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BUND Kreisgruppe Mayen-Koblenz richtet Appell an Landwirte

Mindestabstände freiwillig einhalten

Artenvielfalt in Flüssen, Bächen, Wasserläufen, Sumpfzonen und Quellen schützen

Mindestabstände
freiwillig einhalten

Landwirte werden um freiwillige Einhaltung der Mindestabstände gebeten.Foto: privat

15.03.2019 - 19:30

Ochtendung. Der BUND Kreisgruppe Mayen-Koblenz ruft alle Bauern und Landwirte auf, freiwillig zum Wohle aller hier lebenden Wesen die Mindestabstände zu Flüssen, Bächen, Wasserläufen, Sumpfzonen und Quellen einzuhalten. Auch bei Wegen, Feldwegen und Straßen gelten wichtige Mindestabstände zum Wohle unserer Natur und Artenvielfalt.


Fünf Meter zum Mittelwasserstand


Im Folgenden begründet der BUND MYK diesen Appell ausführlicher: Der Schutz der Gewässer und die Vorsorge vor Hochwasser ist auch für die Landwirtschaft von wichtigem Interesse. Nach den Zielen der europäischen Wasserrahmenrichtlinie hätten bis zum Jahr 2015 alle Flüsse zu 100 Prozent mindestens in einem „guten ökologischen Zustand“ sein sollen. Nach EU-Kriterien sind davon aber nur 6,6 Prozent in einem guten Zustand und nur 0,1 Prozent in einem sehr guten Zustand. In den übrigen 93,3 Prozent der Oberflächengewässer gibt es Probleme.

Auch den Gewässerrandstreifen wird heute immer mehr Bedeutung zugemessen und Beachtung geschenkt. Im Bundes Wasserhaushaltsgesetz (WHG) § 38 Gewässerrandstreifen wird festgestellt, dass Gewässerrandstreifen der Erhaltung und Verbesserung der ökologischen Funktionen oberirdischer Gewässer dienen, sowie der Verminderung von Stoffeinträgen aus diffusen Quellen. Dazu sollen wichtige Mindestabstände von fünf Metern zum Mittelwasserstand und falls vorhanden zur Böschungsoberkante von allen Bächen und Wasserläufen eingehalten werden.


Bäche als Lebensadern in großen Agrarflächen


Als einziges Bundesland hat Rheinland-Pfalz im Landeswassergesetz (LWG) § 33 Gewässerrandstreifen den Mindestabstand nicht grundsätzlich festlegt. Deshalb ist es theoretisch möglich, in Rheinland-Pfalz die Äcker bis an die Bachkante zu bearbeiten. Davon rät der BUND MYK den Landwirten aber dringend ab und erklärt, Bäche seien wie Lebensadern und Verbindungskorridore in großen Agrarflächen, durch die sich Arten verbreiten und genetisch miteinander austauschen könnten. Bienen, Schmetterlinge, bodenbrütende Vögel wie zum Beispiel die Feldlerche und Mornellregenpfeifer, sowie Amphibien könnten an Bachrändern nur überleben, wenn Mindestabstände eingehalten und nicht direkt bis an Wasserläufe gespritzt, gedüngt und Bodenbearbeitung vorgenommen werde.

Der BUND MYK benennt das Artensterben, zusammen mit dem Klimawandel, als die größte von Menschen verursachte Katastrophe in der Geschichte und ist sich sicher, dass der Mensch nur in einer gesunden Natur auch gesund leben kann. Er sagt: „Wir tragen die Verantwortung dafür und haben es in der Hand, in welchem Zustand wir unseren Planeten für uns, unsere Kinder und alle kommenden Generationen hinterlassen.“

Weitere Informationen zu diesem und anderen Themen hat die Kreisgruppe des BUND Mayen-Koblenz auf ihrer Internetseite bereit gestellt: https://myk.bund-rlp.de/themen-projekte/lebendige-gewaesser/.

Zusätzliche Fakten sind hier zu finden: Wasserhaushaltsgesetz Bundesministerium § 38 Gewässerrandstreifen, Landeswassergesetz RLP § 33 Gewässerrandstreifen, Merkblatt Gewässerrandstreifen RLP, Gewässer-Unterhaltungslast Städte und Gemeinden Landesrecht RLP.Pressemittei-

lung BUND RLP Kreisgruppe

Mayen-Koblenz

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Kommentare
Uwe Klasen:
Wohin der, gerade von den GRÜNEN, beschworene Weg der Stromerzeugung über Windkraftanlagen führt, kann derzeit Anschaulich im „Reinhardswald“ (sog. Grimms Märchenwald) in Nordhessen betrachtet werden. Dort sollen im Oktober 2020, vorerst 20 WKA gebaut werden, bis zu 50 WKA sind möglich! Die dortige Landesregierung von CDU/Grünen hofiert die Lobbyisten der Windkraftindustrie und zerstört dafür einen einzigartigen Lebensraum! Grundwasser, Tierwelt, dass alles zählt nicht!

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Uwe Klasen:
Das gezielte Töten, einzelner, problematischer Tiere, muss, gerade in einer durch den Menschen geprägten, genutzten und bewohnten Kulturlandschaft, wie dies in Deutschland der Fall ist, immer eine Option bleiben. Hier gilt es einen von Vernunft und, nach Abwägung aller Möglichkeiten, pragmatischen Weg zu beschreiten. Dies bedeutet leider auch, dass im Zweifel ein Tier getötet werden muss, andererseits aber auch, dass diese Option eben nicht angewendet wird und sich die entsprechend Geschädigten mit diesen Tieren arrangieren müssen! Sorgfältige Abwägung aller Optionen vorausgesetzt!
Ingrid Bäumler:
Ich schließe mich der Meinung von Herrn Müller in Gänze an
juergen mueller:
Das war nur eine Frage der Zeit,dass man der Einfachheithalber eine Änderung des BNatSchG beschloss u.damit der Bruderschaft vor allem der Hobbyjäger gesetzlich geregelte Gelegenheit gibt,ihrem lang gehegten Wunsch nach einem Wolfsabschuss endlich nachkommen zu dürfen,da sich fleischliefernde Protagonisten weigern oder dazu nicht in der Lage sind,ihre Weidetierhaltung entsprechend abzusichern.Frau Klöckner nimmt mal wieder als Alibifunktion die Bürgerinnen u.Bürger her u.bezeichnet diese Änderung gleichmal als "ersten Schritt",zumal diese ja auch "kostensparend" für Bund/Länder sein dürfte,da es einfacher ist,etwas in der Natur "natürliches" (und zwar bis hin zu einem ganzen Rudel) abzuschießen.Sie nennt das Rechtssicherheit.Dieselbe Frau Klöckner,die sich beharrlich weigert,das in die Jahre gekommene u.der Zeit sowie unserem Konsumverhalten nicht angepasste Tierschutzgesetz zu reformieren.u.seiner Bedeutung gerecht zu werden.Frau Klöckner,gehn Sie in die Wüste Staubsaugen.
Johannes9476:
Bla Bla Bla.... Früher hab ich gerne SPD gewählt. Heute jedoch nicht mehr. Was ist bloß aus dieser Partei geworden. Hoffentlich gibt es bei den nächsten Wahlen unter 5%. Ich wähle jetzt AfD und nein ich bin kein Protestwähler. Die AfD ist das beste was Deutschland passieren konnte.
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