Allgemeine Berichte | 25.07.2022

Stimmungsvolle Hommage an Alexandra auf der Kleinen Bühne der Burgfestspiele

Magische Zeitreise im Alten Arresthaus

Viel Gefühl im Programm von Anja Morell und Florian Appel.  Fotos: BLA

Mayen. Wer war diese Frau …? Eben diese Frage stellte Florian Appel zum Ende einer gefühlvoll, melancholischen Show, die sich mit der Sängerin Alexandra beschäftigte, die zwischen 1966 und 1969 die Musikwelt aufmischte und dann im Alter von 27 Jahren bei einem Autounfall starb. Florian Appel und vor allem Anja Morell luden die Besucher im Alten Arresthaus auf diese magische Zeitreise ein.

Wer kennt sie nicht, Lieder wie „Mein Freund der Baum“, „Zigeunerjunge“ oder auch „Sehnsucht“. Lieder, die Ende der 1960er Jahre einen völlig neuen Stil in die bundesdeutsche Schlager- und Musikwelt brachten. Alexandra, mit bürgerlichem Namen Doris Alexandra Treitz, hatte sich dem Chanson verschrieben und feierte damit rauschende Erfolge.

Die Inszenierung im Rahmen der Mayener Burgfestspiele war aber viel mehr, als ein gelungener musikalischer Abend. Musikalisch gelungen war er, weil Anja Morell die Lieder der Künstlerin wundervoll interpretierte, nah am Original, aber dennoch mit der eigenen Note versehen, sodass es eine wundervolle Hommage, aber eben kein Abklatsch war. Bei einer solch außergewöhnlichen Künstlerin wie Alexandra ist die Fallhöhe riesig, wenn man sich als Kopie versuchen würde. Anja Morell schaffte diesen schwierigen Spagat gekonnt, indem sie eigene Akzente setzte und trotzdem das Original nicht verfremdete.

So wurde beispielsweise der Song „Mein Freund der Baum“ mal eben mit der Stromgitarre interpretiert. Völlig unerwartet für das Publikum, aber sehr beeindruckend und möglicherweise hätte es Alexandra in einer späteren Zeit genau so gemacht.

Alexandra oder der Traum vom Fliegen, so hieß dieser Themenabend und dieser Titel war Programm. Morell und Florian Appel, der virtuos für die musikalische Begleitung sorgte, machten eben diesen Traum vom Fliegen erlebbar.

Auszüge aus der Biographie von Alexandra, Originalinterviews mit Wegbegleitern zeichneten das Bild einer Frau, die wusste, was sie wollte und gleichzeitig innerlich zerrissen war. Eine Frau, die sich von Rückschlägen nicht aufhalten ließ und wenn sie zurücktreten musste, dann nur um neu Anlauf zu nehmen. Eine Frau von heute, die bereits in der Gesellschaft der 1960er Jahre ihren Weg ging.

Und immer wieder diese atemberaubende Musik, dieser Gesang, der unter die Haut ging, diese gefühlte unbändige Lebenslust gepaart mit Melancholie und einer erstaunlichen Vielseitigkeit. Alexandra sang in sechs Sprachen und auch Anja Morell gab Lieder in englischer und französischer Sprache zum Besten. Außerdem brachte Morell vier verschiedene Instrumente im Laufe des Abends zum Klingen – also auch hier Parallelen und die richtige Besetzung, um das Publikum in Erinnerungen schwelgen zu lassen.

Kurzum ein herausragendes Special der diesjährigen Burgfestspiele im Mayener Arresthaus und mehr als verdient der langanhaltende Schlussapplaus für Anja Morell und Florian Appel, die ohne Zugabe nicht von der Bühne kamen.

BLA

Sehr vielseitig präsentierte sich Anja Morell, die beispielsweise „mein Freund, der Baum“ mit Stromgitarre interpretierte.

Sehr vielseitig präsentierte sich Anja Morell, die beispielsweise „mein Freund, der Baum“ mit Stromgitarre interpretierte.

Passagen aus der Biographie gewährten einen Einblick in das Seelenleben der außergewöhnlichen Künstlerin. Stilecht inszeniert im Design der späten 60er.

Passagen aus der Biographie gewährten einen Einblick in das Seelenleben der außergewöhnlichen Künstlerin. Stilecht inszeniert im Design der späten 60er.

Viel Applaus für Florian Appel und Anja Morell.

Viel Applaus für Florian Appel und Anja Morell.

Viel Gefühl im Programm von Anja Morell und Florian Appel. Fotos: BLA

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