Koblenzerin erhielt Sportplakette des Landes Rheinland-Pfalz
Marion Pangsy- eine Kämpferin mit großem Herzen
Koblenz. Frauenringen hat heute leider noch nicht den Stellenwert im Sport erreicht, den es verdient. Dafür setzt sich Marion Pangsy mit ganzem Herzen ein. Durch ihren Großvater und Vater mit dem Ringen infiziert, hat sie sich schon recht früh mit dieser Sportart auseinandergesetzt.
Erst 1986 ging man in den Schwerathletik-Vereinen dazu über, Frauen das Ringen zu ermöglichen. Dies und auch die Sportinteressen der Söhne veranlassten Marion Pangsy 1991, Mitglied im ASV Eiche Koblenz-Metternich zu werden. Dort erkannte man schnell ihr Kämpferherz und wählte sie schon bald zur Geschäftsführerin. 1999 wurde sie zur 1. Vorsitzenden des ASV gewählt, somit stand zum ersten Mal eine Frau an der Spitze des Schwerathletik-Vereins. Durch diese Tätigkeit war sie automatisch als Delegierte im Landesverband Rheinland-Pfalz, wo sie bald den Rechtsausschuss übernommen hat.Bereits in den Jahren 1992/93 und 1994 war sie maßgeblich an der Austragung des Großen Preises im Ringen in der Klasse griechisch-römischer Stil beteiligt.
Nach langen Verhandlungen im Ringerverband Rheinland-Pfalz, gelang es ihr bereits 1996, in Hanau die erste Deutsche Ringer Meisterschaft für Frauen mit auszurichten.
Einsatz für Frauenringen als olympische Disziplin
Als Frauenbeauftragte bzw. Delegierte für Frauen (später Vizepräsidentin) der Arbeitsgemeinschaft Ringen in Rheinland-Pfalz, kurz ARGE genannt, war es ihr schon seit langem ein Anliegen, Frauenringen als olympische Disziplin in das olympische Programm mit aufzunehmen. „Wer sich mit den antiken olympischen Wettkämpfen auskennt, weiß, dass das Ringen als eine der ältesten Disziplinen durchgeführt wurde, und deshalb sollte es wieder ins Programm aufgenommen werden“ so Marion Pangsy. Diesen Kampf nahm sie im Jahre 2002 mit dem Olympischen Komitee auf, der bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen mit der Teilnahme der Frauen in vier Freistil-Gewichtsklassen zum Erfolg führte.
Im gleichen Jahr wurde Pangsy zur Präsidentin des Schwerathletikverbands Rheinland-Pfalz gewählt. In den zwölf Jahren, in denen sie diesen Verband führte, setzte sie sich immer stärker für den Frauenwettkampf im Ringen ein.
Höchste Auszeichnung des Landes im Bereich Sport
Wer Marion Pangsy gegenüber sitzt, spürt sehr schnell, mit welcher Energie sie ihre Ziele, die sie immer vor Augen hat, auch konsequent bis zum Schluss durchzieht.
Für ihre Ausdauer und ihren außergewöhnlichen Einsatz, erhielt Marion Pangsy im Mai 2017 aus der Hand der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer als Anerkennung die Sportplakette des Landes Rheinland-Pfalz. Die Sportplakette ist die höchste Auszeichnung des Landes für den Sport, sie wird neben den national und international erfolgreichen Leistungssportlerinnen und -sportlern auch an ehrenamtliche Funktionsträger verliehen. Mit der Auszeichnung von Marion Pangsy wird auch dem Frauenringen eine größere Anerkennung zuteil.
