Auch das dritte Konzert des Linzer Sommerfestivals begeisterte die Besucher
Magnet für Linzer und Gäste
Linz. Die Stadt Linz am Rhein kann sich freuen, dass Verwaltung, Wirtschaft, Gastronomie, Tourismus und Bürgerschaft an einem Seil ziehen und auch für unmöglich gehaltene Events in der Stadt ermöglichen und sich daran erfreuen. Denn alle diese Gruppierungen hatten in diesem Sommer gemeinsam ein wirklich attraktives Sommerfestival an drei Freitagen von Juli bis Ende August vorbereitet und gefeiert.
Nach zwei gelungenen „Sommerfestivals“ feierte Linz auf dem Buttermarkt das dritte und letzte Konzert dieser Veranstaltungsreihe, die nicht nur die Linzer, sondern auch Touristen und Gäste aus der Umgebung in die Altstadt bringen sollte.
Wer bisher geglaubt hatte, dass die beiden vergangenen Sommerfestival schon das musikalische „Ultra“ war, musste schnell erkennen, dass auch das dritte und damit das letzte Festival 2016 ein „Knaller“ und Publikums-Magnet war. Das Saison-Endkonzert auf dem Buttermarkt hatte sich passend in das Festivalprogramm eingereiht, denn an allen drei Freitagabenden gab es Top-Künstler auf der Bühne und viel Applaus von den Zuhörern und Besuchern. Wie sich schon bei Beginn zeigte, gab es viel mehr Publikum als bei den vorherigen Konzerten und die Zuschauer erlebten einen tollen Abschluss der diesjährigen Festival-Saison. Wie dieser Zulauf auf dem Buttermarkt – und auch darüber hinaus - zeigt, haben die Stadt Linz und und die (das Fest zu einem guten Teil finanzierenden) Geschäfte, Gasthäuser/Pubs, etc. mit ihrer musikalischen Auswahl und Kombination ein sehr ansprechendes Konzept gefunden. Zudem muss Linz einen „guten Draht zu Petrus“ haben, denn bei allen Festivals war es trocken und warm. Bei den Festival-Besuchern war am Freitag klar: „Das war ein gelungener Abschluss des Festivals!“
Jill Fisher brachte mit Country-Musik viel Stimmung
Den Auftakt zum dritten Sommerfestival-Konzert übernahm Jill Fisher, eine 21 Jahre junge und sehr talentierte Sängerin aus dem Kreis Neuwied mit unverwechselbarer Stimme. Begleitet von einem Gitarristen präsentierte sie nicht nur die gängigen Country-Songs, sondern sang sie auch zum Teil in neuer Interpretation. Schon früh hatte sie ihre Leidenschaft für Country-Musik erkannt, mit der sie aufgewachsen war. Dies war offenbar der Grundbaustein für ihre musikalische Laufbahn, denn bereits in 2005 trat sie zum ersten Mal auf die Bühne. Danach sammelte sie Erfahrung mit diversen Künstlern und Bands. Dabei trat sie in ganz Deutschland, den Niederlanden und Belgien auf und begann, eigene Songs zu schreiben. Wie sie betont, genießt sie diese Bühnenauftritte vor Publikum jeden Augenblick. Dass ihr dies auch in Linz gelang, zeigte der große Applaus der Festival-Besucher, die Lieder wie „Country Roads“ kräftig mitsangen.
Die Pause zwischen den Auftritten der Künstler nutzte Martin Flöck, 1. Vorsitzender der Linzer Werbegemeinschaft e.V., um die Künstlerin zu loben und eine Bilanz des bisherigen Festivals zu ziehen: „Jill Fisher hat uns heute Abend auf einen tollen Abend eingestimmt und wir hatten auch bei den zurückliegenden Konzerten auf dem Buttermarkt - hier im Wohnzimmer von Linz – tolle Musiker und begeisterte Besucher. Es war nicht einfach, hier so eine Veranstaltung zu organisieren und durchzuführen, aber es hat sich gelohnt.“ Ob es eine eventuelle Sommerfestival-Neuauflage im nächsten Jahr gibt, will die Werbegemeinschaft zusammen mit der Stadt prüfen und die Möglichkeiten sondieren. Mit Buttermarkt, Marktplatz und Burgplatz habe man drei „Magnete des Festivals für die Zukunft“. Flöck: „Das ist zwar nicht leicht zu stemmen, aber wir unterstützten es!“ Er dankte auch Bürgermeister Dr. Faust und der Verwaltung, dem Ordnungsamt, der Feuerwehr und den zahlreichen anderen Unterstützern: „Die Linzer haben gesehen, dass es funktioniert und wir prüfen, ob es im nächsten Jahr wieder ein Sommerfestival gibt.“ Am Ende seiner Ausführungen gab es ein großes Lob an die Organisatoren Miriam Brackelsberg und Ralph Müllerschläder: „Diese beiden haben hier mit viel Hingabe ein tolles Sommerfestival organisiert, das allen gefallen hat!“
Für Dr. Faust ist das Sommerfestival ein voller Erfolg
Trotz einer Verletzung ließ es sich auch Bürgermeister Dr. Faust nicht nehmen, vor Ort eine Bilanz zu ziehen: „Wir haben mit der Werbegemeinschaft gerechnet, überlegt und mit vielen gesprochen. Auch Gäste in Linz wurden befragt. Das Fest ist ein voller Erfolg, tut Linz und uns allen gut und macht die Stadt Linz weiter bekannt.“ Man habe mit dem Verein viele Gespräche geführt, um diesen Erfolg zu schaffen. Flöck und Dr. Faust lobten daher ebenfalls auch das Organisations-Team. Als kleine Anerkennung gab es daher Blumen. Dank gab es auch für den Einsatz einiger Helfer, die in Linz „einige graue Ecken“ beseitigt hatten. Dr. Faust: „Wir wollen mit der Werbegemeinschaft Linz weiter nach oben bekommen und in diesem Jahr haben alle zugelegt. Wir versuchen daher alles, das Festival im nächsten Jahr wieder auf die Beine zu stellen.“ Er dankte daher allen Aktiven für die Unterstützung . Dank guter Vorbereitung habe es einen reibungslosen Ablauf gageben, daran habe auch Linzer Tourismus-Leiterin Daniele Maier mitgeholfen. Das Sommerfestival komme sogar in Bonn gut an.
Plenty40 rockte den Buttermarkt
Nach der Pause übernahm die 2002 gegründete Band „Plenty40“ die Bühne. Sie spielt Funk und Soul im modern Style von Joe Cocker, Aretha Franklin, van Morrisson, Tina Turner und vielen anderen Sängern und Bands. Die Musiker kommen aus Bad Honnef, dem Raum Bonn/Köln und Neustadt/Wied. Schon vor dem Start kam die Idee, eine Soul-, Funk- und Bluesband mit einer Sängerin und einem Sänger mit „schwarzem Feeling in der Stimme“ zu gründen. Nach einigen Veränderungen in der Band ist heute Alexander Tüshaus mit seiner unverwechselbaren „schwarzen“ Stimme der Sänger, ihm zur Seite stehen Sängerin Kerstin Wittenius und zehn Musiker auf der Bühne. Beide Vokalisten haben tolle Stimmen, auch die vierköpfige Bläsergruppe hob den Sound von Plenty40 von vielen Bands positiv ab.
Beim Linzer Auftritt gefiel die Band neben den herausragenden Stimmen und der ungewöhnlichen Besetzung mit Bläsern auch durch die Vielfalt der Songs. Die Play-List reichte von „I cant stand the rain“ bis zu „Proud Mary“. Auf die Band-Anfrage, wann man Schluss machen müsse, gaben die Verantwortlichen ihr „ok“ bis 23 Uhr. Zusammen mit den Organisatoren endete der Auftritt von Plenty40 mit den Hits „Freedom“ und „Simply the best“.
Die Organisatoren ernteten zu Recht großen Applaus
Organisiert wurde das „Linzer Festival 2016“ von Miriam Brackelsberg und Ralph Müllerschläder, die selbst lange Zeit in Bands gesungen und gespielt haben. Sie hatten für jeden der drei Termine eine erstklassige Mixtur der Musik-Stile und der auftretenden Künstler gefunden. Beide hatten auch schon bei Plenty Fourty gespielt, bis Miriam aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter als Sängerin auftreten konnte und sich mit Ralph seitdem als „Band M“ der Organisation und Konzeption derartiger Veranstaltung widmeten. Natürlich ließen sich die Organisatoren es dennoch nicht nehmen, im letzten Plenty 40-Set auch auf der Bühne zu singen, bzw. mit der E-Gitarre die Band auch musikalisch professionell zu unterstützen. Der darauf folgende lange Applaus zeigte, dass Band M, bei allen drei Konzerten die richtige Künstlerauswahl und passende Musik-Mixtur gefunden haben und für Linz ein hoffentlich viele Jahre bestehendes „Sommerfestival“ neu definiert, das sich lange hält. Miriam Brackelsberg zeigte sich nach Abschluss des Festivals begeistert: „Ich freue mich tierisch, dass das Sommerfestival so total gut angekommen ist. Es hat total Spaß gemacht und auch das Wetter hat mitgespielt.“
Beim dritten Konzert begeisterten Plenty 40 und Jill Fisher die zahlreichenGäste. Bürgermeister Dr. Faust ehrte die Organisatoren. Fotos: BDo
