Die große Prunksitzung der Ahrweiler Karnevalsgesellschaft lieferte etliche jecke Highlights
Milan I. ist der neue Prinz von Ahrweiler
Prinzessin Ingrid I. gebührend verabschiedet
Ahrweiler. Ein mit 600 Jecken ausverkauftes Bürgerzentrum, ein Programm mit allem drum und dran und eine Stimmung, die mancher Sitzung der großen Karnevalshochburgen zur Ehre gereichen würde: es war im wahrsten Sinne des Wortes angerichtet, als die Ahrweiler Karnevalsgesellschaft (AKG) kürzlich zur Prunksitzung bat. Schon der Einmarsch – unter anderem mit Funken, Elferrat, Spielmannszug und der scheidenden Prinzessin Ingrid I. - bot genau das Bild, das sich Fastelovendsfans wünschen. So hatten anschließend die kleinen Funken kein Problem damit, das sowieso nicht vorhandene Eis weiter schmelzen zu lassen. Nach 442-tägiger Amtszeit mit 148 Terminen und Auftritten endete dann die Herrschaft von Tollität Ingrid I., die – flankiert von ihrer omnipräsenten Adjutantin Dagmar „Daggi“ Platz – emotional verabschiedet wurde und allen für eine fantastische Session dankte. Eine Session, die nach Corona und Flut sicherlich eine Besondere war. Dass die Regentschaft von Ingrid I. nicht nachfolgelos bleiben würde, war im Saal schnell klar – erst recht, als zwei verhüllte Gestalten gen Bühne geführt wurden.
Prinz Milan I. – ein echter Ovvehöde Jong
Nach quälend spannenden Sekunden dann endlich die Enthüllung: Milan I. (Kacavenda) wird in der Session 2024/25 in Ahrweiler das närrische Zepter schwingen. Die neue Majestät wurde 1974 in Ahrweiler geboren und ist ein echter Ovvehöde Jong, deren Schultes er auch war. Der Ausbildung zum Maurer und Stahlbetonbauer folgten das Fachabitur in Hochbautechnik sowie die Meisterschule in München. Heute ist der dreifache Familienvater Inhaber der bekannten Firma „MIKA Bau“ mit 50 Mitarbeitern. Als Adjutant steht ihm Marco Kilian zur Seite. Der ersehnten Proklamation schloss sich der längst obligatorische Auftritt der „Lästerschwestern“ Carolin Groß und Theresa Steffes an. In gewohnter Manier zog das Duo über die Ahrweiler-Ereignisse des vergangenen Jahres her – vom neuen Prinzen, der zum Coca-Cola-Weihnachtsmann wird über das „Weinfest-Pin-St. Martin-Schaubild“ der Niederhut bis hin zur Krankheit der „Ba-Neu-Phobie“, der „Bad Neuenahr Phobie“, verursacht durch die nicht mehr vorhandene Autobahnabfahrt nach Ahrweiler. „Man landet immer zwischen Haribo und Heimersheim“, unkten die Lästerschwestern.
Sieben Stunden feiern und schunkeln
Fast sieben Stunden feierte und schunkelte das jecke Volk und bekam tänzerische Highlights von den großen Funken, der Stadtgarde und den fidelen Sandhasen ebenso geboten, wie die passende Musik – unter anderem von „Jeckeditz“, „F!asko“, „Lupo“ und „Sidewalk“ mit einem Überraschungsauftritt bei dem Prinz Milan I. als Sänger die Bühne rockte. Dass dabei unzählige Raketen und Alaafs durch das Bürgerzentrum flogen, versteht sich von selbst.
Rund 600 gut gelaunte Jecken schunkelten und feierten im Helmut-Gies-Bürgerzentrum.
Ehemalige und noch aktive Tollitäten unter sich.
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