Bürger-Netzwerk BIN Linz mahnte
Mahnwache zum Lärm an Politik und Bahn
Standort an einer Lärm-Brutstelle gewählt
Linz. Am Rheintor, in unmittelbarer Nähe der Lärm-Brutstelle Bahngleis und am Platz des Weihnachtsmarktes, hatte der Vorstand der Initiative BIN gegen Bahnlärm VG Linz e.V. seinen Standort für eine Mahnwache gewählt. Es waren alle Mitglieder und am Thema Interessierte zu einem Umtrunk eingeladen, der Gelegenheit zu Informationen, Meinungsaustausch und Anregungen gab. Die allgemeine Stimmung lief darauf hinaus, dass Anerkennung dafür besteht, dass einiges, zum Beispiel die Umrüstung der alten Güterwaggons auf etwas lärmreduzierte Bremsen bis 2020, in Gang gesetzt worden sei. Aber dass sich die Verantwortlichen in Politik und Bahnsektor insgesamt zu langsam bewegten und viele neue Technologien bislang ungenutzt blieben. Wie der Vorstand, empörten sich viele Gesprächsteilnehmer, dass das Untere Mittelrheintal mit Einzelmaßnahmen im Verhältnis zum Oberen Mittelrhein benachteiligt werde, woran auch die Landesregierung nicht ganz unschuldig sei. Der Termin der Mahnwache, nämlich in der Vorweihnachtszeit, war vom Vorstand gezielt gewählt worden, um gerade in der Zeit der Besinnung, Besinnlichkeit und Ruhe die Verantwortlichen erneut anzumahnen, über dringende Abhilfen für die gesundheits- und lärmgeschädigten Bahnanlieger nachzudenken und zu handeln. Weiterer Druck wird durch eine Verfassungsbeschwerde der Bundesvereinigung gegen Schienenlärm e.V. Berlin (BVS) aufgebaut, die von der Linzer Initiative mitgetragen wird. Das Grundgesetz garantiere, so kam es in den Gesprächen immer wieder zum Ausdruck, in Art. 2, Abs. 1 die körperliche Unversehrtheit, die wissenschaftlich erwiesen bei Lärm bis zu 110 dBA nicht mehr gegeben sei. Von Flugstaub und die Immobilienwerte reduzierenden Erschütterungen gar nicht erst zu sprechen, so wurde es im Meinungsaustausch der Mahnwache immer wieder betont.
Presseinformation
BIN gegen Bahnlärm VG Linz e.V. Bürger-Initiativen-Netzwerk
