Kosten für Miete und Unterhalt.
Mit einem Umzug in die Komturei und dem dadurch gewonnenen Platz könnten wie auch in Lahnstein neue Ideen für Veranstaltungen, zur Leseförderung oder Workshops umgesetzt werden. Abgesehen davon, dass die großen, lichtdurchfluteten Räume und das neue Mobiliar der Lahnsteiner Bücherei eine wesentlich angenehmere Atmosphäre bieten, ermöglichen sie auch die Umsetzung lange gehegter Wünsche. Etwa die Aufstellung einer Schmökergarnitur inmitten der Bücherregale oder der ganz eigene Lesebereich für Kinder, ausgestattet mit gemütlichen Sitzsäcken. Ähnliches können sich auch die Verantwortlichen in Adenau gut vorstellen – allerdings sind hier die Räumlichkeiten aktuell viel zu beengt.
„Die Erfahrungen zeigen, dass Büchereien heute deutlich mehr leisten wollen und können, als „Leseratten“ einen Fundus an neuem Lesematerial zu bieten. Neue Konzepte und geeignete Räumlichkeiten ermöglichen es viel mehr, die örtliche Bücherei zu einem nicht-kommerziellen Treffpunkt für Groß und Klein, Alt und Jung zu machen. Das ist es“, so zieht Stadtbürgermeister Hoffmann das Fazit, „was moderne Stadtentwicklung braucht und was es für die Adenauer Bürgerinnen und Bürger umzusetzen gilt.“
Tauschten sich in den Vorzeige-Räumlichkeiten der Stadtbücherei Lahnstein aus (v.l.n.r.): Arnold Hoffmann (Bürgermeister der Stadt Adenau), Helga Kaul (Stadtbücherei Adenau), Heike Handlos (Stadtbücherei Lahnstein), Lahnsteins Oberbürgermeister Peter Labonte und Silvia Rüdell (Stadtbücherei Lahnstein).Foto: Alexandra Schäfer/Stadtverwaltung Lahnstein
