feiert Showtanzfestival
Mehr als 20 Garden tanzten für Rheinbacher Jecken
Rheinbach. Bereits in der dritten Auflage fand am vergangenen Wochenende in Rheinbach das Showtanzfestival des NCR-Blau-Gold 1966 e.V. Rheinbach statt. Und da der erste Vorsitzende Jörg Nawrath dieses Jahr auch als Prinz Jörg III. das Rheinbacher Dreigestirn anführt, moderierten Dieter Bückmann und Konrad Obladen die Veranstaltung. Bereits im Vorfeld wurden zahlreiche Garden und Vereine in der näheren Umgebung kontaktiert und so konnten mehr als 20 Vereine und deren Tanzgruppen begrüßt werden.
Tanzgarde des NCR machte den Auftakt
Den Auftakt machte natürlich die eigene Tanzgarde und unter den Augen des Dreigestirns boten diesen ihren aktuellen Showtanz dar. Auch mehrere Männerballette waren eingeladen. Wobei sich da vieles in den letzten Jahren geändert hat. Früher waren das ja häufig etwas übergewichtige Herren, die aus einer Bierlaune oder einer verlorenen Wette dann einen Auftritt als Schwänchen mit reichlich Tütü auf die Bühne legten. Inzwischen geht auch hier nichts mehr ohne ausgefeilte Choreografie, passender Musik und interessanter Kostüme.
Das alles auch noch thematisch passend. Da zeigte das Männerballett aus Queckenberg direkt einmal, wie das passend geht. Als „Bärbelchen und Hänneschen“ hatten sie sich an das Thema der beiden Kölner Originale herangewagt und alleine der Aufwand für die Kostüme und Perücken war bemerkenswert. Auch die Tänze passten zur Musik und natürlich durfte der eine oder andere Kölner Ohrwurm hier nicht fehlen. Hierfür musste im Vorfeld auch kräftig trainiert werden und das Bier gab es häufig dann erst am Ende des Trainings.
Für viele Garden und Gruppen sind derartige Showtanzfestivals vor allem auch ein Vergleich, wo sie selber stehen und wo sie gerne hin möchten. So hatten einige Formationen wie die Twirling Sticks aus Remagen in Rheinbach ihren dritten Auftritt bei Gardeveranstaltungen an diesem Samstag. Wobei der Aufwand bei den Mädels noch um einiges höher ist. Da werden dann schon komplexere Hebefiguren erwartet und auch trainiert, denen mitunter nur die Höhe der Hallendecke noch Begrenzungen aufweist.
Mehr als ambitionierter Amateursport
Das ist mehr als ambitionierter Amateursport. Wobei sobald das Publikum erfährt, das die Garde aus Köln stammt, die Erwartungshaltung noch einmal zunimmt. Dort dominieren Garden wie die Luftflotte Ihrer Tollität das Bild und das ist dann eindeutig knallharter Leistungssport mit mehrmaligem Training in der Woche, welcher auch professionellen Ansprüchen genügt.
In Rheinbach waren die Erwartungen zwar niedriger, aber das fachkundige Publikum schaute trotzdem gerne hin, bestand dies doch überwiegend selber aus den Gardemitgliedern, welche selber gerade nicht auf der Bühne standen. Musikalisch wurden alle Themen abgeräumt, so ging es mit den „Proseccos“ aus Meckenheim-Lüftelberg nach Moskau und das Thema Russland spiegelte sich nicht nur in der Musik, sondern auch in den Kostümen wieder. Als Zugabe gab es dann „Kalinka“. Da machte es auch nichts aus, dass hin und wieder die Technik nicht ganz so schnell war wie die Tänzer auf der Bühne. Und so gab es dann die Superhelden oder auch passend zur Musik von Star Treck den Ausflug in die unendlichen Weiten des Weltalls.
Tolle Kostüme und schöne Tänze verzückten das Publikum
Vor allem aber gab es viele bunte Kostüme, schöne Tänze und die verschiedensten Tanzstile zu sehen und eines war am Ende der Veranstaltung auch klar. Toller Gardetanzsport in den vielfältigsten Formen den gibt es auch in Rheinbach und seinen Nebenorten auf hohem Niveau. STF
