Allgemeine Berichte | 20.02.2019

Praktikum als Ergotherapeutin

Milena Schmitz absolviert Praktikum in Kloster Ebernach

Ergotherapie-Schülerin Milena Schmitz arbeitet mit einem Bewohner im Ton-Werkraum der Tagesförderstätte in Kloster Ebernach.Foto: privat

Cochem. Milena Schmitz absolviert derzeit im Rahmen ihrer Ausbildung zur Ergotherapeutin ein Praktikum in der Tagesförderstätte in Kloster Ebernach. Die 19jährige Schülerin aus Peterswald-Löffelscheid hat in Traben-Trarbach ihr Fachabitur für Gesundheit und Soziales abgeschlossen und sich anschließend für eine dreijährige schulische Ausbildung zur Ergotherapeutin entschieden. „Zuerst kannte ich nur Physiotherapie, aber die Ergotherapie hat mich doch mehr angesprochen, da sie noch abwechslungsreicher ist und man meist, aufgrund der zeitlich längeren Verordnungen, mehr Zeit mit den Patienten verbringen kann.“, so Milena Schmitz.

Die Ausbildung zum Ergotherapeuten kann man unter anderem an der Bildungsstätte für Sozialwesen der Elisabeth-Stiftung des DRK in Birkenfeld machen. Dort hat Milena Schmitz gemeinsam mit 22 weiteren Schülerinnen und Schülern bereits eineinhalb Jahre ihrer schulischen Ausbildung mit dem Zwischenexamen hinter sich gebracht. Jetzt folgen insgesamt vier Praktikumsblöcke, die auch von Schulblöcken unterbrochen werden. Ihr erstes Praktikum im Bereich der Arbeitstherapie, absolviert sie derzeit in der Tagesförderstätte in Kloster Ebernach. Dort unterstützt sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Betreuung von geistig behinderten Menschen, die nicht in der Werkstatt arbeiten können und gibt ihnen die Möglichkeit zur Teilhabe. Sie hilft ihnen dabei, ihren Alltag zu strukturieren und ermöglicht ihnen aktiv zu sein im Sinne der beruflichen Teilhabe. „Es macht mir sehr viel Spaß mit den Besucherinnen und Besuchern zu arbeiten und kreativ tätig zu sein“, so Schmitz. Während ihrer Praktikumszeit wird Milena Schmitz von zwei Mitarbeiterinnen der Tagesförderstätte, den Ergotherapeutinnen Julia Abootalebi und Petra Zimmer, unterstützt. Diese stehen ihr bei Fragen immer beratend zur Seite. Weitere Praxisblöcke, die in verschiedenen Einrichtungen absolviert werden, sind Pädiatrie (Kinderheilkunde), Psychiatrie, Neurologie und die Orthopädische Rehabilitation.

Ergotherapeuten sind Heilmittelerbringer für nahezu alle Krankheits- und Behinderungsformen. Der heilende Prozess des Handelns, des „Aktivseins“, des Tätigseins wird durch spezielle ressourcenorientierte Behandlungskonzepte bei dem Patienten gefördert. So soll der Weg zur Selbstbestimmung und zur Steigerung der eigenen Lebensqualität geebnet werden. So auch bei den Besuchern der Tagesförderstätte.

Kloster Ebernach hat bereits seit zwei Jahren einen Kooperationsvertrag mit der Bildungsstätte für Sozialwesen der Elisabeth-Stiftung des DRK in Birkenfeld und unterstützt Praktikanten und Praktikantinnen bei ihrer Ausbildung. Während des Praktikums werden die angehenden Ergotherapeuten auch von ihren Lehrern betreut, die sich jeweils ein Bild vor Ort machen, so wie Fachlehrer Thomas Kootz. Er besucht seine Schüler/innen in der jeweiligen Einrichtung und gibt ihnen Anregungen und Hilfestellungen für ihre Lehrproben. „Wir sind froh, dass Kloster Ebernach als Kooperationspartner einen Praktikumsplatz für Milena Schmitz in der Tagesförderstätte zur Verfügung stellt“, so Thomas Kootz. Die Bildungsstätte für Sozialwesen bildet nicht nur Ergotherapeuten aus, sondern auch Altenpfleger/innen, Altenpflegehelfer/innen und Krankenpfleger/innen.

Auch Kloster Ebernach freut sich über Praktikanten aus dem Bereich der Ergotherapie, bietet aber auch Praktikumsplätze in den Bereichen Altenpflege, Heilerziehungspflege oder auch die Möglichkeit zu einem Freiwilligen Sozialen Jahr oder dem Bundesfreiwilligendienst.

Ergotherapie-Schülerin Milena Schmitz arbeitet mit einem Bewohner im Ton-Werkraum der Tagesförderstätte in Kloster Ebernach.Foto: privat

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