Allgemeine Berichte | 25.10.2017

Container mit Hilfslieferungen in Zentralafrika angekommen

Medizinische Hilfe für Kamerun

Die Anlieferung von unter anderem zwei Augen-Operations-Tischen an die Acha Eye Clinic in Bafoussam in West-Kamerun. Privat

Meckenheim. In dieser Woche war es endlich so weit: ein weiterer Container aus Deutschland mit Medizingeräten, Operations-Liegen, Zahnarzt-Stühlen, einer Röntgenanlage und vielem mehr konnte in Douala, einer Hafenstadt in Kamerun, vom dortigen Zoll freigegeben und geöffnet werden.

Die Lieferung war vom Meckenheimer Hilfsverein „Bon Secours Kamerun e.V.“ von Meckenheim über Hamburg und Marokko auf den Weg nach Kamerun geschickt worden, um dort an verschiedene Partner-Krankenhäuser ausgeliefert zu werden. Georg Schorn, der Erste Vorsitzende des Vereins, freut sich über den schnellen Transport: „Wir konnten die Zoll-Formalitäten dieses Mal sehr schnell organisieren.

Das kann auch schon mal ein paar Monate dauern.“ So konnten die dringend benötigten medizinischen Hilfsmittel in den vergangenen Tagen ausgeladen und an die verschiedenen Stellen verteilt werden. Der Verein „Bon Secours“ hat in den vergangenen Jahren erfolgreich ein Krankenhaus in Yaoundé, der Hauptstadt Kameruns, ausgerüstet und in Betrieb gebracht. Seit Anfang 2017 wurde daneben ein Netzwerk mit weiteren sieben Krankenhäusern aufgebaut. Der kleine, aber effektive Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, nicht nur weiteres medizinisches Gerät zu beschaffen, sondern auch vor Ort Fachwissen zu vermitteln, um langfristig das lokale Gesundheitssystem auf eigene Beine zu stellen. „Anfang 2018“, so Schorn, „werden wir mit einem neuen Ärzte-Team aus Luxembourg die Krankenhäuser aus unserem Netzwerk (Medical Network Cameroon) besuchen. Das sind Arbeitseinsätze, dass heißt es wird vor Ort operiert, es sind aber auch Fort- und Weiterbildungen geplant.“

Die Qualität nachhaltig verbessern

Ziel des Netzwerks unter Federführung von „Bon Secours“ ist es, dem Personal in den Krankenhäusern vor Ort fachliche Trainings anzubieten, um die Qualität der medizinischen Arbeit nachhaltig zu verbessern. Kern des festen Teams sind der in Deutschland ausgebildete Kameruner Rene Essomba (Chirurg und Chefarzt in der Klinik „Bon Secours“) und der pensionierte deutsche Internist und Kardiologe Soeren Gatz aus Landsberg, der sich einer Klinik auf dem Land in Kamerun angenommen hat. So wichtig die fachliche Hilfe und die medizinischen Geräte auch sind – oft fehlt es an den einfachsten Dingen, wie an einer unterbrechungsfreien Stromversorgung in den Operationssälen oder auch der dauerhaften Versorgung mit sauberem Wasser. Deshalb wurde in einer gemeinsamen Aktion von „Bon Secours“ mit anderen Organisationen im letzten Jahr im Westen Kameruns eine Wasseraufbereitungsanlage besorgt, geliefert und aufgebaut. Nebeneffekt dieser Aktion war, dass die Typhusrate im Ort um 80 Prozent zurückging. „Auch wir lernen jeden Tag dazu“, so Schorn, „es fängt beim Strom an, geht weiter bei der Hygiene, und hört beim Röntgengerät nicht auf. Unser Verein hat schon viel leisten können, aber eigentlich fangen wir nun, mit unserem neuen Netzwerk, erst richtig an.“ So ist Container Nummer sieben, gerade angekommen in diesem Oktober, nur ein weiterer kleiner Schritt. Aber wieder ein Schritt, der etwas bewirkt.

Die Anlieferung von unter anderem zwei Augen-Operations-Tischen an die Acha Eye Clinic in Bafoussam in West-Kamerun. Privat

Die Anlieferung von unter anderem zwei Augen-Operations-Tischen an die Acha Eye Clinic in Bafoussam in West-Kamerun. Fotos: Privat

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