Allgemeine Berichte | 30.10.2018

Martinsfeuer: An Schutz für Igel denken

Material umschichten oder Konstruktion auf Stelzen bauen

Rhein-Lahn-Kreis. Bald schon reitet Sankt Martin wieder durch die Dörfer und Städte und teilt seinen Mantel mit dem Bettler. Zu seinem Namenstag am 11. November werden in den meisten Gemeinden im Rhein-Lahn-Kreis um dieses Datum herum Laternenumzüge angeboten, zu deren Höhepunkt das Martinsfeuer angezündet wird.

Vielerorts bauen Kinder und Jugendliche hohe Reisig- und Holzhaufen, aber auch Gemeinden selbst kümmern sich um das Aufschichten des Brennmaterials. Auch wenn in der Vergangenheit mehrfach von offizieller Seite und seitens der Tier- und Naturschutzverbände immer wieder darauf hingewiesen wurde, dass die Igel zu dieser Jahreszeit auf verstärkter Nahrungssuche für den bevorstehenden Winter sind und in guten Verstecken, also auch in den Reisig- und Holzhaufen für das Martinsfeuer gerne Unterschlupf suchen, kommt es immer noch vor, dass die friedlichen und nützlichen Stacheltiere den Feuertod sterben, weil sie nicht rechtzeitig aus ihrem Unterschlupf verjagt wurden.

Methoden, um qualvollen Tod zu verhindern

Damit der Martinszug nicht in einem qualvollen Tod für viele Igel endet, weist die Kreisverwaltung des Rhein-Lahn-Kreises schon jetzt auf einfach umzusetzende Methoden hin, mit denen das Leben vieler Igel (und natürlich auch anderen Unterschlupf suchenden Tieren) geschützt wird, damit das schöne Erlebnis des Martinsfeuers nicht getrübt wird.

Die Kreisverwaltung empfiehlt allen Gruppen, Institutionen und Personen, die in ihren Heimatorten für das Abbrennen des Martinsfeuers verantwortlich sind, kurz vor dem Abbrennen das Material umzuschichten oder eine Konstruktion auf Stelzen zu bauen, die es den Tieren nicht ermöglicht, dort unterzukriechen. Oder aber man schichtet das Brennmaterial überhaupt erst am Tag des Abbrennens auf. So kann manches Igel- bzw. Tierleben gerettet werden.

Schließlich ist es schon schlimm genug, dass insbesondere die freundlichen Igel, die vorwiegend in der Dunkelheit aktiv sind, Gefahren beim Überqueren der Straßen ausgesetzt sind und dort bereits in großer Zahl alljährlich ihr Leben lassen.

Pressemitteilung

Rhein-Lahn-Kreis

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