Allgemeine Berichte | 11.01.2023

Erasmus+ Projekteröffnung an der BBS Andernach

Lehr- und erfahrungsreiche Woche zum Thema Vulkanismus und Vulkansteine

Die HBF-Klassen vor der Abteikirche in Maria Laach. Foto: privat

Andernach. Vom 11. bis zum 17. Dezember 2022 verbrachten insgesamt 16 Gäste aus Catania (Sizilien) und aus Sinope (Schwarzmeerküste der Türkei) eine lehr- und erfahrungsreiche Woche zum Thema „Vulkanismus, Vulkansteinabbau, -verwendung und -recycling“ an der August-Horch-Schule in Andernach.

Dieses interessante Projektthema wurde von den angehenden Industriekaufleuten vorgeschlagen, von denen einige in den Firmen EHL AG und VulkaTec Riebensahm GmbH ausgebildet werden. Dank ihrer allesamt auf Englisch gehaltenen Vorträge und der weiterführenden Erläuterungen erhielten die Partnerschüler nicht nur einen Überblick über die Produktpalette der Unternehmen, sondern auch über deren Anstrengungen, den Verbrauch der natürlichen Rohstoffe für die Herstellung ihrer Produkte so weit wie möglich zu verringern.

Die Projektwoche wurde von den Schülerinnen und Schülern der HBF-Klassen „Wirtschaft“ im Rahmen ihres „Projektmanagement-Unterrichts“ geplant, durchgeführt und evaluiert.

Im Vorfeld informierten sie ihre Partner über Wissenswertes zur Stadt Andernach und trugen die Bäckerjungensage in einem Theaterstück vor. Anhand selbsterstellter Power-Point Präsentationen zeigten die HBF-Schüler einige der Hauptsehenswürdigkeiten der Region mit ihrem „vulkanischen“ Themenbezug auf und bereiteten somit die Gäste optimal auf deren Besuch vor.

Da sich beide ausländische Partnerschulen in von Vulkanismus geprägten Regionen befinden, konnte auf gemeinsame Kenntnisse zurückgegriffen und zahlreiche Vergleiche gezogen werden.

Die HBF-Klassen organisierten nicht nur die Besuche des Römerbergwerkes Meurin in Kruft, des Vulkanpark-Info-Zentrums in Plaidt, des Kellers des Mendiger „Vulkanbrauhauses“ und der Abteikirche in Maria Laach, sondern führten auch selbstausgearbeitete Stadtführungen in Koblenz und Andernach durch. Zudem kümmerten sie sich um die Bustransporte und um die Abschlussparty in der Schule.

Dem inhaltlichen Anspruch, der durch ein Deutschlandquiz und einen Deutsch-Minisprachkurs ergänzt wurde, gesellte sich der kreative bei: Die Siegerurkunde für den Gewinner des besten Projektlogos, sämtliche Teilnahmezertifikate und auch die Dekoration der Klassenräume wurden allesamt selbst gestaltet.

Zur dauerhaften Erinnerung an diese gemeinsame Woche bastelten die Teilnehmer zudem aus ausgesonderten CDs ein Windspiel für das Schultreppenhaus, das als Hingucker die grauen Betonwände der BBS verschönern wird.

Durch dieses Projekt konnten die Schüler nicht nur potenzielle Arbeitgeber kennenlernen und die Bedeutung von Unternehmen der Vulkansteinindustrie für die Region sowie ihre Anstrengungen im Hinblick auf nachhaltigeres Wirtschaften nachvollziehen, sondern sich auch ganz konkret den Anforderungen ihres künftigen Berufsfeldes stellen.

In diesem werden nicht nur Organisations- und Improvisationstalent sowie Verhandlungsgeschick, sondern auch Belastbarkeit, Verlässlichkeit, Ideenreichtum und – angesichts der zunehmenden wirtschaftlichen Internationalisierung – v.a. gute Englischkenntnisse und kulturelle Kompetenz verlangt.

Dank der freundlichen Gastfamilien und der finanziellen Förderung unseres „Kleinprojektes“ (Small-Scale-Project) im Rahmen des Erasmus+ Programmes durch die Nationale Agentur bei dem Bundesinstitut für Berufsbildung (na-bibb) werden die Kosten der Gegenbesuche in die Türkei und nach Sizilien für insgesamt zwölf deutsche Schüler und Schülerinnen und vier Lehrkräfte vollständig gedeckt.

Die HBF-Klassen vor der Abteikirche in Maria Laach. Foto: privat

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