Das Weißenthurmer Jedöhnsrats-Corps feierte Jubiläum mit einer tollen närrischen Party
„Mir sinn jescheut“ seit 22 Jahren
Gegründet wurde das Corps aus einem Stammtisch, der immer viel „Jedöhns“ machte
Weißenthurm. Die wackeren „jescheute“ Recken des närrischen Frohsinns wurden 2 mal 11 Jahre alt und feierten deshalb Jubiläum. Jedöhnsrat-Corps nennen sich diese 18 Frauen und neun Männer, die in der Weißenthurmer Stadthalle eine tolle närrische Jubiläumsparty starteten.
Los ging es mit dem Einmarsch des Stabsmusikzugs der Prinzengarde Andernach, mit der das Jedöhnsrats-Corps befreundet ist.
Vor seinen Mitgliedern in ihren schmucken Uniformen begrüßte Vorsitzender Ludwig Klein die zahlreichen Gäste, darunter auch Stadtbürgermeister Gerd Heim, und dankte den Organisatoren und Helfern der Jubiläumsparty. Zu den Gratulanten zählten u.a. der Weißenthurmer Prinz Volker I. und der Präsident der Karnevals- und Kirmesgesellschaft Mirco Hauschild, die auch Geschenke überreichten.
Nachdem die Prinzengarde Andernach die Narren von der Bühne „nach draußen gespielt“ hatte, startete das Programm mit dem Auftritt der Kölschrockgruppe „De Pänz“ aus dem Raum Trier. Die begeisterten über eine Stunde lang auch mit Mallorca- und Partyhits, die so richtig Stimmung brachten. Dem Programmpunkt Viva la Bieber, Drums in Action, folgte die Jedöhnsratsdisco mit Playback-Auftritten u.a. als Brings, Nena, Modern Talking, Henry Valentino oder Wolfgang Petry. Dafür gab es begeisterten Beifall des Publikums. Dann wurde weiter gefeiert, gesungen und geschunkelt zu der Musik der DJs vom DeSaSound System. Das Jedöhnsrats-Corps entstand aus ehemaligen Aktiven aller Corps der großen Ka. & Ki, formierte sich 1995 und hat die Aufgabe, Tradition und Karneval im Sinne der Gründer weiterzuführen.
Apropos Gründer, das waren vom Jedöhnsratsstammtisch Erwin Fischer, Achim Ihrlich, Dieter Jakoby, Wolfgang Kessels, Ludwig Klein, Michael Klein und Werner Theisen, von denen einige auf der Bühne durch Ludwig Klein geehrt wurden.
„Jedöhns zu machen war charakteristisch für uns“
Die „Jescheuten“ vom neu gegründeten Ehrencorps gehören natürlich zur Familie der Ka und Ki. Woher kommt denn nun der Name Jedöhnsrat? Der Stammtisch, bestehend aus Mitgliedern der Prinzengarde und des Blau-Gold-Corps war Anfang der 80er Jahre auch viel unterwegs. Dazu erläutert Dieter Jakoby: „Schon damals durften wir uns allerorts anhören: ‚Mein Gott, ihr macht immer ein Jedöhns!‘ Jedöhns zu machen war charakteristisch für uns, es machte uns aus. Und so war der Name gefunden mit einem Rat hintendran.“
Ähnlich entstand auch der Slogan „Mir sinn jescheut“. Stammtischmitglied Erwin Fischer Sen. grüßte damals immer „Tach, Herr Jescheut“ und so entstand dann das Corps-Motto.
Erstmals seit 22 Jahren hat das Jedöhnsrats-Corps auch einen eigenen Orden, der auf der Bühne allen anwesenden Corps-Mitgliedern verliehen wurde. HEP
