Sachspenden machen sich auf den Weg zu ihrem Bestimmungsort
Laptops für Sansibar
Meckenheim. Im vergangenen Jahr verbrachte das Ehepaar Angelika und Georg Schorn einen schönen Urlaub auf der Insel Sansibar, die vor Tansania im Indischen Ozean liegt. Bei dieser Reise besuchten sie unter anderem die Pwani Mchangani Schule und lernten Hassan Abdulla Hamoud kennen, der gemeinsam mit Freunden das kostenlose Nachhilfeprojekt „OHED“ betreibt. Hier erhalten über 120 Schüler aus armen Verhältnissen kostenlosen Nachhilfeunterricht. Das Projekt erhält keine staatliche Unterstützung. Alle Lehrer arbeiten ehrenamtlich. In der Pwani Mchangani Schule werden circa 850 Schüler unterrichtet. Aufgrund einer früheren Spende konnte ein Computer-Raum mit 17 Laptops eingerichtet werden. Bei Klassengrößen von 50 bis 60 Kindern ist dies natürlich viel zu wenig. Georg Schorn, der den humanitären Hilfsverein „Bon Secours Kamerun e.V.“ www.bon-secours.de leitet, machte sich schon während des Urlaubs Gedanken, wie er den beiden Schulen helfen könnte. Zurück in Deutschland wurde gemeinsam mit dem Verein WMF-Barmherzigkeit e.V. und der Omny Academy das Projekt www.laptops-fuer-sansibar.de ins Leben gerufen. Es wurden über verschiedene Medien Aufrufe gestartet und Laptops, Computer, Schulmöbel und Schulmaterial gesammelt. Kürzlich wurde ein 40-Fuß-Container mit über 60 Laptops, diversen Computern, Monitoren, Tastaturen, Druckern, Beamern, Scannern, 40 Schultischen, 80 Stühlen, Kartons mit Schulmaterialien wie Stiften, Heften, Linealen und anderem Kleinkram gepackt. Durch eine Geldspende konnten auch 120 T-Shirts mit dem Aufdruck des OHED-Centers mit auf die Reise geschickt werden. Die T-Shirts sollen als „Schuluniform“ dienen. Dies ist in Afrika sehr wichtig, da die Kinder viel auf den Straßen unterwegs sind. Anhand ihrer „Schuluniform“ kann jeder sofort sehen, zu welcher Schule sie gehören. Es wurden auch 15 Fahrräder für das OHED-Center mitgenommen. Mit im Container ist auch die Ausstattung einer Ambulanz-Station, die der Verein „Upendo Tansania“ in dem Dorf Kitefu in Tansania gebaut hat. „ Wir rechnen damit, dass der Container mehrere Wochen unterwegs ist, ehe er in Daressalam eintrifft“, sagte Fritz Harms von der Hilfsorganisation WMF-Barmherzigkeit e.V., der den Transport durchführt. Von Daressalam werden die Hilfsgüter dann weiter nach Sansibar, beziehungsweise Kitefu transportiert.
Der Verein WMF-Barmherzigkeit e.V. beteiligte sich an der Spendenaktion.
