Ortsgemeinde Hümmerich testete für drei Monate Elektroauto
Mehr Mobilität für die Region
Startschuss für weitere Projekte
Hümmerich. Eine bessere Anbindung an umliegende Dörfer und Städte - das wünschten sich die Senioren von Hümmerich laut einer Umfrage des Seniorenbeirats der Verbandsgemeinde Rengsdorf. Mit Unterstützung der Energieversorgung Mittelrhein AG (evm) und der Raiffeisenbank Neustadt sollte dieser Wunsch erfüllt werden: Drei Monate lang testete die Ortsgemeinde Hümmerich ein von der evm ausgeliehenes Elektroauto, und nutzte es, um Fahrten für Mitbürger, die auf Hilfe angewiesen sind, anzubieten. Anlass für dieses innovative Projekt war der Beschluss des Gemeinderats Hümmerich, dem Bedürfnis der Senioren nach mehr Mobilität gerecht zu werden. Aus diesem Grund wurde ein Fahrdienst eingerichtet, dessen Testphase nun, nach drei Monaten, zu Ende ging. „Mit dem Angebot wollten wir älteren, behinderten oder alleinstehenden Mitbürgern in unserer Gemeinde die Möglichkeit geben, flexibel und eigenständig ihren Alltag zu bewältigen“, erklärt Achim Schmidt, Bürgermeister der Ortsgemeinde Hümmerich. „Besonders intensiv genutzt wurden die Fahrdienste deswegen auch von Senioren, die auf diese Weise zum Beispiel ihre Arztbesuche und Einkäufe erledigen konnten.“ Maßgeblich unterstützt wurde die Initiative von dem im Ort aktiven Verein „kleine Hilfe Hümmerich“, der sich sofort bereit zeigte, die Organisation des ehrenamtlichen Fahrdienstes zwischen den Gemeinden Hümmerich, Horhausen, Straßenhaus und Rengsdorf zu übernehmen.
Zögerlicher Beginn
Zunächst wurde das Projekt eher zögerlich aufgenommen. Oftmals sind es doch die eigenen Familienangehörigen und Freunde, die Fahrten für die älteren Mitbürger übernehmen und sich innerhalb der dörflichen Struktur helfen. Dennoch stießen die Fahrdienste, die dreimal in der Woche angeboten wurden, insgesamt auf positive Resonanz. Insgesamt 38 Fahrten haben die ehrenamtlichen Helfer im Testzeitraum durchgeführt. Besonders begeistert waren die Bürger von der modernen Technik des Elektroautos, beispielsweise von dem leisen Motor und der schnellen Beschleunigung des Fahrzeugs. „Die Umweltfreundlichkeit der Elektromobilität hat einen hervorragenden Eindruck in der Gemeinde hinterlassen“, erklärt Christian Schröder, Unternehmenssprecher der evm. „Mit dem Projekt konnten wir nicht nur dem wachsenden Stellenwert der Elektromobilität in unserer Gesellschaft gerecht werden, sondern auch Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit erlebbar machen.“ Dem pflichtet auch Konrad Breul, Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank Neustadt zu, die das Projekt finanziell unterstützte: „Wir freuen uns, mit der Gemeinde Hümmerich sowohl ein Zeichen für soziales Miteinander als auch für den Umweltschutz gesetzt zu haben.“ Neben den Vorteilen der Elektromobilität wird insbesondere das ehrenamtliche Engagement der „kleinen Hilfe Hümmerich“ bei den Bürgern in positiver Erinnerung bleiben. Der Verein plant, seine Fahrdienste auch in Zukunft fortzusetzen und auszubauen. So ist das Projekt „Fahrdienst Hümmerich“ mit der Rückgabe des Elektroautos an die evm noch längst nicht abgeschlossen. Vielmehr gab die Initiative den Startschuss für weitere Projekte. „Wir möchten dem Wunsch der Senioren nach mehr Mobilität auch weiterhin nachkommen und durch eine verbesserte Infrastruktur ihren Lebenskomfort erhöhen“, erklärt Achim Schmidt. Es sei denkbar ein solches Projekt auf die umliegenden Gemeinden auszuweiten und für die Fahrdienste künftig Sponsoren zu suchen. „Mein besonderer Dank gilt natürlich dem lobenswerten Engagement der Bürger in unserer Gemeinde, die gemeinsam ein tolles soziales und gemeinnütziges Projekt in die Wege geleitet haben.“
Pressemitteilung
Energieversorgung Mittelrhein AG
