Allgemeine Berichte | 27.09.2016

Ortsgemeinde Niederelbert

Legendärer Almabtrieb bei Kaiserwetter

Reinerlös geht an die Unnauer Patenschaft

Legendärer Almabtrieb bei Kaiserwetter

Niederelbert. Am letzten Samstag waren in Niederelbert beim Almabtrieb vom Hähnchen hinab zur Dorfmitte neben Blasmusik- und Alphornklängen die Kuhglocken zu hören.

Es war die siebte Auflage des Almabtriebs, der in den neunziger Jahren von der Gruppe „Die Goldene Sieben“ ins Leben gerufen wurde und 2012 beim 800-Jahre-Jubiläum Niederelberts eine erste Neuauflage unter der Ortsgemeinde als Veranstalter erlebte. Wie bei allen bisher durchgeführten Almabtrieben, mit Reinerlösen von 75.000 Euro, so wird auch in diesem Jahr der Überschuss der Unnauer Patenschaft zur Betreuung krebs- und schwerstkranker Kinder und Jugendlicher gespendet. Die Damen und Herren des Vorstands waren auch in diesem Jahr in Niederelbert zu Besuch und in der Zeit seit 1990 hat sich eine tief gehende Freundschaft gebildet.

Ein langer und bunter Tross zog sich bei strahlender Herbstsonne entlang einer großen Zuschauerzahl hinunter ins Dorf. Dem Zug vorweg unterhielten die Alphornbläser „Die Hessentaler“ und die Jagdhornbläsergruppe „Hoher Westerwald“ die Besucher auf einzelnen Stationen mit ihren musikalischen Beiträgen.

Den Anfang des diesjährigen Almabtriebs bildeten die Fußgruppen der Schulkinder und Vorschulkinder in Trachten und Lederhosen mit bunten Blumenbögen und Blumenkörbchen, gefolgt vom stark besetzten Musikverein Holler.

Die Ziegen vom Biolandlandhof Linscheid aus Hömberg waren dann die ersten Vierbeiner im Zug, die sich sichtlich wohlfühlten bei so vielen Zaungästen, gefolgt von einem herrlich geschmückten alten Leiterwagen, gezogen von Hermann Pischels Traktor. In zauberhafte Dirndl gekleidet erschienen dann die bestens aufgelegten Niederelberter Möhnen, deren Anblick besonders für die männlichen Besucher ein Hingucker war.

Die nachfolgende Kutsche mit den Ehrengästen Gertrud Roth, den Altbürgermeistern Willi Bode und Willi Müller sowie den Gründungsmitgliedern der Goldenen Sieben Josef Müller und Erhard Witsch nahm ihren Weg unter dem Beifall der Zuschauer.

Mit Josef Müller saß der eifrigste Spendensammler für die Unnauer Patenschaft und mit Gertrud Roth die Hauptdame für den Schmuck der Tiere und der Festzelte bei allen Almabtrieben auf der Kutsche.

Danach kam die erste Gruppe der mit Kopfschmuck und Kuhschellen ausgestatteten frisch geputzten Kühe mit ihren Kuhführern, gefolgt von einem Ochsen mit einem alten Holzpflug. Den Anschluss hielt ein Gespann mit zwei Kühen, die einen weiteren herbstlich geschmückten Leiterwagen zogen, darauf folgend wieder farbenfrohe Trachtengruppen aus Siershahn und Emmerichenhain.

Der nächsten Gruppe mit herausgeputzten Kühen und einem erst ein paar Tage alten Kälbchen folgte die Familie Höber aus Niederelbert mit ihren in Niederelbert gehaltenen Ziegen. Gerd Höber war auch der für die Zugfolge und Viehbeschaffung verantwortliche aus dem Organisationsteam des Almabtriebs.

Den Schluss des Zuges bildete eine Gruppe mit einer Kuh, zwei Kälbchen und einem Bullen.

Der Viehtrieb mit den weiteren Zugteilnehmern erreichte am Schluss den Festplatz hinter dem Rathaus, der sich schon Stunden vorher mit Besuchern gefüllt hatte, die vom Musikverein Heiligenroth musikalisch bestens eingestimmt und von den vielen freiwilligen Helfern mit kühlen Getränken und deftigen Speisen verköstigt wurden.

Für die Kleinsten stand Kinderschminken und ein Luftballonweitflugwettbewerb auf dem Programm und eine Tombola mit schönen Preisen füllte die Spendenkasse ebenfalls.

Auf dem Platz warteten schon die Damen des Gesangvereins mit Kaffe und einer großen Kuchentheke; ebenso die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Oberelbert mit selbst gemachten Marmeladen und frisch gepresstem Apfelsaft, die schon traditionell ein fester Bestandteil des Niederelberter Almabtriebs sind und ihre Erlöse ebenfalls an die Unnauer Patenschaft spenden.

Den musikalischen Abschluss bildeten die Schorrberg Musikanten, die mit ihren musikalischen Beiträgen die vielen Besucher in den lauen Herbstabend begleiteten.

Ortsbürgermeister Christoph Neyer lobte alle freiwilligen Helferinnen und Helfer für die Vorbereitung und Durchführung der gelungenen Veranstaltung.

Legendärer Almabtrieb bei Kaiserwetter

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