Mutter Clara Fey: Stück feierte Premiere in der Lüftelberger St. Petrus-Kirche .
Lüfthildis-Mysterienschauspiel
Meckenheim. Clara Fey gründete 1844 die Gemeinschaft der Schwestern vom armen Kinde Jesus. Diese stellte sich zur Aufgabe, bedürftigen Kindern und Jugendlichen durch eine schulische Ausbildung mit sozialer Unterstützung zur Seite zu stehen. Ihre Kraft schöpfte sie aus der Botschaft des Glaubens. Dieser vertraut darauf, dass das, was man in die Hand nimmt, gesegnet ist und Segen bringt.
Wer, wie Clara Fey, es bis zur Generaloberin eines Ordens geschafft hat, verfügt über unternehmerische Fähigkeiten, Führungsstärke und Willenskraft. Das war ihr wohl in die Wiege gelegt; sie war Tochter eines Aachener Tuchfabrikanten. Natalie Wiehlpütz, die Hauptdarstellerin des Mysterienstücks, hat die der Ordensgründerin zugesprochenen Eigenschaften in überzeugender Weise verkörpert: Eine „Mischung aus Sanftmut, Entschlossenheit und Güte, Geduld, Offenheit und Humor“. Wiehlpütz hat eine kraftvolle, klare Stimme, die sie in bestimmter, aber liebenswürdiger Weise einzusetzen weiß. Sie konnte herzlich lachen und sich ebenso empören.
Ihre schauspielerische Leistung ist umso bemerkenswerter, als dies die erste Rolle als Laiendarstellerin ist. Mit ihrer Darbietung erweckte sie Begeisterung im Publikum, und man hörte vielfach den Wunsch, sie in weiteren Rollen zu sehen. Das Bühnenbild war sehr gut gewählt, denn das Stück spielte in einem weltlichen und klerikalen Rahmen. Mit unterschiedlichen Beleuchtungen war eine stimmungsvolle Atmosphäre gelungen. Der Zuschauer war in den unterschiedlichen Situationen und Stimmungen intensiv eingebunden.
Das Licht wurde manchmal eingeblendet manchmal verdunkelt, sodass die Situation und die Stimmung der einzelnen Charaktere gut nachempfunden werden konnten. Die Aufführung wurde maßgeblich von Werner Dahlhausen, Markus Schmidt, Marion Breuer und Franziska Lindner (als junge Clara Fey) getragen.
Kulissen und Kostüme wurden von Mechthild Sylvester gestaltet. Für Regie und Einstudierung waren Monika Döhnert und Willi-Josef Wild verantwortlich. Man spürt die intensive und unermüdliche Arbeit mit dem Schauspiel-Ensemble.
