Allgemeine Berichte | 25.11.2016

Apollinariskirche dient Studenten als Thema für die Masterthesis

Masterarbeiten über die Apollinariskirche

Pater Bartholomé von der Klostergemeinschaft, Charis Hahne, Martin Krämer und Erhard Wacker in der Apollinariskirche. privat

Remagen. Für Pilger und Kulturinteressierte ist die Apollinariskirche immer ein Anziehungspunkt. Erfreulicherweise auch für junge Studenten der Kunstgeschichte, die auch weiterhin Neues herausarbeiten. Charis Hahne, (geboren in Düsseldorf, später in Ahrweiler lebend, heute in Bonn) hat diesen Sommer ihre mit der Note 1,0 bewertete Masterarbeit an der Bonner Universität in Kunstgeschichte vorgelegt. Der Titel lautet: „Stil als Bedeutungsträger“. Die Ausmalung der St. Apollinariskirche zu Remagen im Kontext ihrer Zeit. Frau Hahne legt einen Schwerpunkt auf die Aspekte der Komposition, Malweise, Figuren und Naturdarstellung. Ein weiteres Thema ist die Analyse der Vorbilder in der italienischen Renaissance sowie eine Verortung der vier Künstler innerhalb der Düsseldorfer Malerschule beziehungsweise der sogenannten „Nazarener“. Kurz vor dem Abschluss steht Martin Krämer aus Bornheim, der an der Universität Düsseldorf Kunstgeschichte studiert. Seine Masterarbeit mit dem Titel: „Die Apollinariskirche in Remagen. Wahrzeichen der Romantik am unteren Mittelrhein“ wird Ende November fertig sein. Neben der Architektur soll in dieser Untersuchung die Einbettung des Gesamtwerkes in die Romantik im Vordergrund stehen. Pater Bartholomé von der Klostergemeinschaft und Erhard Wacker (Vorstandsmitglied des Fördervereins) freuen sich über dieses Interesse. Herr Wacker könnte sich gut vorstellen, dass auch in anderen Fachbereichen der Apollinarisberg, das heißt, Kirche, Kloster und die umgebende Klosterlandschaft Thema einer Examens- oder Seminararbeit sein könnte. Für den Bereich „Historische Geografie“ lagert hier noch die Vermessung des Klostergutes aus dem Jahr 1760, die „Fürstenbergsche Bibliothek“ könnte analysiert werden, sowie viele unbearbeitete Texte aus der Klostergeschichte im Landeshauptarchiv in Koblenz. Aber auch für Kunsthistoriker gibt es noch Arbeit: Bisher hat sich zum Beispiel noch niemand mit den Plastiken in und an der Apollinariskirche beschäftigt.

Pater Bartholomé von der Klostergemeinschaft, Charis Hahne, Martin Krämer und Erhard Wacker in der Apollinariskirche. Foto: privat

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