Premiere im Kapuzinerkloster

Liebeslieder zum Entlieben mit Anna Piechotta

Anspruchsvolles Musikkabarett

Liebeslieder zum
Entlieben mit Anna Piechotta

Die erfolgreiche Kabarettistin Anna Piechotta hatte bei der Premiere ihres neuen Programms „Liebeslieder zum Entlieben“ in Cochem ein Heimspiel. Foto: TE

26.10.2021 - 15:21

Cochem. Das besondere Ausdrucksvermögen und die sprichwörtliche Leidenschaft in ihren exquisiten Präsentationen sind die willkommenen Geschmacksverstärker im musikalischen Kabarett von Anna Piechotta. Damit schafft sie es immer wieder bei ihrer treuen und großen Fangemeinde jenes berühmte Gänsehautfeeling zu erzeugen, das man auch im Anschluss an ihre stets außergewöhnliche Performance, gerne mit nach Hause trägt. Herausfordernd, zynisch, frech und ironisch, sind ihre durchaus ernst gemeinten Ausführungen auch diesmal, als sie im Kapuzinerkloster einmal mehr ein von Beginn an begeistertes Publikum in ihren Bann zieht.


Heuer mit ihrer Programmpremiere „Liebeslieder zum Entlieben“, bei der sie ohne die rosarote Brille der bekennenden Liebenden hinter die Fassaden scheinbar glücklicher Beziehungen schaut. Hier blickt sie mit gemeinen und drastisch formulierten Wahrheiten der Realität tief in die Augen und führt die allseits bekannte Aussage „Liebe macht glücklich“ ad absurdum. Dabei nimmt sie scheinbar nichtige Kleinigkeiten, vom ungekürzten Nasenhaar bis hin zur Unsauberkeit der Beziehungshausfrau, als Unzulänglichkeiten mit scharfer Zunge unter die Lupe und hinterlässt nirgendwo ein gutes Haar.

Sie besingt auch die Rolle der liebenden Mutter bis zu deren Erschöpfung, die den kleinen Rest ihres übriggebliebenen Ichs nur noch im Supermarkt zu spüren vermag. Ein hochgelobter Pflegeroboter im Altenheim wird in ihren Ausführungen zum Meuchelmörder an einer gutgläubigen Seniorin und sie mahnt auch hier vor allzu schnellen Liebesbezeugungen.

Gnadenlos ehrlich, jedoch mit reichlich Emotionen, singt, spielt und zitiert sich Anna Piechotta in die Zwischenwelt des Liebesglücks und verweist, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, schonungslos aber augenzwinkernd, auf deren meist unvollkommene Perfektion. TE

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte

Bunter Kreis Rheinland

Die Geschichte von Lia Löwenherz

Bonn. Kathrin und ihr Mann Norman freuen sich riesig auf ihr erstes Kind. Lia soll das kleine Mädchen heißen. Der Name bedeutet soviel wie: Löwin. Dabei ahnen sie damals noch gar nicht, wie sehr ihre kleine Tochter einmal kämpfen muss. An einem Freitag im März gehen sie zum Organscreening. Zunächst scheint alles in Ordnung, doch plötzlich wirkt die Ärztin beunruhigt. Irgendetwas stimmt nicht. Sie vermutet einen schweren Herzfehler und überweist die Familie sofort in die Uniklinik nach Bonn. mehr...

Die Alkoholkontrolle konnte erst auf der Wache durchgeführt werden

Neuwied: Fahrer war zu betrunken zum Pusten

Neuwied. - Am gestrigen Sonntagabend gegen 20:15 Uhr meldete eine aufmerksame Zeugin der Neuwieder Polizei eine männlichen Person, die an einer Tankstelle diverse Alkoholika kaufte und im Anschluss in ein Fahrzeug stieg. Die Zeugin hatte den Eindruck, dass der Fahrer bereits alkoholisiert gewesen sein könnte. Der Fahrer sei im Anschluss in Schlangenlinien davon gefahren. Die entsandten Beamten der... mehr...

Lesen Sie Jetzt:
solidAHRität Shop
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

Kommentare

Koblenz setzt klare Zeichen

Gabriele Friedrich:
Toll! Und weil die Fahnen so fein im Wind wehen, hören weltweit die Kerle auf, sich über Frauen herzumachen und sie mit Gewalt zu übersäen. *Applaus* für so viele gute Taten....
Gabriele Friedrich:
Da meldet sich doch kein Mensch. Vor allem wenn so einer vor Gericht kommt und man als Zeuge aussagen muss, dann wird man nach Name und Wohnort gefragt- öffentlich. Während der Zeuge nicht erfährt, wo der Angeklagte wohnt, evtl. nicht mal den Namen erfährt. Findet den Fehler. .... !...
Gabriele Friedrich:
Unfassbar, wie dämlich die Leute sind. Alkohol riecht man und wenn die 82 jährige nüchtern war, hätte sie nicht einsteigen sollen. Verantwortung liegt auch beim andern, das er einen gar nicht erst fahren lässt. Ich habe in solchen Fällen, wenn einer betrunken fahren wollte, den Schlüssel weggenommen....
 

Firma eintragen und Reichweite erhöhen!
Service
LESETIPPS
GelesenEmpfohlen