Mit dem Evangelischen Verein Heddesdorf nach Südtirol
Meran, die Dolomiten und den Gardasee erkundet
Die Mitglieder des Evangelischen Vereins erlebten unvergessliche Tage mit vielen Highlights
Heddesdorf. Ziel der diesjährigen Städtereise des Evangelischen Vereins Heddesdorf war die malerische Stadt Meran in Südtirol. Aufgrund des großen Interesses an dieser Reise wurden im September zwei Sechs-Tage-Fahrten durchgeführt.
In einem modernen Fernreisebus ging die Fahrt über den Fern- und Reschenpass nach Südtirol. Bereits auf der Hinreise beeindruckte der Anblick der Tiroler Bergwelt und der Vinschgauer Landschaft, bevor am späten Nachmittag die Kur- und Thermenstadt Meran erreicht wurde.
Hier waren die Reiseteilnehmer in dem mitten im historischen Kern der Stadt gelegenen Jugendstilhotel „Europa Splendid“ untergebracht. Die in unmittelbarer Nähe liegenden Sehenswürdigkeiten in der Altstadt konnten von hier aus bequem zu Fuß erreicht werden. An allen Tagen verwöhnte die Küche des traditionsreichen Hotels die Teilnehmer mit köstlichen Tiroler Speisen.
Ein abwechslungsreiches Besichtigungs- und Ausflugsprogramm erwartete die Reisegruppe in den nächsten Tagen. Dabei begleitete eine ortskundige Gästeführerin alle Fahrten und Besichtigungen.
Meran besticht neben einer atemberaubenden Berglandschaft mit seiner mediterranen Landschaft voller einzigartiger Pflanzen- und Blütenpracht. Mittelalterliche Gassen und blumengesäumte Promenaden laden zu einem Spaziergang ein. Mit über 200 Geschäften und Gasthäusern bildet die Laubengasse den Mittelpunkt der Stadt. An den Promenaden fließt die wilde Passer vorbei, ein Gebirgsfluss, der vom Timmelsjoch kommt und bei Meran in die Etsch mündet.
Mit der Seilbahn auf das Hochplateau des Ritten
Um hiervon einen Eindruck zu bekommen, stand am ersten Vormittag des Aufenthaltes ein Spaziergang durch Meran auf dem Programm. Stadttheater und Kurhaus, die großartige Postbrücke, die spätgotische Pfarrkirche, die Passerpromenade, die Stadttore, die Laubengasse und die Meraner Therme luden zum Staunen ein. Nachmittags ging es nach Bozen, der Landeshauptstadt Südtirols, wo bei einer Rundfahrt interessante Bauwerke und Sehenswürdigkeiten entdeckt werden konnten. Mit der Seilbahn fuhren die Reiseteilnehmer auf das Hochplateau des Ritten. Von hier oben eröffnete sich ein faszinierender Panoramablick auf die nahe liegenden Dolomiten.
Weiter ging es mit einer mehr als 100 Jahre alten Schmalspurbahn in die Nähe der höchsten und formschönsten Erdpyramiden Europas. Durch Erosionserscheinungen und begünstigt durch klimatische Verhältnisse sind diese Naturwunder im Laufe der Jahrhunderte entstanden. Sie bestehen aus kegelförmig aufgeschüttetem Lehm und einem darauf liegenden Felsbrocken.
Sirmione beeindruckte mit seiner mittelalterlichen Altstadt
Am folgenden Tag erwartete die Reisegruppe ein Erlebnis der besonderen Art: die Fahrt zum größten See Italiens, dem Lago di Garda. Zunächst stand eine Stadtbesichtigung des am südlichen Gardasee gelegenen Städtchens Sirmione auf dem Programm. Hier beeindruckten besonders die schmalen Gassen der mittelalterlichen Altstadt und die Wasserburg.
Nach der Stadtbesichtigung unternahmen die Reiseteilnehmer eine Schifffahrt nach Garda, einem ebenfalls sehr beliebten Reiseziel am Gardasee mit einer wunderschönen Promenade. Bei der anschließenden Busfahrt entlang des Ostufers beeindruckte die landschaftliche Vielfalt der Umgebung des Gardasees. Einzigartig sind die üppige Vegetation, die sanften Berghügel mit Weinbergen und Olivenhainen, die steil aufsteigenden Felswände und die malerischen Orte mit bunten und blumengeschmückten Häusern.
Die Tour am nächsten Tag führte zunächst durch das wildromantische Eggental zum Karersee. Ein Rundgang um den schönsten Gebirgssee in den Dolomiten vermittelte einen Eindruck von der idyllischen Seenlandschaft.
Unvergesslicher Aufenthalt auf 2.000 Meter Höhe
Weitere Stationen der Dolomitenrundfahrt waren das „Pordoijoch“ und das „Sellajoch“.
Der Aufenthalt auf einer Passhöhe von über 2.000 Metern unmittelbar an den aufragenden mächtigen Felswänden bleibt wohl für die Reiseteilnehmer unvergesslich. Bevor es dann wieder Richtung Meran ging, wurde nach der Fahrt durch das Hochgebirge in St. Ulrich im Grödnertal eine Pause eingelegt.
Der letzte Reisetag in Meran stand den Teilnehmern zur individuellen Programmgestaltung zur Verfügung. Dabei war es gar nicht so leicht, aus der Vielzahl der möglichen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung auszuwählen.
Zum einen zählen hierzu die botanischen Gärten von Schloss Trauttmansdorff, welche zu den schönsten Gartenanlagen Europas gehören. Auf rund zwölf Hektar haben über 80 verschiedene Natur- und Kulturlandschaften sowie zahlreiche Kunstwerke ihren Platz gefunden. Der Tappeinerweg ist eine der längsten Promenaden Europas und zieht sich 100 Meter über der Stadt den gesamten Küchelberg entlang.
Auf dem Sissi-Weg kann man nachempfinden, warum sich die Kaiserin Elisabeth von Österreich mehrmals für einen Aufenthalt in Meran entschied.
Des Weiteren sind die auf einer Anhöhe liegenden sonnenverwöhnten Orte Dorf Tirol und Schenna sehenswert.
Nach vier erlebnisreichen Tagen in Südtirol wurde am nächsten frühen Morgen die Heimreise angetreten. Die Fahrt führte durch das Eisacktal, über den Brenner, vorbei an den Städten München, Nürnberg und Würzburg, bevor am Abend Neuwied erreicht wurde. Die Reiseteilnehmer dankten den Reiseleitern Marita und Dieter Krämer für diese unvergessliche Zeit.
Im Anschluss wurde bereits mit Spannung die Bekanntgabe des Zieles der Städtereise im kommenden Jahr erwartet; Anfang September 2018 bietet der Evangelische Verein Heddesdorf eine sechstägige Reise nach Kiel mit Ausflügen an Ost- und Nordsee an.
