Allgemeine Berichte | 18.03.2024

Landrat verpflichtet Beisitzer des Höfeausschusses

Für ein Gruppenbild versammelten sich die neuen Beisitzer und stellvertretenden Beisitzer des Höfeausschusses im Landkreis Neuwied. Von unten links: Jan Schumacher, Xaver Maxein, Hans Toni Günster, Norbert Wilsberg, Landrat Achim Hallerbach. Von oben links: Jörn Bernhard Jansson, Dirk Retterath, Ulrich Schreiber. Es fehlen: Albert Schmitz und Markus Bretz. Foto: Martin Boden (Kreisverwaltung Neuwied)

Kreis Neuwied. „In Zeiten, in denen die Landwirtschaft vor großen Herausforderungen steht, ist die Arbeit des Höfeausschusses von großer Bedeutung für die regionale Agrarstruktur“, unterstreicht Landrat Achim Hallerbach bei der Verpflichtung der Mitglieder des Höfeausschusses. „Ich danke den neuen und alten Beisitzern für ihr Engagement und ihre Bereitschaft, dieses wichtige Ehrenamt auszuüben.“ Mit diesen Worten verpflichtete der Landrat die neuen Beisitzer und deren Stellvertreter des Höfeausschusses und überreichte ihnen die Ernennungsurkunden. Für die nächsten drei Jahre bilden nun Norbert Wilsberg, Dirk Retterath, Hans Toni Günster und Jörn-Bernhard Jansson mit ihren Stellvertretern Ulrich Schreiber, Markus Bretz, Albert Schmitz sowie Xaver Maxein gemeinsam mit dem Vorsitzenden Jan Schumacher von der Unteren Landwirtschaftsbehörde den Vorstand des Höfeausschusses. Der Höfeausschuss hat eine lange Geschichte und seine Bedeutung lässt sich aus seiner Historie erklären. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war die Landwirtschaft in Westdeutschland nicht in der Lage, die Bevölkerung ausreichend mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Um die Leistungsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft zu verbessern, wurden strukturelle Maßnahmen ergriffen, darunter umfangreiche Landsiedlungsprogramme. Diese Programme sollten durch zinslose oder zinsverbilligte Darlehen Anreize zur Aussiedlung landwirtschaftlicher Betriebe schaffen. Um diese Darlehen auch im Erbfall abzusichern, mussten siedlungswillige Unternehmen der sogenannten „Höferolle“ beitreten. Denn neben dem allgemeinen Erbrecht, gibt es in Rheinland-Pfalz mit der „Höfeordnung“ ein landwirtschaftliches Sondererbrecht, das darauf abzielt, landwirtschaftliche Betriebe als Einheit zu erhalten und eine Zersplitterung oder Überschuldung der Höfe im Erbgang zu verhindern. Dieses Sondererbrecht greift aber nur, wenn die Betriebe in die „Höferolle“ eingetragen werden. Die Besonderheit ist, dass selbst ohne Testament der Fortbestand des Betriebs als organisatorische Einheit gesichert ist, denn der Hof wird ungeteilt an einen Erben überschrieben und die übrigen Erben erhalten eine Abfindung.

Der Höfeausschuss hat auch heute noch eine erbrechtliche Bedeutung und kontrolliert den Grundstücksverkehr von einzelnen Flurstücken der Höferolle-Betriebe, um betriebliche Existenzgefährdungen zu vermeiden. Im Kreis Neuwied sind derzeit noch rund 100 Betriebe in der „Höferolle“ eingetragen.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Neuwied

Für ein Gruppenbild versammelten sich die neuen Beisitzer und stellvertretenden Beisitzer des Höfeausschusses im Landkreis Neuwied. Von unten links: Jan Schumacher, Xaver Maxein, Hans Toni Günster, Norbert Wilsberg, Landrat Achim Hallerbach. Von oben links: Jörn Bernhard Jansson, Dirk Retterath, Ulrich Schreiber. Es fehlen: Albert Schmitz und Markus Bretz. Foto: Martin Boden (Kreisverwaltung Neuwied)

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Essen auf Rädern
Dauerauftrag Imageanzeige
Innovatives rund um Andernach
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Stellenanzeige mehrere Stellen
Unterstützeranzeige
Unterstützeranzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Empfohlene Artikel
Andreas Bohn hat das Ehrenamt im Blut.  Foto: privat
42

Reifferscheid. In jeder Gemeinde gibt es Menschen, die im Hintergrund wirken, anpacken, zuhören und einfach da sind, wenn man sie braucht. In der Gemeinde Reifferscheid ist so ein Mensch Andreas Bohn. Seit vielen Jahren engagiert sich Andreas mit Herzblut für seine Heimat. Als stellvertretender Ortsbürgermeister und langjähriges Mitglied im Gemeinderat hat er Verantwortung übernommen und die Entwicklung des Dorfes aktiv mitgestaltet.

Weiterlesen

Auf der Bühne herrschte bei den Spielen eine lockere Atmosphäre.  Foto:WAMFO.de
15

Nürburgring. Ally-Pally-Atmosphäre am Nürburgring: Tausende Fans der fliegenden Pfeile haben die Ringarena am vergangenen Samstag erneut in einen Darts-Tempel verwandelt. In den Trikots ihrer Lieblingsspieler oder kreativ verkleidet als Zwerg oder Zielscheibe, erlebten rund 4.000 Besucher bereits im fünften Jahr spannende Partien zwischen den bekannten Größen des (Dart)Sports. Auf der Bühne der „Darts-Arena“ lieferten sich die Darts-Stars spannende Duelle.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
72

Aufgrund von Wartungsarbeiten muss´die Stromversorgung zeitweise eingestellt werden

Kein Strom in Sinzig-Westum und Löhndorf

Sinzig. Am Dienstag, 14. April, führt die Rhein-Ahr-AöR Arbeiten an der Wasserversorgung in Sinzig-Westum durch. Zur Sicherheit der Arbeiter muss dazu ein Mittelspannungskabel der Energienetze Mittelrhein (enm) zeitweise abgeschaltet werden.

Weiterlesen

Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.  Foto:privat
15

Allgemeine Berichte

EIN-Spruch: Fest(e) der Befreiung

Vom 01.-09. April wird die jüdische Pessach Woche begangen, die nahezu zeitgleich zusammenfällt mit der von den Christen begangene Kar- und Osterwoche. Durch Jesus bedingt hängen beide Festtraditionen, auch inhaltlich, miteinander zusammen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
367

Leserbrief zu „HeimatCheck: Bad Neuenahr: Zu viele unangeleinte Hunde im Stadtgebiet?“

Leserbrief: „Das ist keine Tierliebe, das ist Egoismus!“

Ich bin fast 75 Jahre alt. Seit meinem 17. Lebensjahr habe ich Hunde. Zwei dieser Hunde wurden von unangeleinten Hunden angefallen, und so schwer verletzt, dass sie nur durch hohe tierärztliche Kunst gerettet werden konnten. Beide hatten ihr Leben lang mit den Folgen zu kämpfen.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag
Kreishandwerkerschaft
Alles rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Oster-Anzeige
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Tag der offenen Tür
Innovatives rund um Andernach
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Angebotsanzeige (April)
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Titelanzeige
Anzeige Lange Samstage
Stellenanzeige