Unterwegs in Österreich
Landfrauen mit Wanderstöcken unterwegs
Kreis Ahrweiler. Nach der guten Resonanz des erstmaligen Wanderaufenthaltes im vergangenen Jahr im österreichischen Arzl und dem Wunsch nach einer Wiederholung der Aktivität, startete Anfang August eine Gruppe von 40 Landfrauen und –männern bei sommerlichen Höchstwerten zu erlebnisreichen Wandertouren nach Tirol. Trotz nahezu 30 Grad auf der Quecksilbersäule ließen sich die wanderfrohen Teilnehmer/innen nicht davon abhalten, die täglichen Aufstiege in die Bergwelt anzugehen. In drei Gruppen wurde gewandert: Für die „kleinen Füße“ waren Kurzstrecken angesagt, für die „großen Füße“ wurden Routen von vier bis fünf Stunden angeboten. Schließlich gab es auch ein Angebot für die „riesengroßen Füße“, die „Weitläufer“. Die Strecken hatten Wanderführer Gabriel Flir und die Landfrauenvorsitzende Ingrid Strohe mit Blick auf die Hitze wohl überlegt vor Ort ausgesucht: Je höher, desto kühler an diesen „Hundstagen“. Es ging in der Regel hoch hinaus in die Bergwelt, teilweise weit über 2000 m und wenn es sein musste, auch schon mal mit der Bergbahn oder dem Lift.
Am ersten Wandertag war eine Strecke im Ötztal mit allen Schwierigkeitsgraden zu laufen. Vom 1700 m hoch gelegenen Parkplatz in Niederthai starteten die 40 Personen mit Rast- und Umkehrmöglichkeiten an Berghütten und Almen ganz nach persönlicher Fitness. Wer wollte, hatte auf dem Rückweg noch Gelegenheit den beeindruckenden Stuibenfall zu erleben. Er fällt 159 m in die Tiefe und kann auf fünf Plattformen incl. einer Hängebrücke bewundert werden. Am zweiten Tag war die 3-Hüttenwanderung auf dem Imster Hausberg angesagt. Wunderschöne Ausblicke genossen die „Weitläufer“ mit Gabriel über die Gipfel des Mutterkopfes. Einkehrmöglichkeiten auf der Untermarkter Alm und der Latschenhütte wurden zum Rasten mit Wanderführerin Ingrid genutzt, bevor der Abstieg nach Hochimst mit fast tropischen Temperaturen angetreten wurde. Einige wagten die Abfahrt mit dem 3,5 km langen Alpine-Coaster, der längsten Alpen-Achterbahn der Welt. Beeindruckt waren die Wandersleut vom Kaunertal mit seinem Gletscher. Alleine die Auffahrt mit dem Bus gewährte einzigartige Ausblicke in die Bergwelt, aber auch in das Tal mit seinem Stausee, der durch eine beeindruckende Staumauer gehalten wird und der Energieversorgung dient. Auch hier stand unterwegs eine kleine Wanderung zum Bergsee an. Die Pflanzen am Wegesrand wurden bestimmt und fotografiert. Zum Abschluss des Aufenthaltes wurde die Talwanderung durch das über 30 km lange Pitztal angeboten – auch dieses Mal wieder für 3 Gruppen, je nach Kondition. Die Mindestlaufstrecke lag bei 10 km, gefolgt von 15 km und 20 km. Den Leistungsrekord haben an diesem Tag aber zwei Wanderinnen erbracht, die die komplette Strecke bis ins Hotel zurückgelegt haben. Nach den anstrengenden Tageswerken verlebten die Teilnehmer die Abende gemeinschaftlich im hoteleigenen Biergarten. Gesellschaftsspiele sorgten für Kurzweil, musikalische Unterhaltung und ein Konzert des örtlichen Musikvereins geboten. „Die 6 Tage waren viel zu schnell vorbei – man hätte noch so vieles erkunden können“, so eine Mitfahreri
Pressemitteilung
Landfrauen Kreis Ahrweiler
Wanderung im Pitztal auf dem Talweg.
