Allgemeine Berichte | 04.10.2017, 09:17 Uhr

Welttierschutztag am 4. Oktober

Lippenbekenntnisse zum Tierschutz allein reichen nicht

Deutscher Tierschutzbund fordert neue Impulse für den Tierschutz

Der Deutsche Tierschutzbund fordert bessere Bedingungen für Tiere in der Landwirtschaft, etwa in der Schweinehaltung. Foto: Jo-Anne McArthur
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Region. Unter dem Motto „Eine Mehrheit für den Tierschutz - Bundestagswahl ist Tierschutzwahl“ begehen der Deutsche Tierschutzbund und seine über 740 Mitgliedsvereine den diesjährigen Welttierschutztag. Angesichts der aktuell beginnenden Sondierungsgespräche und gegebenenfalls späterer Koalitionsverhandlungen fordern die Tierschützer, dass von Beginn an die Weichen für mehr Tierschutz gestellt werden müssen. Der Verband fordert zudem einen Bundestierschutzbeauftragten, der den Tierschutz bundesweit strategisch voranbringen kann.

„Verbesserungen im Tierschutz sind gesellschaftlich gewünscht und dürfen nicht ignoriert werden“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Die zukünftige Bundesregierung muss den Tierschutz in Deutschland aktiv gestalten und die immer gepriesene Vorreiterrolle in Europa tatsächlich ausfüllen – hier herrscht in vielen Tierschutzbelangen noch dringender Handlungsbedarf. Lippenbekenntnisse alleine reichen nicht aus.“

Forderungen an die Politik

Mit Blick auf das Staatsziel Tierschutz gehören ein bundesweites Verbandsklagerecht und die grundlegende Novellierung des Tierschutzgesetzes zu den zentralen Forderungen des Deutschen Tierschutzbundes. Zudem fordert der Verband die Einrichtung des Amtes eines Bundestierschutzbeauftragten. Dieser könnte die Regierung und öffentliche Stellen beraten und die Einhaltung von Tierschutzregelungen kontrollieren. Der Beauftragte sollte hauptamtlich arbeiten und finanziell und personell ausreichend ausgestattet werden. Ebenso drängt der Deutsche Tierschutzbund auf eine Stärkung des karitativen Tierschutzes vor Ort, um die Finanzierung der Tierheime für die Zukunft sicherzustellen. Zum Ausstieg aus Tierversuchen muss die Politik eine konkrete Strategie erstellen und erarbeiten. Weiter fordert der Verband eine nationale Nutztierstrategie, die unter anderem ein staatliches Tierschutzlabel einschließt und die Förderpolitik auf den Tierschutz ausrichtet. Auch ein Ende der Wildtierhaltung in Zirkussen gehört zu den Kernforderungen des Deutschen Tierschutzbundes.

Der Welttierschutztag am 4. Oktober geht zurück auf den Heiligen Franz von Assisi, den Schutzpatron der Tiere. Den Tag nutzen Tierschützer weltweit, um auf drängende Tierschutz-Probleme hinzuweisen.

Pressemitteilung Deutscher Tierschutzbund e.V.

Der Deutsche Tierschutzbund fordert bessere Bedingungen für Tiere in der Landwirtschaft, etwa in der Schweinehaltung. Foto: Jo-Anne McArthur

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