Allgemeine Berichte | 09.12.2022

Ökologische Beweidung mit Moorschnucken in der Verbandsgemeinde Vordereifel

Landschaftspflege einmal anders

Wunderwelt Wiese – Teil 4

Bürgermeister Alfred Schomisch machte sich im Sommer vor Ort ein Bild von der ökologischen Landschaftspflege, gemeinsam mit Matthias und Heike Dahm, im Kreise der wichtigsten Akteure, der Schafe und Ziegen.  Foto: Abwasserwerk Vordereifel

Vordereifel. Klein, weiß, fleißig und Experten in der Landschaftspflege – das sind die Moorschnucken, auch weiße hornlose Heidschnucken genannt, von der Familie Dahm aus Kirchwald. Der Forstwirt Matthias Dahm (36) und die Agraringenieurin Heike Dahm-Rulf (35) betreiben seit 2018 dort ihre Schäferei.

Die Familie Dahm pflegt mit ihren Tieren nicht nur die Landschaft in besonders ökologischer Weise, obendrein züchten sie diese bedrohte Schafrasse, sowie auch Burenziegen. Derzeit nennen sie 100 Schnucken und ca. 50 Ziegen ihr Eigen. Tatkräftige Unterstützung bekommt das Paar von Tochter Sarah (3), die sich liebevoll um den Nachwuchs der Schafe und Ziegen kümmert und bereits im jungen Alter ein Lamm mit der Flasche groß gezogen hat.

Im vergangenem Jahr hatte die Verbandsgemeinde Vordereifel ein Pilotprojekt mit der Schäferei Dahm gestartet, bei dem ein ökologisches Landschaftspflegekonzept für die ausgedehnten Liegenschaften rund um die Kläranlagen und sonstigen baulichen Anlagen umgesetzt wird.

Die Herde der Familie Dahm wird von Pyrenänenberghunden begleitet, die umfangreich als Herdenschutzhunde ausgebildet und geprüft sind und so die Sicherheit der Schafherden garantieren. Die Schäferei ist deshalb auch Demonstrationsbetrieb für Herdenschutz des deutschen Verbands für Landschaftspflege (DVL) sowie Demonstrationsbetrieb für Herdenschutzhunde des Koordinationszentrums Luchs und Wolf in Trippstadt.

Die vom Aussterben bedrohte Schafrasse der Moorschnucken pflegt inzwischen verschiedene Flächen für die Verbandsgemeinde Vordereifel. Durch diese Form der ökologischen Landschaftspflege ohne Maschineneinsatz schaffen die Schafe einen strukturreichen Lebensraum für unterschiedlichste Tier- und Pflanzenarten. Ihre lange Wolle dient dabei als „Samentaxi“, in der sie Samen von Gräsern und Pflanzen von einer Fläche zur nächsten transportieren und damit die Wiederansiedlung von Pflanzen und auch von Insekten möglich machen. Verstärkung auf verbuschten Flächen erhalten die Schafe von den Burenziegen, die sich gerne Brombeeren und Schwarzdorn schmecken lassen.

Daneben steigert die Beweidung mit den Weidetieren nicht nur die Artenvielfalt, sie hilft auch beim Schutz vor Bodenerosion und fördert das Bodenleben, ohne den Boden zu verdichten, wie es beim Einsatz schwerer Maschinen passieren kann. Zudem können Schafe und Ziegen auch problemlos Nassgebiete und Hanglagen erreichen, was für die maschinelle Unterhaltung schwieriger wäre.

Somit leistet die Verbandsgemeinde Vordereifel gemeinsam mit der Schäferei Dahm aus Kirchwald nicht nur einen großen Beitrag im Bereich der Artenvielfalt und des klimafreundlichen Naturschutzes, sondern auch zur Erhaltung der fast verschwundenen Schafrasse der Moorschnucke.

Die Maßnahmen kommen auch bei der Bevölkerung gut an, denn vielfach wird nachgefragt, was denn hier für eine tolle Bewirtschaftung erfolgt. Gerade in Ortsnähe kommt es erfreulicherweise auch oftmals zu schönen Begegnungen, wenn Eltern mit ihren Kindern zur Zaunanlage kommen, um sich am Anblick der Tiere zu erfreuen.

Pressemitteilung

Verbandsgemeinde Vordereifel

Bürgermeister Alfred Schomisch machte sich im Sommer vor Ort ein Bild von der ökologischen Landschaftspflege, gemeinsam mit Matthias und Heike Dahm, im Kreise der wichtigsten Akteure, der Schafe und Ziegen. Foto: Abwasserwerk Vordereifel

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