Allgemeine Berichte | 11.05.2020, 14:25 Uhr

Landrat legt Bilanz für EULLa-Programm und Vertragsnaturschutz vor

Landwirte und Winzer für Umwelt- und Naturschutz engagiert

Lebensraum für Biene, Schmetterling & Co.: Artenreiche Wiese in Gönnersdorf mit Salbei (blau), Margerite (weiß), Rotklee (rot), Rauher Löwenzahn (gelb). Foto: Andreas Weidner
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Kreis Ahrweiler. Immer mehr Landwirte engagieren sich im Kreis Ahrweiler für den Schutz der Umwelt und den Erhalt der Artenvielfalt. Für den Zeitraum 2020 bis 2024 wurden insgesamt 239 Neu- und Verlängerungsverträge für Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen im EULLa-Programm über die Kreisverwaltung abgeschlossen. Davon werden rund 2.300 Hektar Grünland - eine Fläche so groß wie 3.220 Fußballfelder - seit Beginn des Jahres nach den Vorgaben des Vertragsnaturschutzes bewirtschaftet, eine Steigerung um 600 Hektar zum Vorjahr 2019.

„Viele Landwirte und Winzer im Kreis leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und zur Verbesserung der Lebensbedingungen unserer heimischen Tier- und Pflanzenarten“, betonte Landrat Dr. Jürgen Pföhler. Ein solches Engagement für die Umwelt und Natur sei nicht selbstverständlich und verdiene Dank und Anerkennung. „Es freut mich, dass sich wieder viele Vertragspartner für eine umweltschonende Bewirtschaftung entschieden haben“, so der Landrat. Dies passe auch hervorragend zur aktuellen Naturschutzoffensive, die der Kreis mit dem Projekt „Artenreiche Wiese - Lebensraum für Biene, Schmetterling & Co.“ verfolge.

Im Landkreis Ahrweiler bestehen aktuell 383 Bewirtschaftungsverträge zu EULLa-Maßnahmen. Mit dem Programm für Entwicklung von Umwelt, Landwirtschaft und Landschaft (EULLa) des Landes Rheinland-Pfalz erhalten Landwirte jedes Jahr die Möglichkeit, eine Förderung für die Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte zu erhalten, wenn sie dabei für einen Zeitraum von fünf Jahren freiwillig zusätzliche Belange des Umwelt- und Naturschutzes sowie des Landschaftserhalts beachten. Damit nimmt der Kreis Ahrweiler eine Spitzenstellung in Rheinland-Pfalz ein, trotz der im Verhältnis geringen Kreisflächengröße.

Fachlich beraten werden die Landwirte im Kreis Ahrweiler vom zuständigen Vertragsnaturschutzberater des Landesamtes für Umwelt, Herrn Dipl.-Biologe Andreas Weidner. „Durch das Mitwirken der Landwirte konnten Flächen für die Natur zurückgewonnen und die Rückkehr einiger, bereits als ausgestorben geltender Tier- und Pflanzenarten entgegen dem bundesweiten Trend nachgewiesen werden“, betont Weidner.

Weitere Informationen zu EULLa und zum Kreisprojekt „Artenreiche Wiese - Lebensraum für Biene, Schmetterling & Co.“ gibt es bei der Kreisverwaltung Ahrweiler, Abteilung Förderprogramme/Landwirtschaft, Carmen Gros, Tel. (0 26 41) 975-288, E-Mail: Carmen.Gros@kreis-ahrweiler.de.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Ahrweiler

Lebensraum für Biene, Schmetterling & Co.: Artenreiche Wiese in Gönnersdorf mit Salbei (blau), Margerite (weiß), Rotklee (rot), Rauher Löwenzahn (gelb). Foto: Andreas Weidner

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