Positive Entwicklung im Tourismus des Ahrtals
Landesregierung und Ahrtal-Tourismus ziehen Bilanz
Mainz/Ahrtal. Knapp vier Jahre nach der Flutkatastrophe verzeichnet der Tourismus im Ahrtal eine deutliche Erholung. Der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer, hob anlässlich eines Treffens mit dem Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e. V. in der Staatskanzlei die Fortschritte hervor und betonte, dass der Wiederaufbau weiterhin ein zentrales Anliegen der Landesregierung bleibe. Gemeinsam mit Tourismusministerin Daniela Schmitt und Klimaschutzministerin Katrin Eder wurde eine Bilanz gezogen und ein Ausblick auf kommende Maßnahmen gegeben. Von Seiten des Ahrtal-Tourismus informierten die Geschäftsführer Andreas Lambeck und Jan Ritter über den aktuellen Stand sowie geplante Projekte.
Ministerpräsident Schweitzer unterstrich die gesamtwirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für das Ahrtal und das gesamte Bundesland Rheinland-Pfalz. Mit über 148.000 nicht exportierbaren Arbeitsplätzen sei der Tourismus ein wichtiger Standortfaktor. Neben dem Wiederaufbau der Infrastruktur werden durch das Land auch Maßnahmen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Marketing und Qualitätssteigerung einzelner Betriebe gefördert.
Zu den erreichten Fortschritten zählen die Wiedereröffnung des Steigenberger Hotels sowie der Baubeginn eines neuen Komplexes im Kurpark von Bad Neuenahr-Ahrweiler. Inzwischen sind über 85 Prozent der touristischen Betriebe im Ahrtal wiederaufgebaut. Viele Betriebe nutzten die Wiederherstellung, um ihre Angebote zu modernisieren und neue Betriebskonzepte zu etablieren. Die Gäste- und Übernachtungszahlen steigen kontinuierlich, und es werden vermehrt auch neue, jüngere Zielgruppen erreicht.
Tourismusministerin Daniela Schmitt verwies auf die kontinuierliche Unterstützung des Landes. Mit dem nachhaltigen Tourismuskonzept „Ahrtal 2025“ wurde die Grundlage für eine langfristige Entwicklung geschaffen. Das Land stellte hierfür rund 1,2 Millionen Euro bereit. Auch Projekte wie der Radbus und die touristische Kampagne – künftig unter dem Titel „Wow! Ahrtal!“ – werden weiterhin finanziell gefördert. Die Entwicklung der Übernachtungszahlen sowie neue Hotelansiedlungen zeigen laut Schmitt, dass sich der Tourismus im Ahrtal positiv entwickelt.
Umweltministerin Katrin Eder stellte die Bedeutung von Natur- und Gewässerschutz sowie nachhaltiger Mobilität für den Tourismus heraus. Die Ahr als zentrales Landschaftselement biete vielfältige Möglichkeiten für naturbezogene Freizeitaktivitäten. Die ökologische Wiederherstellung des Flusses sowie der Schutz besonders wertvoller Gebiete wie der Naturschutzgebiete „Ahrschleife bei Altenahr“ und „Mündungsgebiet der Ahr“ seien zentrale Bestandteile einer nachhaltigen Tourismusstrategie. Auch die Elektrifizierung der Ahrtalbahn als Teil der Verkehrswende wurde hervorgehoben.
Geschäftsführer Andreas Lambeck bezeichnete die aktuelle Entwicklung als vielversprechend. Ziel sei es, das Ahrtal mittelfristig als führende nachhaltige Weinregion Deutschlands zu positionieren. Die Wiederinbetriebnahme der Mittelahr-Bahnstrecke bis Jahresende sowie der daran anschließende Ahrradweg bis 2026 seien wichtige Infrastrukturprojekte. Neue Hotelansiedlungen und Vorhaben wie die Modernisierung des Rotweinwanderwegs, neue Rundwanderwege (AhrSchleifen), eine Hängeseilbrücke und ein Skywalk seien Teil des nachhaltigen Tourismuskonzepts.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Wiederaufbau des Gesundheitsstandorts Bad Neuenahr-Ahrweiler. Derzeit entsteht im Kurpark ein Neubau mit Konzerthalle, Haus des Gastes, Tourist-Information und Stadtbibliothek. Zudem wird die gesamte Parkanlage neugestaltet. Ein besonderes Vorhaben ist die erste Heilwasser-Erlebniswelt Deutschlands, die unter anderem eine interaktive Ausstellung und einen Brunnengarten umfassen soll.
Lambeck betonte abschließend die Bedeutung der Kommunikation mit den Gästen, um Transparenz über den Fortschritt des Wiederaufbaus zu schaffen. ROB
Artikel melden
Ahrtal: Schwierigkeiten beim Wiederaufbau der Radwege
- K. Schmidt: "Hier wird es aber noch viele Behörden-Abstimmungen geben müssen." - und kein Mensch bzw. Politiker merkt, wieviel Schwachsinn in diesem Satz steckt, wie sehr dieser Umstand den Wiederaufbau lähmt und...
„Geduld ist aufgebraucht“: Stillstand bei L 74-Sanierung sorgt für Frust
- Stefan Paul : Unfassbar. Ebenfalls aus Bürger Reihen werden nun weitere Eskalationen erfolgen. Die Untätigkeit der Behörden ist untragbar und kann nicht länger hingenommen werden. Ich kann ihnen get. 100 Bilder der desolaten Straße senden.
FDP fordert Abschaffung der Baumschutzsatzung – Baumschutz Ja, Bürokratie Nein
- Oliver Spielmann: Was passiert, wenn es keine Baumschutzsatzung gibt, kann man in aktueller Sache in Neuwied sehen. Hier wurden im Rahmen einer Schulhofumgestaltung 3 nachweislich verkehrssichere gesunde 100 Jahre alte...
- Koblenzer Bürger: Die Forderung der FDP, die Baumschutzsatzung abzuschaffen, ist ein längst überfälliger Schritt gegen staatliche Überregulierung. Es ist widersprüchlich, Hauseigentümer auf dem eigenen Grund und Boden...
- Anzeige -Dagernova versteigert Ahr-Hefebrand Magnumflasche für guten Zweck
Eine Flasche mit einer besonderen Historie
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Eine besondere Flasche, eine bewegende Geschichte und ein starkes Zeichen der Solidarität: In der Vinothek der Dagernova in Bad Neuenahr wird derzeit eine außergewöhnliche Ahr-Hefebrand-Magnumflasche aus dem Jahr 2006 zugunsten des Hospiz-Vereins Rhein-Ahr e.V. versteigert.
Weiterlesen
Rettungshubschrauber-Einsatz in Euskirchen
09.03.: 22-jähriger Motorradfahrer nach Zusammenstoß mit Traktor lebensgefährlich verletzt
Euskirchen. Am Montag, dem 9. März, ereignete sich gegen 14.40 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall auf der Landstraße 210. Nach ersten Erkenntnissen fuhren zwei Motorradfahrer im Alter von 22 und 24 Jahren die Landstraße aus Richtung Euskirchen-Kirchheim in Richtung Rheinbach-Loch entlang.
Weiterlesen
Der Meteorit schlug in ein Wohnhaus ein - Besitzansprüche wurden geklärt
Koblenz: Wer ist der Besitzer des Meteoriten?
Koblenz. Am Sonntag, den 8. März 2025, schlug gegen 19 Uhr ein etwa faustgroßer Meteorit in das Dach eines Hauses im Koblenzer Stadtteil Güls ein. Dieses Ereignis zieht nach wie vor großes mediales Interesse auf sich.
Weiterlesen
