Kinderkrimi „Grauli in Not“ und Eifelkrimi „Tödlicher Frust“ - spannende Literatur für jung und alt
Mendiger Autor Hans Astor präsentiert neueste Werke im Lava-Dome
Mendig. Dass der für seinen souveränen Schreibstil und seine präzisen Recherchen bekannte Mendiger Autor Hans Astor schon seit geraumer Zeit an einer schweren Erkrankung leidet, ist bekannt. Umso erstaunter waren die Gäste, als er bei der offiziellen Präsentation seines nunmehr zweiten Kinderkrimis mit dem Titel „Grauli in Not“ am Donnerstag, dem 13. Februar im Lava-Dome zusätzlich noch mit seinem neuesten Eifelkrimi „Tödlicher Frust“ überraschte.
Nach einer Begrüßung durch Stadtbürgermeister Achim Grün, der u.a. den Landrat von Mayen-Koblenz, Marko Boos, VG-Bürgermeister Jörg Lempertz, eine Vertretung der REMET, eine Abordnung der DVG, den Illustrator Carsten Koch, der für die zauberhaften Illustrationen der beiden Grauli-Bücher verantwortlich zeichnet und selbstverständlich auch Hans Astor, der mit seiner Frau Marion und seinem Sohn vor Ort war, herzlich willkommen geheißen hatte, führte Stefan Pauly in seiner Eigenschaft als Moderator durch die Buchvorstellung, bei der zunächst „Grauli“ der Lavadrache im Mittelpunkt des Geschehens stand. Nachdem das 2013 erschienene Kinderbuch „Grauli der Lava-Drache“ 2024 ausverkauft war, können die Kinder sich nunmehr auf den Kinderkrimi „Grauli in Not“ freuen. Als kleinen Vorgeschmack auf die neuesten Abenteuer von Grauli produzierte Hans Astor mit Unterstützung der ebenfalls sichtlich talentierten jüngsten Generation seiner Familie einen kurzen Trickfilm, in dem die Figuren aus dem knapp 100 Seiten umfassenden und vom Lava-Dome-Vulkanmuseum herausgegebenen Buch zum Leben erweckt wurden.
„Mehr als eine Million Besucherinnen und Besucher haben dem Lava-Dome inzwischen zu einer Erfolgsgeschichte verholfen und mit Grauli, dem Botschafter des Lava-Domes und der Basaltlavakeller, nehmen wir auch unsere jüngsten Gäste mit in die spannende Welt der Vulkane“, so der Hausherr, Stadtbürgermeister Achim Grün. „Als meine Söhne damals die Grundschule besuchten, stand die erste Abenteuergeschichte von Grauli ganz hoch im Kurs“, wusste VG-Bürgermeister Jörg Lempertz zu berichten. Er sei gespannt, wie das Buch seinen Kindern gefalle, sagte dagegen Landrat Marko Boos, der sich für die Einladung zu der Büchervorstellung im Lava-Dome bedankte.
Mit großem Applaus wurde sodann der neunte Eifelkrimi von Hans Astor vorgestellt, bzw. von VG-Bürgermeister Jörg Lempertz aus einer vermeintlichen Schatzkiste geborgen.
Das ca. 300 Seiten umfassende Werk zieht seine Leser bereits bei der tiefblickenden Beschreibung der Protagonisten in seinen Bann. Astor stellt zunächst mit psychologischem Geschick die Charaktere des Zahnchirurgen Georg Niederfell, seiner Gattin Charlotte, einer ehemaligen Kinderärztin, und ihrer nicht zuletzt von krimineller Energie nur so sprühenden Tochter Céline vor, die mitten in der Stadt Mendig am hellen Tag spurlos verschwindet. Nachdem für die fast 18-jährige Céline Lösegeld gefordert wurde, muss das Ermittlungsteam um Kriminalrat Masberg sich durch die Welt des Drogenhandels, der Spielsucht und der familiären Gewalt kämpfen, um zunächst einmal ein brauchbares Täterprofil zu erstellen. Der atemberaubenden Story, die am 01. Juli beginnt und am 26. Juli mit einem nicht vorhersehbaren Knall endet, entführt die Leserinnen und Leser in eine scheinbare Parallelwelt, die jedoch heute –wie ebenfalls von Hans Astor sauber recherchiert- zum Alltag der Kriminalpolizei gehört.
Hans Astor, der erst im Alter von 54 Jahren mit dem Schreiben seines Erstlingswerks „Graues Gold“ begann, traf von Anfang an den Nerv seiner ständig wachsenden Leserschaft. In den vergangenen zwanzig Jahren verfasste der Autor insgesamt neun spannende Eifelkrimis und zwei von Carsten Koch illustrierte Kinderkrimis mit Grauli, dem Lavadrachen. 2024 erschien außerdem der 100 Seiten umfassende Gedichtband „Mit leichter Feder“ mit Gedanken rund um die Zeit, das Leben, die Natur und um Astors Heimatstadt Mendig.
Inzwischen hat Hans Astor die Siebzig überschritten, eigentlich nicht wirklich alt. Wenn da nicht eine Erkrankung wäre, die deutlich ihren Tribut einfordert. Es ist für ihn an der Zeit einen Gang zurückzuschalten. Im Gespräch mit Blick aktuell sagte er: „Wie zahlreiche Mendiger wissen, läuft es bei mir gesundheitlich nicht mehr so gut. Ich bin zwar für die Schwere meiner Erkrankung relativ stabil, muss aber akzeptieren, dass ich nicht mehr so belastbar bin wie in früheren Tagen. Man sollte wissen wann es an der Zeit ist, die Dinge ruhiger anzugehen.“
Es bleibt zu hoffen, dass es dem beliebten Mendiger Autor gelingen wird, in aller Ruhe noch einen zehnten Eifel-Krimi zu schreiben. FRE
Mit einer persönlichen Widmung für Landrat Marko Boos versah Astor den neuen Kinderkrimi „Grauli in Not“.
