Allgemeine Berichte | 23.03.2026

Nachruf

Mit Hermann Wagner stirbt ein Stück Mayener Lebensart

Hermann Wagner

Mayen. Große Bestürzung und Trauer in Mayen. Am vergangenen Donnerstag starb völlig unerwartet der bekannte Mayener Unternehmer Hermann Wagner im Alter von 65 Jahren.

Obwohl Hermann Wagner seit Jahrzehnten in Monreal wohnte, ist er immer ein unverwechselbares Stück Mayener Lebensart geblieben. Besonders verwurzelt war Wagner im Mayener Karneval, insbesondere in der Mayener Prinzengarde. Über Jahre führte er diesen stolzen Verein zu neuer Blüte und scheute sich neben den großen organisatorischen Aufgaben auch nicht selbst auf der Bühne aktiv zu werden. Und das in der ihm eigenen lockeren Art, mit viel Witz, Herz und der wunderbaren Fähigkeit über sich selbst lachen zu können.

Darüber hinaus war Wagner lange Vizepräsident im karnevalistischen Bundesverband RKK, wo er es ebenfalls verstand Brücken zu bauen und die Menschen mit seiner erfrischenden Art für sich zu gewinnen.

Wer Hermann Wagner näher kannte, schätze vor allem sein großes Herz und seine Hilfsbereitschaft. Zahlreiche Wegbegleiter berichteten in den letzten Tagen davon, dass er oft in schwierigen Situationen den Menschen, die Hilfe benötigten mit Rat und Tat zur Seite stand. Und das ohne groß Aufhebens um sein Engagement zu machen oder gar Gegenleistungen zu erwarten. Er war für viele seiner Wegbegleiter die personifizierte positive Ausprägung der rheinischen Lebensart „Man kennt sich, man hilft sich“, ohne dabei den eigenen Vorteil im Blick zu haben. Menschen, die ihm nahestanden, schildern ihn als verlässlichen und ehrlichen Gesprächspartner, für den ein Wort noch ein Wort war. Dabei waren Ehrlichkeit, Fairness und Offenheit wichtige Koordinaten seines persönlichen Wertekompass. Er pflegte das offene Wort und vertrat vehement seine Meinung. Dabei scheute er notwendige Konfrontationen nicht, auch wenn ihm eher am Konsens gelegen war.

Zuletzt engagierte er sich zusätzlich in der Mayener Bürgerbühne und stand 2025 bei den Mayener Burgfestspielen auf der Bühne. Auch hier hinterlässt Hermann Wagner als Künstler und als Mensch eine riesige Lücke. Vor allem, weil seine uneitle Art nie darauf bedacht war, eine Auszeichnung oder einen Titel zu erhalten, sondern Freude zu verbreiten.

Am vergangenen Donnerstag ist die Stadt und die Region Mayen ein Stück ärmer geworden, da mit Hermann Wagner ein, in jeder Hinsicht, wahrlich großer Mann viel zu früh verstorben ist.

BLA

Hermann Wagner Foto: BLA

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Wanderung auf der Traumschleife Wolfsdelle

  • Karin Thönes, Wanderregion Saar-Hunsrück e.V.: Das klingt nach einer tollen Wanderung! Nur ein kurzer Hinweis: Die Bezeichnung "Traumschleife" ist hier nicht korrekt. "Traumschleifen" bzw. "Traumschleifchen" heißen die Rundwanderwege in der Premium-Wanderregion Saar-Hunsrück.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
  • Andrzej Hanszyk: Für die zeitlichen Verzögerungen gibt es rechtstaatliche und ermittlungsprozessuale Gründe. Die sind sehr gut und nachvollziehbar im folgenden verlinkten Artikel erklärt: https://www.waz.de/lokales/...
  • Boomerang : Klar, sonst könnte man ja Fahndungserfolg erzielen und bestimmte Tätergruppen in schlechtes Licht bringen.
  • Monika Clemenza : Am 7. Februar?!?!?!Unglaublich wie spät eine Fahndung rausgeht!
Dienstleistungen
Wohnträume AW
Wohnträume Kreis AW
Wohnträume AW
Wohnträume Kreis AW
Wohnträume Kreis AW
Ostereierkibben Winningen
Nachruf Roland Freisberg
Ostern Im Blick
Empfohlene Artikel
17

Maria Laach. Mit der siebten Fastenpredigt findet die diesjährige Reihe in Maria Laach ihren Abschluss. In den Tagen der Karwoche richtet sich der Blick noch einmal auf das Wesentliche der Fastenzeit: auf die Prüfung des eigenen Weges, auf die Bereitschaft, das eigene Leben neu auszurichten, und auf die Hoffnung, die damit verbunden ist.

Weiterlesen

Benno Fürmann
46

Altenkirchen. Mit einer feierlichen Eröffnung werden die 25. Westerwälder Literaturtage am 23. April um 19:00 Uhr in der Stadthalle in Altenkirchen in ihr 25. Jubiläumsjahr starten. Unter dem diesjährigen Motto des Kultursommers Rheinland-Pfalz „Die goldenen 20er Jahre“ erwartet die Besucherinnen und Besucher ein facettenreiches Programm, das die kulturelle Vielfalt und den literarischen Geist dieser prägenden Epoche lebendig werden lässt.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
42

Am 26. März erschien in Euskirchen ein Ehepaar auf der Polizeiwache, um einen versuchten Betrug zu melden. Ein 74-jähriger Mann aus Weilerswist hatte auf einer Internetseite ein verlockendes Angebot entdeckt. Ihm wurde angeboten, 10.000 Euro einzuzahlen, um im Gegenzug eine Rendite von 8.000 Euro zu erhalten. Nach seiner Registrierung erhielt er einen Anruf von einem Servicemitarbeiter, der ihm bei der Buchung behilflich war.

Weiterlesen

Achtklässler im Theater Bonn.  Foto: privat
14

Linz. Erneut wurde im Rahmen des Musikunterrichtes der Robert-Koch-Schule Linz am Rhein am späten Abend das Theater Bonn von Schülerinnen und Schülern der achten Klassen besucht. Dieses Jahr wurde das Musical „TOOTSIE“ aufgeführt. Dem Besuch ging ein Kennenlernen der Werkstätten und der Berufe im Theater voraus. Ein weiteres Highlight war die Technikshow, bei der die Schülerinnen und Schüler die Technik der Bühne kennenlernen konnten.

Weiterlesen

Der neu gewählte Vorstand des RVK: (v.l.) Helmut Ewenz, Nicole Bagaev, Charlina Rachul, Silke Theisen, Lina Frorath, Johanna Klaes, Julia Jäger, Sophie Rosenstein, Nadja Netzer, Jule Fleckner, Annouschka Konitzer, Jana Buechleb, Nora Korte, Jutta Spies. Auf dem Foto fehlen: Tina Klein, Tina Hartmann, Lilly Dahlmann und Uwe Lederer.
18

Mitgliederversammlung im größten Reiterverein der Region dreht am Personalkarussell

Der RV Kurtscheid ist stärkste Kraft im Verband

Bonefeld/Kurtscheid. Im zurückliegenden Jahr feierte der heimische Reiterverein Kurtscheid (RVK) seinen 50. Geburtstag. Erneut gibt es beim RVK einen Grund mit einem Gläschen Sekt anzustoßen: Mit 335 Mitgliedern festigt die Gemeinschaft ihre Position als größter Reiterverein im Pferdesportverband Rheinland-Nassau. "Dieser Rang unterstreicht die Attraktivität des Vereins und die Bedeutung des Reitsports in unserer Region", sagt Jutta Spies, Vorsitzende beim RVK.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Dauerauftrag 2026
Wohnträume Kreis AW
Wohnträume
Wohnträume AW
"Wohnträume" Kreis AW
Sondermagazin "Wohnträume"
Sondermagazin "Wohnträume"
Wohnträume Kreis AW
Ostern im Blick
seniorengerechter Badausbau
Titelanzeige
Ideen für ein schönes Osterfest
Ostern
SO 4 - Ostern im Blick   KW 13
Fahrer gesucht (m/w/d)
Bachelor of Arts Engineering