Dreitägiges Kirmesspektakel in Gimmigen
Michael Weißbeck ist neuer Hahnenkönig
1000 Enten kämpften sich an Stromschnellen, Ästen und Steinen vorbei in Richtung Ziel
Kirchdaun. Rasende Enten, kölsche Tön, Sibbeschröm und ein neuer Hahnenkönig – bei der Kirmes in Gimmigen gab es im wahrsten Sinn des Wortes nur Gewinner. Startschuss für das dreitägige Kirmesvergnügen war wie immer das bereits erwähnte Sibbeschrömturnier, bei dem Ludwig Schäfer als Sieger vom Kartentisch ging und Heinz Witsch sowie Peter Boes auf die Plätze verweisen konnte. Mit einer von Pfarrer Peter Dörrenbächer zelebrierten heiligen Messe und anschließender Kranz-Niederlegung begann der Kirmes-Samstag. Abends zog dann der althergebrachte Festzug durch den Ort, unter anderem zu Ortsvorsteher Stephan Hübinger, wo einige Stärkungen für die Zugteilnehmer bereitstanden – musikalisch flankiert vom Tambourcorps der KG Närrische Landskroner Heimersheim. Mit Live-Musik ging es dann weiter, denn die „JS Band“ und der „kölsche Jung vun dr Ahr“ sorgten im Bürgerhaus mit Hits und kölschen Klassikern bis tief in die Nacht für ausgelassene Mitsingstimmung. Zur Ruhe kamen die Gimmiger nicht, stand doch schon am Sonntagsmorgen der Frühschoppen auf dem Programm und danach mit dem 13. Entenrennen eines der absoluten Kirmes-Highlights.
Exakt 1000 Gummi-Bade-Enten werden bei dieser ganz speziellen Gaudi im Gimmiger Bach ausgesetzt und kämpfen sich an Stromschnellen, Ästen und Steinen vorbei gen Ziel. Die durchnummerierten Enten konnten zuvor erworben werden und gingen wie immer fast allesamt schon im Vorverkauf weg. Auf der Strecke und an der kleinen Brücke im Ort umsäumten zahlreiche Zuschauer das Geschehen und feuerten ihre jeweilige Renn-Ente leidenschaftlich an. Schließlich war es das Gummitier von Petra Mertens, das als Sieger-Ente die Ziellinie passierte und seiner Besitzerin neben 150 Euro Preisgeld auch zwei Flaschen Ahrwein sicherte. Fehlte (fast) nur noch die Ermittlung des neuen Hahnenkönigs, der heuer nach spannendem Wettkampf den Thron besteigen konnte. Immerhin fünf Kandidaten, darunter sogar eine Frau, kämpften um das royale Amt. Michael Weißbeck gelang es, mit dem 18. Schlag dem Gummi-Hahn den Garaus zu machen und sich auf den Schultern seines Vorgängers Timo Hübinger vom Volk feiern zu lassen – vor allem beim anschließenden Königs-Vorstellungs-Festzug durch das Dorf. Mit der Verbrennung des sündigen Kirmesmannes, der nach fairer, aber gnadenloser Predigt von Hermann-Josef Selbach sein verdientes Urteil entgegennahm, endeten drei aufregende Gimmiger Kirmestage.
Auch das leibliche Wohl kam – wie hier bei Kaffee und Kuchen – alles andere als zu kurz.
Nach spannendem Fünfkampf wurde Michael Weißbeck Hahnenkönig.
Die Enten auf dem Weg in Richtung Ziel.
