Junggesellen feierten erstes Oktoberfest in Fritzdorf
Mailehenverein sammelt für neues Zelt
Nach einem Brand war das ursprüngliche Zelt unbrauchbar
Wachtberg. Nur noch das an allen Enden angesengte Dach hatte im Juli nach dem Brand schlaff auf dem Zeltgestell gehangen. Schon in der Nacht des Feuers auf dem Gelände der Windmühle waren erste Stimmen laut geworden, die Brandstiftung vermutet hatten. Anstatt wegen des Verlustes des Partyzelts den Kopf in den Sand zu stecken, packten die Junggesellen mit Unterstützung des Ortsfestausschusses und anderer Ortsvereine die Sache an und begannen, für ein neues Zelt zu sammeln. So richteten sie jüngst das erste Oktoberfest Fritzdorfs aus.
Beim Maifest, dem Windmühlenfest und natürlich als Mietzelt hatten die Junggesellen das 90 Quadratmeter große Zelt genutzt. Außerdem hat es viele Jahre beim Weihnachtsmarkt Schutz vor widrigem Wetter geboten. Der Brand, dessen Verursacher bisher nicht gefunden wurde, hat somit einen Schaden für das gesamte Dorf angerichtet. Als die Aktiven begannen, per Brief um Spenden für eine Neuanschaffung zu bitten, halfen fast alle, erzählte Lukas Schimmel, der Vorsitzende des Vereins.
Mit einem Fest, das bisher noch nie im Dorf des Goldbechers gefeiert wurde, sollte das letzte Drittel des fehlenden Betrags für das neue Zelt zusammengebracht werden. Für die Getränke sorgten die Junggesellen, für den Imbiss die Karnevalsgesellschaft Grün-Gelb, der Ortsfestausschuss half bei Genehmigungen und Organisation. Dass sie ihren Ort, in dem die Vereine einander helfen und sich bei Veranstaltungen gegenseitig unterstützen, im Rücken hatten, merkten die Junggesellen am Festabend. Mehrere hundert Besucher strömten zu Festbier, Musik und Herzhaftem in das neue Zelt, das neben der Turnhalle aufgebaut war. „Der Ortsfestausschuss ist in Vorleistung getreten“, erklärte Schimmel, wie es zu der frühen Ersatzbeschaffung kam. „Dafür sind wir sehr dankbar.“ Falls man nun doch mehr als den Restbetrag für das neue Festobdach einnehmen würde, hatte man bereits Pläne. „Wir haben uns da etwas einfallen lassen, was dem ganzen Dorf zugutekommt“, deutete Lukas Schimmel an.
