ASB-Projekt beim Erfahrungsaustausch in Bad Breisig vorgestellt
Letzte Wünsche wagen
Kreis Ahrweiler. Beim regelmäßigen Erfahrungsaustausch der ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer sowie Vorsorgebevollmächtigten im Kreis Ahrweiler stand diesmal ein Schwerpunktthema im Fokus. Bei dem Treffen in Bad Breisig wurde der ASB-Wünschewagen vorgestellt. An dem Erfahrungsaustausch nahmen zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer teil, die sich unter dem Motto „Letzte Wünsche wagen“ versammelten. Manuela Stebel, eine hauptamtliche Mitarbeiterin des ASB Rheinland-Pfalz, und die ehrenamtliche Mitarbeiterin Angelika Hecken berichteten einfühlsam über die Erfüllung von Wünschen schwerkranker Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Der Wünschewagen existiert seit 2014 und ermöglicht es schwerkranken Menschen, noch einmal an ihre Lieblingsorte zu gelangen und ihre letzten Wünsche zu erfüllen. Die Ziele können vielfältig sein, von einem Besuch am Meer über den Besuch eines Stadions oder Konzerts bis hin zu einem letzten Treffen mit Familie oder Freunden, um Abschied zu nehmen. Das Projekt des Arbeitersamariterbundes finanziert sich durch Spenden und hat das Ziel, möglichst jeden Wunsch zu erfüllen, insbesondere wenn der Fahrgast bettlägerig ist, pflegerische medizinische Betreuung benötigt oder die Familie mit dem Ausflug überfordert wäre.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich begeistert von den Berichten der Referentinnen über dieses bewegende Projekt, das stark vom ehrenamtlichen Engagement lebt. Spenden sind ebenfalls von großer Bedeutung, da für die Fahrgäste keinerlei Kosten entstehen. Besonders interessant war es zu erfahren, wie die Fahrgäste im speziell umgebauten Wünschewagen mit allem Notwendigen versorgt werden.
Im zweiten Teil des Erfahrungsaustauschs diskutierte Moderator Ralph Seeger vom SKFM über Themen aus dem Betreuungsalltag, darunter auch Möglichkeiten zur Beschwerdeführung, wenn die Versorgung in Pflegeeinrichtungen nicht den vertraglichen Bedingungen entspricht. BA
