Allgemeine Berichte | 09.04.2026, 11:38 Uhr

Zum Tod von Mario Adorf

Ministerpräsident Alexander Schweitzer würdigt Mario Adorf als Weltstar mit rheinland-pfälzischen Wurzeln

Mario Adorf bei einem Besuch in Mayen, Auge in Auge mit dem Mayener Jung.
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Mit großer Betroffenheit und Trauer hat Ministerpräsident Alexander Schweitzer auf den Tod des Schauspielers und Trägers der Carl-Zuckmayer-Medaille, Mario Adorf, reagiert. „Mario Adorf war ein Ausnahmeschauspieler und Weltstar, der seiner Heimatstadt Mayen und dem Land Rheinland-Pfalz stets eng verbunden blieb.

Mit ihm verliert Deutschland einen seiner größten Schauspieler und Rheinland-Pfalz einen seiner treuesten Söhne. Seine internationale Karriere hat hier ihren Anfang genommen“, sagte Ministerpräsident Alexander Schweitzer.

„Mario Adorf war ein Weltbürger, der zugleich fest verwurzelt in seiner rheinland-pfälzischen Heimat war. Wir verdanken ihm viel. Ohne Mario Adorf gäbe es die Nibelungenfestspiele in ihrer heutigen Form nicht. Er hat das deutsche Kino und Fernsehen wie kaum ein anderer geprägt. Seine Karriere überspannte mehr als sieben Jahrzehnte. Dabei vergaß er nieseine Wurzeln in der Eifel.“

Trotz seiner Weltkarriere und seiner kosmopolitischen Lebensart sei er immer wieder gerne nach Rheinland-Pfalz zurückgekehrt und engagierte sich in zahlreichen Projekten. Dafür habe er neben der Carl-Zuckmayer-Medaille die Ehrenbürgerschaft der Stadt Mayen, die Ehrendoktorwürde der Universität Mainz und den Landesverdienstorden erhalten. Auch die Nibelungenfestspiele von Worms blieben untrennbar mit dem Namen Mario Adorf verbunden.

Seit 2018 wird von der Stadt Worms und den Festspielen ein „Mario-Adorf-Preis“ für besondere künstlerische Leistung vergeben.

Ministerpräsident Alexander Schweitzer: „Mario Adorf blieb seiner Heimatstadt Mayen zeitlebens eng verbunden. Als Ehrenbürger, als Pate der Burgfestspiele und als Mitgründer der Nibelungenfestspiele Worms hat er das kulturelle Leben unseres Landes maßgeblich bereichert. Ich bin froh, Mario Adorf unter den ZuckmayerPreisträgern zu wissen.“ Mario Adorf erhielt diese Auszeichnung im Jahr 1996. Er prägte die deutsche Sprache auf der Bühne, vor der Kamera und als Autor mehrerer Bücher.

Der Durchbruch als Schauspieler gelang Mario Adorf 1957 mit dem Film „Nachts, wenn der Teufel kam“. Für diese Rolle erhielt er den Bundesfilmpreis. Es folgten über 220 Film- und Fernsehproduktionen. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Die Blechtrommel“, „Winnetou I“, „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ und „Lola“.

„Mario Adorf gehörte zu den beliebtesten und international bekanntesten deutschen Schauspielern. Als Charakterdarsteller hat er eine große Ausdruckskraft und Wandlungsfähigkeit bewiesen und die Menschen bewegt. Doch war er nicht nur auf der Bühne beheimatet, sondern auch ein ausgezeichneter Entertainer und erfolgreicher Autor“, so Ministerpräsident Alexander Schweitzer weiter.

„Noch im September vergangenen Jahres durfte ich Mario Adorf zu seinem 95. Geburtstag gratulieren“, erinnerte sich Ministerpräsident Schweitzer. „Seine Begeisterung für die Kunst und seine Liebe zu seiner Heimat waren ungebrochen. Diesen Geist wird sein Vermächtnis weitertragen.“ Mit seinem vielfältigen Talent und seinem Engagement habe Adorf in hohem Maße zum theaterkulturellen Wiederaufbau in Deutschland beigetragen und die europäische Film- und Fernsehlandschaft geprägt.

„Wir trauern um einen großartigen Menschen, mit großem schauspielerischen und erzählerischen Talent; mit seinem Humor, Charme und seiner Menschlichkeit wird er uns als einer der besten Botschafter für unser offenes und gastfreundliches Deutschland in Erinnerung bleiben“, sagte Ministerpräsident Alexander Schweitzer. „Meine Gedanken sind bei seiner Frau Monique und allen, die ihm nahestanden.

Rheinland-Pfalz trauert um einen großen Künstler und wunderbaren Menschen. Mario Adorf wird uns unvergessen bleiben.“

Pressemitteilung Staatskanzlei Rheinland-Pfalz

Fotogalerie: Mario Adorf

Die Schauspiel-Legende Mario Adorf verstarb nach kurzer Krankheit im Alter von 95 Jahren. In Mayen aufgewachsen, lebte der Schauspieler zuletzt in Paris. Fotos: BS
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Mario Adorf bei einem Besuch in Mayen, Auge in Auge mit dem Mayener Jung. Foto: Bernd Schmitz

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