Allgemeine Berichte | 28.09.2016

Verbandsgemeinde-Feuerwehrtag in Unkel

Langjährige Feuerwehrmänner geehrt

Vor der Wache waren moderne und historische Fahrzeuge ausgestellt. BDo

Unkel. Der diesjährige Verbandsgemeinde-Feuerwehrtag in Unkel hatte offenbar Petrus auf seiner Seite, denn am gesamten Samstag schien die Sonne über dem Feuerwehrhaus in der Graf-Blumenthal-Straße. Dementsprechend war auch eine große Zahl von Einwohnern, Besuchern und natürlich Feuerwehrmännern gekommen, um den Tag zu genießen. Zu dem Feuerwehrtag hatten sich die Unkeler „Firefighter“ viel einfallen lassen. Neben den vor der Halle stehenden aktuellen Einsatzwagen zogen auch ein historischer Magirus Leiterwagen aus dem Jahr 1962 und die diverse Lösch-Vorführungen viele Besucher an. Vor und im Gerätehaus luden Tische und Bänke zum Verweilen in der Herbstsonne. „Action“ gab es auf einer abgesperrten Wiese gegenüber dem Feuerwehrhaus, wo Vorführungen zur Fettexplosion und dem richtigen Umgang mit dem Feuerlöscher stattfanden.

Die Freiwillige Feuerwehr Unkel besteht aktuell aus 30 aktiven Kameraden und einer aktiven Kameradin. Ebenfalls zugeordnet ist die Fachberaterin für Gefahrstoffe der VG Unkel. Tätigkeitsschwerpunkte der Wehr sind neben Brandbekämpfung inzwischen auch Technische Hilfe, Hilfe bei Unfällen mit Gefahrgütern und Hilfeleistung bei Bränden, Unfällen und sonstigen Notlagen auf dem Rhein. Im laufenden Jahr waren die Feuerwehren in der Verbandsgemeinde (VG) bereits 88 Mal im Lösch- oder Hilfe-Einsatz.

Wehrleiter Ulrich Rechmann begrüßte nach der „Mittagspause“ in der komplett besetzten Fahrzeughalle die Vertreter der Politik in Bund, Land und Verbandsgemeinde sowie die zahlreichen Gäste aus der Region und Gemeinde. VG-Bürgermeister Karsten Fehr bedankte sich für „die herausragenden Leistungen, die den einzelnen Betroffenen, aber auch der Gemeinschaft zugutekommen.“ Neben der Abwehr von Feuer gebe es heute viele weitere Aufgaben wie technische Hilfeleistungen, Maßnahmen bei Unfällen sowie und Einsätze bei Not- und Katastrophenfällen. Fehr: „Es ist nicht selbstverständlich, dass sich Menschen derart für das Gemeinwohl einsetzen.“ Er wies darauf hin, dass „die Freiwilligen Feuerwehren die älteste Bürgerinitiative Deutschland“ seien. Er zitierte die Aussage des früheren US-Präsident John F. Kennedy: „Fragt nicht, was Euer Land für Euch tun kann – fragt, was Ihr für Euer Land tun könnt!“

Für Fehr sind die Feuerwehren „ein Beweis dafür, dass es noch Dienst am Nächsten und Schutz vor Hab und Gut, Bürgersinn und die Bürgernähe gibt. Der Feuerwehr zu danken, ist für mich keine Pflicht, sondern kommt von ganzem Herzen und innerer Überzeugung!“ Die Feuerwehren könnten auf ihr beispielhaftes Engagement wirklich stolz sein, denn in der Feuerwehr mitzuarbeiten sei auch „eine Frage des Charakters“. In seinen Dank schloss er auch die Familien, Partner und Freunde ein. Zum Ende seiner Ansprache verwies er darauf, dass die VG-Verwaltung dabei ist, in Abstimmung mit Wahrleiter Rechmann und den Feuerwehrkameraden Christoph Heck und Andreas Nagel einen Krisen- und Verwaltungsstab zu bilden.

Gut ausgebildetes Team

Bürgermeister Gerhard Hausen lobte ebenfalls das „gut ausgebildete Feuerwehr-Team,“ das auch ein wichtiger Bestandteil des Katastrophenschutzes sei. Die Feuerwehr sei stets einsatzbereit, um in Not zu helfen. Er dankte auch den Familien der Feuerwehrmitarbeiter, die stets darauf hoffen, dass alle gesund wiederkommen. Wehrführer Sascha Wiemer begrüßte in seiner kurzen Ansprache das Tambour Korps Unkel und die KG Unkel, den Partnerinnen und Partner dankte er herzlich für die Unterstützung „Tag für Tag – das ganze Jahr!“

Wehrleiter Rechmann berichtete anschließend zur aktuellen Situation der Feuerwehr. Per Ende September sind in den fünf Löschzügen der VG insgesamt 135 Feuerwehrangehörige – davon von fünf Frauen – aktiv. Seit Jahresbeginn gab es fünf Neuaufnahmen und zwei Zugänge aus der Jugendfeuerwehr. Damit sei die Personalsituation stabil. Bei den Jugendlichen war die Anzahl auf 16 gestiegen. 52 Kameraden waren in die alters- und Ehrenabteilung übernommen worden. Zu den Einsätzen im laufenden Jahr gab es bisher 52 Einsatzstellen, glücklicherweise hätten die Extremwetter Unkel „rechts und links liegen lassen.“ Man sei daher mit „einem blauen Auge“ davon gekommen. Erstmals kam der Alarm- und Einsatzplan „Einsatzkomponente überörtliche Hilfe“ zur Verwendung. In Bruchhausen hat man beim geplanten neuen Gerätehaus einen Zuwendungsbescheid erhalten, im nächsten Frühjahr will man mit dem Bau beginnen.

Die Aktiven der Feuerwehr hatten im Vorjahr 12.400 Stunden geleistet. Wie in jedem Jahr gab es in der ganzen VG Betreuer in Kindergärten und Grundschulen zum Thema Brandschutzerziehung.

Zum Schluss seines Vortrags dankte Rechmann Bürgermeister Fehr, dass das Thema Krisenmanagement bei größeren Schadenslagen aufgenommen hatte. Dazu habe es erste Gespräche gegeben. Wie Rechmann am Ende seiner Bilanz betonte, glaubt er „dass wir von Seiten der Feuerwehr und der Verwaltung auf eventuelle Extremereignisse gut vorbereitet sind.“

Landrat Kaul ehrte langjährige Feuerwehrmänner

Vor den Ehrungen von drei langjährigen Feuerwehrmännern sagte Landrat Rainer Kaul den Aktiven: „Die Tätigkeit bei der Feuerwehr unterscheidet sich von anderen Ehrenämtern, denn sie wissen beim Alarm nicht, was auf sie zukommt. Das ist eine besondere Qualifikation der Feuerwehr! Daher verdienen die Feuerwehr-Mitarbeiter großen Respekt. Sie sind bereit, sich einbringen. Daher müssen wir auch die Anzahl der Feuerwehrmänner und -frauen halten.“

Zum Abschluss der Feierstunde ehrten Landrat Kaul und Kreisfeuerwehrinspekteur Werner Böcking drei langjährige Wehr-Mitglieder: Mit dem Goldenen Feuerwehr-Ehrenzeichen wurden Brandmeister Willi Claes und Oberfeuerwehrmann Thomas Hamacher für 35-jährige aktive, pflichttreue Tätigkeit in der Feuerwehr ausgezeichnet. Für 45 Jähre Mitarbeit wurde Michael Schlüter ausgezeichnet. Unter dem Applaus alle Anwesenden erhielten die drei Jubilare ihre Ehrenurkunde. Nach einem kurzweiligen Nachmittag startete in und vor dem Feuerwehrhaus das „Feuerwehr-Oktoberfest“.

Langjährige Feuerwehrmänner geehrt

Wehrleiter Rechmann (rechts) ehrte Willi Claes, Thomas Hamacher und Michael Schlüter (v.l.)

Wehrleiter Rechmann (rechts) ehrte Willi Claes, Thomas Hamacher und Michael Schlüter (v.l.)

Vor der Wache waren moderne und historische Fahrzeuge ausgestellt. Fotos: BDo

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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