Feierliche Einsegnung und Übergabe mit Pfarrer Radomir Nosek, Pfarrer Dr. Reinhold Malcherek und Bürgermeister Bert Spilles
Meckenheimer Wehr erhält neues Fahrzeug
Meckenheim. Volles Haus am vergangenen Montag beim Löschzug Meckenheim der Freiwilligen Feuerwehr. Wehrführer Günter Wiegershaus konnte nicht nur die Angehörigen des Löschzuges Meckenheim begrüßen, sondern auch die Jugendwehr und viele Kameraden der Altersabteilung.
Ein ganz besonderer Willkommensgruß galt auch den Wehrführern aus Bornheim, Swisttal und Rheinbach, denn die Feuerwehrarbeit funktioniert weit über die Grenzen der eigenen Kommunen Hand in Hand. Aus diesem Grunde waren ebenfalls Abordnungen der Wehren aus Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie der Grafschaft anwesend.
Altes Rüstfahrzeug war in die Jahre gekommen
Hintergrund war die feierliche Indienststellung eines neuen Rüstfahrzeuges. Das alte von 1995 war im wahrsten Sinne des Wortes in die Jahre gekommen und soll verkauft werden. Der Rat hatte daher, wie Bürgermeister Bert Spilles betonte, einstimmig den Weg für den Ankauf eines neuen Fahrzeuges frei gemacht, welches immerhin den stolzen Preis von 457.317 Euro kostet. Das neue Fahrzeug der Firma MAN hat eine Länge von acht Metern und ist mit 290 PS ausgestattet.
Platz hat es für drei Mann Besatzung, welche alle über den LKW-Führerschein verfügen sowie die Ausbildung als Maschinist abgelegt haben müssen.
Das neue Fahrzeug dient primär nicht der Brandbekämpfung, sondern der technischen Hilfeleistung.
Dementsprechend ist auch das Equipment. Einen Tank für Löschwasser gibt es hier nicht, dafür aber viel Hydraulik für Spreizer und Schere, auch Rettungsschere genannt, um Menschen nach einem Unfall aus Fahrzeugen zu bergen.
Ausstattung dient der Arbeitserleichterung
Ebenfalls ist viel Werkzeug an Bord, und vor allem gibt auch starke Leuchtmasten, um Unfallstellen oder auch Brandherde entsprechend zu beleuchten. Als Besonderheit verfügt das Fahrzeug über eine Seilwinde, die in der Lage ist, Lasten bis zu zehn Tonnen Gewicht zu ziehen.
Dabei kann diese Winde in zwei Richtungen eingesetzt werden, ohne dass das Fahrzeug gewendet werden muss; dies ist bei oft engen Stellen eine große Arbeitserleichterung für die Wehr.
„Es ist ein Segen, dass es Menschen gibt, die sich für andere Menschen einsetzen.
Die Feuerwehr ist ein Segen für uns alle,“ so Pfarrer Radomir Nosek in seiner kurzen Ansprache.
Gemeinsam mit dem katholischen Pfarrer Dr. Reinhold Malcherek nahm er die Einsegnung des Fahrzeuges vor und gab der Hoffnung Ausdruck, dass alle Menschen von den Einsätzen unversehrt nach Hause zurückkehren würden.
Symbolisch wurde das Fahrzeug anschließend von Bürgermeister Bert Spilles an Wehrführer Günter Wiegershaus übergeben, der es wiederum an Meckenheims Löschzugführer Thomas Ludwig übergab, da es in Meckenheim stationiert wird.
STF
