KV Escher Wend erfreute mit kurzweiligem Narrenspektakel
„Make Alaaf - not War“ als närrisches Motto
Kaisersesch. Schwarzer Frack und Chapeau Claque sind die Markenzeichen von Narrenmoderator Markus Laux. In diesem Outfit führt er die närrische Alaaf-Fraktion des KV Escher Wend bereits seit vielen Jahren durch die heimische Saalfastnacht, die mit dem Atrium der Pommerbachschule erneut ihre bevorzugte Narrenarena bezogen hat. Die erfreut sich schon bei der aktuellen Sitzungspremiere an einem ausgelassen feiernden Publikum, das seine Erwartungsfreude auf ein kurzweiliges Narrenspektakel kaum verbergen kann.
So ist es auch Laux der den bunten Gardetross der Kaisersescher Narrenzunft unter der musikalischen Begleitung des Spielmannszuges Illerich auf die Bühne führt und zum Auftakt die Narrenhymne des Vereins anstimmt. Mit deren letztem Akkord gibt er mit „Make Alaaf not War“ auch das Motto der Kampagne bekannt, was vom Publikum mit stehenden Ovationen begleitet wird. Der neuen Minifunkengarde ist es vorbehalten den bunten Reigen der Tanzbeiträge zu eröffnen. Dies gelingt ihnen in Form quirliger Glühwürmchen bravourös. Abgelöst werden sie auf dem Narrenparkett von der schwungvoll geprägten Gardedarbietung der Kinderfunken, die auch künftig Bestleistungen erwarten lässt.
Birgit Abel und Daniela Schäfer bieten ein amüsantes Gesangsduell vor der geschlossenen Tür des Stadtbüros als „Du da vom Stadtbüro“ und „Du da vorm Stadtbüro“. Dabei gibt Schäfer den meist im Tiefschlaf befindlichen Stadtbürgermeister, der den Ansinnen seiner Untertanen nur ungern Gehör schenken will. Gleichzeitig weiß Abel als wissende Bürgerin zu intonieren: „Willst du in Esch mal alleine sein - steige in einen ÖPNV-Bus ein!“
Einen von mehreren Höhepunkten bieten die Mädels der rot-weißen Funkengarde mit ihrem furiosen Gardetanz, der neben sportlichen auch mit akrobatischen Elementen begeistert. Die ebenfalls neu gegründete Formation der „Crazy Boys & Girls“ rekrutiert sich aus ehemaligen Aktiven des Männerballetts und Elferratsfrauen, die mit ihrer internationalen Discoshow voll den Geschmack der Narren treffen. Eigene Erlebnisse und Ereignisse aus dem städtischen Alltag weiß Daniel Eulen als „Escher Jung“ kurios und amüsant in witzige Geschichten zu verpacken, während die Kinderfunkengarde einmal mehr mit ihrem Schautanz „Seemannsgarn“ punkten kann.
Nicht nur Shanty-Songs, sondern auch Liedgut betreffend das aktuelle Stadtgeschehen präsentieren die agilen Gesangs-Oldtimer der „Prisoners“. Aus eigener Feder stammend, verarbeiten sie hier unter dem bekannten Kaisersescher Motto „Die kleine Stadt, die alles hat“ unliebsame Missstände aus jüngster Vergangenheit. Knallhart, ehrlich und dennoch charmant.
Dem Bühnenaktiven Frank Barzen ist die Rolle des berühmt-berüchtigten Sitzungspräsidenten mit multifunktionalem Biersyndrom förmlich auf den Leib geschrieben. Auch heuer zieht er mit schwerer Zunge und reichlich Gerstensaftkonsum genüsslich über das öffentliche Leben her, wobei er mit den Argumenten eines Biertrinkers der Leistungsklasse amüsante Weisheiten zum Besten gibt. Vier Bühnenakteure feiern auf den närrischen Brettern des KV Escher Wend in dieser Session ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum. Es ist die beliebte Show- und Gesangsformation der „City-Boys“, die auch in ihrem Jubiläumsjahr Escher Geschichte und Geschichten trefflich in ihr selbst komponiertes Liedgut verpackt haben. In diesem Zusammenhang nehmen sie nach Art eines Till Eulenspiegel städtische Ereignisse als moderne Narrenoperette auf´s Korn.
Ein kurzweiliges Spektakel für verwöhnte Narren. Die Funkengarde der Illericher Narren (IKV) erfreuen mit einem flotten Gardetanz als Gastbeitrag, während die Gebrüder Nils und Jens Schönlau mit ihrer Sketchparade für gute Stimmung sorgen. In eine Herde Einhörner haben sich bei einem weiteren Auftritt die „Crazy Boys & Girls“ verwandelt und geben unter dem rhythmischen Klatschen des Publikums eine sehenswerte Zugabe. Abschließender Höhepunkt ist und bleibt der Showtanz der rot-weißen Funken des KV Escher Wend.
Erneut eine tänzerische Spitzenleistung der Gardemädels die einmal mehr mit ihrer Choreografie und sportlich-eleganten Ausführung besticht. Abschließend sind es 70 Bühnenaktive die Markus Laux zum großen Finale auf das närrische Parkett bittet. TE
