KjG Rheinbach
Let op! Ferienfreizeit in Holland
Rheinbach. Die erste Sommerferienfreizeit der KjG Rheinbach fand in diesem Jahr statt. Für 39 Teilnehmer*innen im Alter von acht bis vierzehn und 17 Leiter*innen ging es für zehn Tage nach Holland, auf einen kleinen Hof in die Nähe der Kleinstadt Apeldoorn. Mit fast 60 Leuten in eine kleine Ortschaft zu fahren, brachte seine ganz eigenen Herausforderungen mit sich: Es wurden regelmäßig sämtliche Supermärkte im Umkreis leer gekauft, um alle satt zu bekommen. Wer schon mal holländisches Brot gegessen hat versteht, dass unzählig viele Packungen davon am Tag gegessen wurden! Auch der Bus, der die Gruppe das ein oder andere Mal zu unseren Aktivitäten bringen sollte, glich von der Größe dem Rheinbacher Stadthüpfer und war sofort nach Einstieg bis auf den letzten Sitz- und Stehplatz besetzt.
Das sehr idyllisch gelegene Haus hatte einen eigenen großen Garten mit Trampolin und Kletterstange, war von Feldern und Wiesen umgeben und bot damit viel Platz zum Draußensein. Nach zwei anfänglichen Regentagen, an denen man teilweise im Haus gefangen war, konnte das große Areal zum Fuß- und Volleyballspielen und zum Drachensteigen genutzt werden. Heiß und innig wurden die vom Haus zur Verfügung gestellten Kettcars geliebt und in jeder freien Minute lieferten sich die Kinder mindestens ein Rennen um unser Haus.
Das Programm fand im und um das Haus statt
Das Programm fand zum großen Teil ebenfalls im und um das Haus statt. Es wurde am Abend vorher von den Leiter*innen vorbereitet. Am Vormittag wurden verschiedene Workshops angeboten, aktive und ruhige Spiele wie Fußball oder Gesellschaftsspiele. Aber auch kreative Projekte, wie zum Beispiel das Gestalten einer Lagerfahne und die Möglichkeit, eigene T-Shirts mit der Batik-Methode einzufärben, erfreuten sich bei allen Teilnehmer*innen großer Beliebtheit. Zusätzlich war immer eine Gruppe damit beauftragt, bei der Zubereitung des Mittagessens, unter Aufsicht der zuständigen Leiter*innen, zu helfen. Auch sonst wurden die Kinder ermutigt, sich mit verschiedenen Diensten wie Spül- und Tischdienst am Gelingen der Freizeit zu beteiligen.
Am Nachmittag stand häufig eine Aktion mit allen gemeinsam an. Einige Leiter*innen hatten im Vorfeld Programmpunkte, wie eine Olympiade, ein großes Geländespiel oder eine kleine Wanderung mit Schatzsuche vorbereitet. Außerdem standen drei gemeinsame Ausflüge auf dem Programm. In Apeldoorn konnten die Teilnehmer*innen durch die Geschäfte bummeln oder in einem der Parks spielen. Am Mittwoch machten sich alle gemeinsam zu Fuß auf den Weg in den Klettergarten. Auf den verschiedenen Kletterstiegen in zwischen fünf und 25 m Höhe kam wirklich jeder auf seine Kosten. Ein weiterer Höhepunkt war der Ausflug ans Veluwemeer. An einem kleinen Strand wurde fast ein ganzer Tag verbracht, man lag in der Sonne, spielte im Wasser oder machte kleinere Abstecher zum Pommes oder Eis essen in die Stadt. Das Wasser war an diesem heißen Tag angenehm kühl und so flach, dass man 100 m vom Strand entfernt immer noch gut stehen konnte. Dadurch konnten auch die etwas unsicheren Schwimmer sicher im Wasser spielen.
Die Abende stellten für sich immer wieder Highlights dar
Es wurde viel auf den diversen Partys (mit und ohne Schwarzlicht) getanzt. Für den Casinoabend machten sich alle schick und konnten an verschiedenen Tischen Kartenspiele und sogar Poker ausprobieren (ohne Geld, versteht sich!) und selbst gemachte Limonade trinken. Beim Wetten-dass-Abend forderten die Leiter*innen die einzelnen Zimmer zu Wetten heraus und alle machten mit. Wer schafft mehr Liegestützen, wer kann mehr Radschläge machen, wer kann schneller eine Plane umdrehen, wenn alle zu jeder Zeit mit beiden Füßen darauf stehen müssen? All diese Wetten begeisterten die Zuschauer. Alle fieberten kräftig mit und feuerten ihr Team an. Wetteinsätze waren von beiden Seiten kleine Dienste für die Allgemeinheit, z.B. Koffertragen und Tischdienst übernehmen. Die letzte Wette der Leiter*innen „Wetten, dass ihr es nicht schafft in fünf Minuten im Schlafanzug wieder hier unten zu sein“ wurde natürlich von den Teilnehmer*innen gewonnen und sie erspielten sich damit eine weitere Tanzparty für den nächsten Abend. Nach dem Tanzen und Rennen gab es häufig noch einen gemeinsamen ruhigen Tagesabschluss. Doch auf keinen Fall durften Traumreisen fehlen, die die Leiter*innen abends, wenn alle im Bett lagen, jedem Zimmer vorgelesen haben. Und so waren die Nächte meist ruhig, bis alle vom Kettcar-Gesause in den neuen Tag geweckt wurden.
Im Kletterpark kam jeder auf seine Kosten
Auch in Holland ist das Straße überqueren nicht immer einfach
