Allgemeine Berichte | 18.11.2016

Ortsgemeinde Hümmerich testete für drei Monate Elektroauto

Mehr Mobilität für die Region

Startschuss für weitere Projekte

Martin Sandmann, Angelika Bodzian und Horst Bodzian von der „Kleinen Hilfe Hümmerich“ waren sofort bereit, den Fahrdienst zu übernehmen, und haben so in den letzten Monaten 38 Fahrten durchgeführt. evm/Homann

Hümmerich. Eine bessere Anbindung an umliegende Dörfer und Städte - das wünschten sich die Senioren von Hümmerich laut einer Umfrage des Seniorenbeirats der Verbandsgemeinde Rengsdorf. Mit Unterstützung der Energieversorgung Mittelrhein AG (evm) und der Raiffeisenbank Neustadt sollte dieser Wunsch erfüllt werden: Drei Monate lang testete die Ortsgemeinde Hümmerich ein von der evm ausgeliehenes Elektroauto, und nutzte es, um Fahrten für Mitbürger, die auf Hilfe angewiesen sind, anzubieten. Anlass für dieses innovative Projekt war der Beschluss des Gemeinderats Hümmerich, dem Bedürfnis der Senioren nach mehr Mobilität gerecht zu werden. Aus diesem Grund wurde ein Fahrdienst eingerichtet, dessen Testphase nun, nach drei Monaten, zu Ende ging. „Mit dem Angebot wollten wir älteren, behinderten oder alleinstehenden Mitbürgern in unserer Gemeinde die Möglichkeit geben, flexibel und eigenständig ihren Alltag zu bewältigen“, erklärt Achim Schmidt, Bürgermeister der Ortsgemeinde Hümmerich. „Besonders intensiv genutzt wurden die Fahrdienste deswegen auch von Senioren, die auf diese Weise zum Beispiel ihre Arztbesuche und Einkäufe erledigen konnten.“ Maßgeblich unterstützt wurde die Initiative von dem im Ort aktiven Verein „kleine Hilfe Hümmerich“, der sich sofort bereit zeigte, die Organisation des ehrenamtlichen Fahrdienstes zwischen den Gemeinden Hümmerich, Horhausen, Straßenhaus und Rengsdorf zu übernehmen.

Zögerlicher Beginn

Zunächst wurde das Projekt eher zögerlich aufgenommen. Oftmals sind es doch die eigenen Familienangehörigen und Freunde, die Fahrten für die älteren Mitbürger übernehmen und sich innerhalb der dörflichen Struktur helfen. Dennoch stießen die Fahrdienste, die dreimal in der Woche angeboten wurden, insgesamt auf positive Resonanz. Insgesamt 38 Fahrten haben die ehrenamtlichen Helfer im Testzeitraum durchgeführt. Besonders begeistert waren die Bürger von der modernen Technik des Elektroautos, beispielsweise von dem leisen Motor und der schnellen Beschleunigung des Fahrzeugs. „Die Umweltfreundlichkeit der Elektromobilität hat einen hervorragenden Eindruck in der Gemeinde hinterlassen“, erklärt Christian Schröder, Unternehmenssprecher der evm. „Mit dem Projekt konnten wir nicht nur dem wachsenden Stellenwert der Elektromobilität in unserer Gesellschaft gerecht werden, sondern auch Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit erlebbar machen.“ Dem pflichtet auch Konrad Breul, Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank Neustadt zu, die das Projekt finanziell unterstützte: „Wir freuen uns, mit der Gemeinde Hümmerich sowohl ein Zeichen für soziales Miteinander als auch für den Umweltschutz gesetzt zu haben.“ Neben den Vorteilen der Elektromobilität wird insbesondere das ehrenamtliche Engagement der „kleinen Hilfe Hümmerich“ bei den Bürgern in positiver Erinnerung bleiben. Der Verein plant, seine Fahrdienste auch in Zukunft fortzusetzen und auszubauen. So ist das Projekt „Fahrdienst Hümmerich“ mit der Rückgabe des Elektroautos an die evm noch längst nicht abgeschlossen. Vielmehr gab die Initiative den Startschuss für weitere Projekte. „Wir möchten dem Wunsch der Senioren nach mehr Mobilität auch weiterhin nachkommen und durch eine verbesserte Infrastruktur ihren Lebenskomfort erhöhen“, erklärt Achim Schmidt. Es sei denkbar ein solches Projekt auf die umliegenden Gemeinden auszuweiten und für die Fahrdienste künftig Sponsoren zu suchen. „Mein besonderer Dank gilt natürlich dem lobenswerten Engagement der Bürger in unserer Gemeinde, die gemeinsam ein tolles soziales und gemeinnütziges Projekt in die Wege geleitet haben.“

Pressemitteilung

Energieversorgung Mittelrhein AG

Martin Sandmann, Angelika Bodzian und Horst Bodzian von der „Kleinen Hilfe Hümmerich“ waren sofort bereit, den Fahrdienst zu übernehmen, und haben so in den letzten Monaten 38 Fahrten durchgeführt. Foto: evm/Homann Foto: Frank Homann

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Julia Doll : Lieber Roman, ja absolut, sehe ich ganz genauso
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Ignaz Wrobel: Bedauerlich und fragwürdig finde ich, dass offenbar nicht die konstruktive Mitarbeit (!!!) in kommunalen Gremien zur grundlegenden Mitwirkung bei solchen Entscheidungen gesucht wird. Ich würde mich...
  • W. Harkort: Danke für diesen Kommentar. Gab es auch Einwendungen wegen seltener Ameisen? Irgendwann in naher Zukunft werden diese Leute ihre Entscheidung bereuen. Dann ist es aber zu spät.
  • Walter Knieps: Warum erst jetzt ?!?!
Dauerauftrag
Essen auf Rädern
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Zukunft trifft Tradition KW 18
10 Jahre Nowi
Innovatives rund um Andernach
Empfohlene Artikel
Meckenheim geht beim Fußverkehrs-Check mit, von links: Christoph Overs, Leiter der Geschäftsstelle und der Koordinierungsstelle Zukunftsnetz Mobilität NRW Rheinland, die städtische Mobilitätsmanagerin Liena Humke, Umweltplanerin und Mobilitätsmanagerin Nele Allerchen, Bürgermeister Sven Schnieber und der Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW Oliver Krischer. Foto: go.Rheinland GmbH / Smilla Dankert
64

Meckenheim. Es ist die umweltfreundlichste Fortbewegungsart der Welt. Deshalb soll das Gehen in Meckenheim nun mehr Aufmerksamkeit bekommen: Beim landesweiten Wettbewerb um einen professionellen „Fußverkehrs-Check“ wurde Meckenheim vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW als teilnehmende Stadt ausgewählt.

Weiterlesen

Die Vierklässler entdecken die Römerwelt.  Fotos: Grundschule Rheinbrohl
37

Rheinbrohl. Ein außergewöhnliches Projekt voller Entdeckungen, Abenteuer und lebendiger Geschichte liegt hinter den vierten Klassen der Astrid-Lindgren-Schule Rheinbrohl. In den vergangenen Wochen verwandelte sich der Unterricht in eine kleine Römerwelt. Im Rahmen eines umfangreichen Römerprojekts tauchten die Kinder tief in das Leben der alten Römer ein und erfuhren Geschichte nicht nur aus Büchern, sondern mit allen Sinnen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Von links: ehemalige Tolitäten Josephine Müller und Julia Richter, neue Tolitäten Ann-Kathrin Bretz, Carolin Stieffenhofer und Lilli Karbach, erster Vorsitzender der Heimatfreunde Güls Christoph Müller und Ortsvorsteher Hans-Peter Ackermann. Foto: SCH
35

Carolin Stieffenhofer und ihren Prinzessinnen Ann-Kathrin Bretz und Lilli Karbach übernahmen das Zepter

Feierliche Eröffnung des Blütenfestes Güls mit Proklamation der neuen Blüten- und Weinkönigin

Koblenz-Güls. Wenn die Weinberge an der Mosel nach und nach wieder grün werden und im ganzen Umland auf den Höhen die Kirschbäume die Landschaft in ein weiß blühendes Meer verwandeln, ist es wieder so weit: Im Koblenzer Stadtteil Güls, dem Tor zur Mosel, beginnt endlich wieder das Blütenfest, welches rund um den ersten Mai gefeiert wird!

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Kreishandwerkerschaft
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Schulze Klima -Image
Anzeige Uhren Vintage
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Door To Door Anzeige
Titelanzeige
Zukunft trifft Tradition KW 18
First Friday Anzeige Mai
Stellenanzeige
Arbeiten bei van roje
125 jähriges Jubiläum Moses - Aktionsanzeige
Anzeige KW 18
Imageanzeige Löhr Meckenheim